Den Kaffee auf

G
efährlich an diesem Wechselwetter zwischen den Jahreszeiten ist vor allem – das wechselnde Wetter. Ja, geben Sie es ruhig zu, da wären Sie jetzt auch nicht drauf gekommen. Jedenfalls denkt man sich so, der Winter sei doch nun vorbei, der Frühling erlaube einem eine leichtere Bekleidung, zack, friert’s wieder in der Nacht und man rennt im dünnen Jäckchen schlotternd zur U-Bahn. Mit der Folge, dass man abends in dicker Decke und mit heißem Tee – natürlich mit einem satten Schuss Melissengeist – vor dem Fernseher hockt und hofft, dass die Erkältung doch noch vorbeizieht.

Was passiert am nächsten Morgen? Natürlich holt man wieder die dicke Winterjacke heraus. Und dann? Wird es mittags auf einmal 18 Grad warm, und man schwitzt wie ein Elch in der Sahara, weil man einen Stoff trägt, mit dem sich durchaus arktische Bedingungen aushalten lassen. Also zieht man verschwitzt die Jacke wieder aus. Dafür holt man sich im Durchzug unten im U-Bahnhof den fettesten Schnupfen. Da hilft dann abends auch kein Kräuterschnaps im Tee mehr. Ehrlich, da hab’ ich doch gleich den Kaffee auf.