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05.09.2010 | 18:33 Uhr
Ludgerus-Fest in Werden. Foto: Ulrich von Born
Ludgerus-Fest in Werden. Foto: Ulrich von Born

Ludgerusfest, Temple-Bar-Open-Air, Seefest und Mittelaltermarkt: In Essen war ziemlich was los.

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Kommentare
06.09.2010
19:54
Das Wochenende in Bildern
von chris | #2

Ja die Haltestellen der 181 sind etwas gewöhnungsbedürftig ... effektiver wäre es, wenn sie gar nicht am Stadtwaldplatz halten würden - dieses Umrunden (Orbit) dauert etwa 5 Minuten.

Wenn man aber nun den Bus der in Richtung Heisingen fährt plötzlich an der Haltestelle in Richtung Innenstadt halten lassen würde, dann wäre die Verwirrung auch groß - genau wie, wenn die Busse in beide Richtungen an ein und der selben Haltestelle halten würden.

06.09.2010
05:16
Das Wochenende in Bildern
von Scotty2010 | #1

Wer aus Steele zum Seefest gelangen möchte, kommt am Essener Stadtwaldplatz gar nicht vorbei. Diese Kultstätte des Essener Amtes für Straßenbau und Straßenerhaltung (Beim Aufenthalt an diesem heiligen Ort bitte unbedingt die Kopfbedeckung abnehmen!) stellt den vermutlich einzigen „Kreisverkehr“ auf dieser Welt dar, den man erst nach Passieren der Kreuzung durchfahren muss. Dass es sich hier um einen metaphysischen Ort handelt, zeigen allein schon die acht Autos, die nach dem versehentlichen Einfädeln in die Fahrbahn des Spurbusses aus eben dieser Spur kamen um dann spurlos (?) dem Straßenverkehr zu entschwinden sowie die zahllosen beim Passieren der Nord-Ost - Süd-Ost Passage ausgesprochen Stoßgebete völlig erschöpfter Kraftfahrer. (Wir sind noch mal davongekommen.) Kenner der Örtlichkeit haben immer einen Zweitwagen auf der anderen Seite des Stadtwaldplatzes geparkt. Oma und Opa reagieren beim Umstieg auf den Rollator zwar etwas knurrig, der Platz lässt sich aber ungewöhnlicher Weise zu Fuß völlig problemlos meistern.

Berichten von Anwohnern zur Folge, soll das Passieren dieses Ortes mit Worp 2 ebenfalls gut möglich sein. Für Außerirdische scheint dieser Ort auch recht übersichtlich zu sein, sie können sich beim Herannahen ja schon einen recht guten Überblick verschaffen. Wir Sterblichen schauen da am besten bei Google Earth nach: Der „Kreis“ ist eher als Zweieck zu bezeichnen, also so ein Ömmes, den man beim Schälen einer Apfelsine erhält. (Unbestätigten Gerüchten zur Folge ist den Mitarbeitern obigen Amtes der Gebrauch von Zirkeln verboten, um kleinere Stichverletzungen zu vermeiden, die eventuell zu einem 100-jährigen Büroschlaf führen könnten.) Tatsächlich soll es sich bei dem Platz aber um die exakte Nachbildung der Himmelscheibe von Nebraska handeln, die die überlappenden Schatten zweier Halbmonde auf einem Planeten in einem fernen Sonnensystem darstellen, welches nur wenigen Mitarbeitern der Essener Stadtverwaltung bekannt ist.

Der Planet ist nur Mitarbeitern der Essener Stadtverwaltung bekannt? Weit gefehlt - auch führende Mitarbeiter der EVAG sind eingeweiht und kennen das Geheimnis dieses Planeten und seines detailgetreuen Abbildes im Essener Süden. Wer keinen Zweitwagen besitzt und daher mit den öffentlichen Verkehrmitteln zum Seefest fährt, stellt mit Erstaunen fest: Die Haltestelle der Seelinie 181 zum Seefest liegt nicht in Fahrtrichtung sondern auf der gegenüberliegenden Straßenseite! Hiermit wird dem Busfahrer die Möglichkeit gegeben, erst einmal mit abgenommener Dienstmütze diesen heiligen Ort zu umrunden, anschließend an der wartenden Menschentraube ohne Halt vorbei zu fahren, um sich dann, mit leerem Bus, direkt auf dem Weg zum Seefest zu begeben, selbstverständlich mit aufgesetzter Dienstmütze. Für mich ist das ein deutlicher Hinweis, dass auch die EVAG bereits von Außer-, wenn nicht gar von Überirdischen unterwandert sein muss – ein menschliches Gehirn reicht bei weitem nicht aus, eine solche Vorgehensweise auch nur ansatzweise nachzuvollziehen. Mein Verdacht erhärtet sich auch aufgrund des Busfahrers, der uns in kriegerischen klingonischem Akzent erklärte, dass er hier eigentlich gar nicht halten brauche. Dass er es trotzdem getan hat, dafür gebührt ihm unser aller Dank. Dass es uns vorgehalten hat, die Hinweistafel nicht gesehen zu haben, dafür können wir ihm aber nur ungläubiges Unverständnis entgegenbringen. Schließlich haben wir alle mindestens 10 Minuten nach einem Fahrplan oder auch nur einem klitzekleinen Hinweis auf den Busbetrieb in Richtung Zielturm gesucht. Na ja, wir sind ja auch nur Menschen - mit einem in lächerliche drei Dimensionen eingezwängten Gedankenapparat. Möglicherweise war der Hinweis aber auch am Essener Hauptbahnhof angebracht. Da soll es ja ebenfalls recht metaphysisch zugehen.

Auf der Rückfahrt sind wir dann einfach da eingestiegen, wo gerade ein Bus zur Verfügung stand. Ich glaube noch „Hufflepot“ auf dem Fahrtrichtungsanzeiger gesehen zu haben, bin mir da aber nicht mehr so ganz sicher. Ist auch egal, denn mit dem Ticket 2000 kann man ja fahren wie man selber gerade will - oder die EVAG. Erstaunlicherweise lag die Haltestelle dort in Fahrtrichtung…

Scotty

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