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Demonstration

Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft

02.04.2011 | 17:28 Uhr
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
Teilnehmer einer Protestaktion gegen Atomenergie. Foto: dapd

Essen.Ohne Zwischenfälle verlief die ruhrgebietsweite Anti-Atom-Demo in Essen, zu der rund 4000 Menschen gekommen waren. Nach einer Protest-Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz zog die Menge zur RWE-Konzern-Zentrale, um mächtig „Krach“ zu machen.

Die Presse sucht den Wutbürger. In Stuttgart - bei Demonstrationen zu Minusgraden - war der leicht zu erkennen. Teurer Zwirn, gern mit Krawatte, schon hatte man selbst in der größten Menge jemanden ausgemacht, der sich ansonsten selten - vielleicht gar nie zuvor - meinungsfreudig auf der Straße tummelte. In Essen nun herrscht zur ruhrgebietsweiten Anti-Atom-Demo T-Shirt-Wetter. Also werden Herrschaften mit teuren Marken-Logos angesprochen und antworten erwartungsgemäß: „Es reicht“ und „erste Demo in meinem Leben“.

Familie Sander ist aus Dortmund zum Willy-Brandt-Platz gekommen, um die Politik zur Vernunft zu mahnen. Ein Motiv, das auch Jens und Maria Brakles aus Duisburg umtreibt und die Familie Siekes, die mit drei Kindern angereist ist aus Bochum. Die meisten von ihnen sind gut vorbereitet und - wie sie sagen - mitnichten Demo-Neulinge. Plakate, Transparente, „Atomkraft? Nein Danke“-Sticker, -Fahnen, -Shirts und Poster bringen viele mit. Die AKW-Abschaltung ist seit 40 Jahren Thema, das Protest-Motiv fest etabliert.

Zaungäste vor dem Fahnenmeer

Vor dem Kaufhof steht eine Dame Anfang 50, blauer Rock, adrette Frisur. Warum sie demonstriert? „Tue ich gar nicht.“ Für Atomkraft sei sie ja, sehe keinen Grund für die Forderung nach Abschaltung und würde mithin nicht gern ihren Namen in der Zeitung lesen. Was sie dann am Willy-Brandt-Platz tut? „Ich bin aus dem Kaufhof gekommen und wollte gucken, was hier los ist.“

Ein Teilnehmer der Protestaktion gegen Atomenergie vor dem Hauptsitz des Energiekonzerns RWE. Foto: dapd

Zaungäste gibt es zuhauf. Sie strömen aus dem Hauptbahnhof und blicken verdutzt auf das grün-rot-gelbe-Fahnenmeer, sie laufen beim Shopping-Bummel die Kettwiger Straße hinauf und stoppen stutzend ob der Menschenmenge. Vom Bahnsteig 18/19 hat man freien Blick auf die Demonstranten, die sich auf dem Platz sammeln. Und während aus den Bühnenlautsprechern Forderungen nach Abschaltung laut werden, erklärt eine 49-Jährige, sie bekomme schon vom Zuhören eine Gänsehaut. „Die haben ja so recht. Eigentlich müsste man da mitmachen.“ Warum sie es nicht spontan tut? „Keine Zeit, meine Bahn kommt gleich.“

Großdemo in Essen

Dabei bietet sich den Teilnehmern gleich zwei Mal die Gelegenheit, zu marschieren. Zum Warmlaufen gibt’s eine kleine Runde, ein Zug über Rahtenaustraße, I. Ha­gen, Kennedyplatz und zurück zum Willy-Brandt-Platz eröffnet die Demo. Anschließend werden die Reden auf der Bühne, die nahe Ansons Herrenhaus aufgebaut ist, feuriger.

Anti-AKW-Lieder und „Ab-schal-ten“-Rufe

Dort geben sich Atomkraft-Gegner, Greenpeace-Aktivisten und Musiker das Mikrofon wie ein Staffelholz in die Hand. Als Kontrastprogramm gibt’s Musik. Ja, es gibt Anti-AKW-Lieder. Da reimen sich Refrain-Zeilen auf Schlüsselworte wie „abschalten“ und „durchgbrannt“. Mitsingen kann zwar keiner der rund 3000 Demonstranten, geklatscht wird dafür umso heftiger. Besonders gelungene Wort-, alternativ auch Liedbeiträge, quittiert die wachsende Menge mit minutenlangen „Ab-schal-ten“-Rufen.

Mikrowechsel, nun hat Greenpeace-Mann Björn Ahaus das Sagen. Der fordert RWE-Chef Jürgen Großmann auf, „die dreiste Klage gegen die Abschaltung zurück zu nehmen“, wofür es Beifall gibt, und spricht davon, dass Atomkraftwerke, „nicht ausreichend gesichert, nicht ausreichend versichert sind.“

Video
Die Katastrophe in Japan hat die Menschen im Revier nachdenklich gestimmt.

Mikrowechsel – Heffa Schüffken von der Nicht-Regierungs-Organisation „Urgewalt“ betritt die Bühne. Nicht jeder kennt sie, weswegen sie anmoderiert wird: Ihre Organisation also verhinderte in zwei Fällen, dass der RWE in Osteuropa Kernkraftwerke bauen durfte. Auch sie richtet eine Grußadresse an Jürgen Großmann, attestiert ihm - in Anlehnung an den Konzernslogan - er würde „an der Spitze der Uneinsichtigen ,voRWEg’ gehen“.

Parallelen zwischen Tepco, Vattenfall und dem RWE werden auf der Bühne gezogen, zitiert wird der EU-Energiekommissar Günter Oettinger, der bekundet habe, es würden in Folge der aktuellen Stresstests weitere Kernkraftwerke in Europa vom Netz gehen müssen. Den Sicherheitsbekundungen der Konzerne wollen die Demonstranten schon lange keinen Glauben mehr schenken.

Bürger sollen „Energieverbrauch senken“

Doch es werden auch kritische Stimmungen an der Veranstaltung laut. Es sei ja gut, die Abschaltung zu fordern. „Aber mir fehlt, dass die Menschen auch einsehen, dass sie ihren Energieverbrauch senken müssen“, sagt die Mülheimerin Eva Rühl-Nemet. Schließlich: „Müssen denn die langen Öffnungszeiten in Geschäften sein? Außerdem müsste man so bauen, dass man das Tageslicht nutzen kann.“

Zusehends wächst die Menge auf dem Platz. „Wir können keine offizielle Zahl nennen“, sagt Polizeisprecher Peter Elke. Stünden die Menschen auf dem Willy-Brandt-Platz dicht gedrängt, könnte man von 5000 ausgehen. Doch ein paar Lücken sind noch auszumachen, rund 4000 also könnten es sein.

Kinder mit bunten Luftballons

Und diese Menge setzt sich gegen halb drei in Marsch Richtung RWE-Turm. Einheizen wolle man den Bossen, wie aus Mikrofonen verkündet wird, Krach schlagen und den weithin sichtbaren Turm umzingeln. Es wird laut, es ist bunt, und es hat ein wenig Volksfestcharakter. Marschiert wird nicht gegen Rechts, Störer der Veranstaltung sind nicht auszumachen, und so laufen auch Kinder mit bunten Ballons durch die Menge.

Da fällt ein besonders schräges Transparent ins Auge. Comic-Anti-Held Homer Simpson vor seinem Arbeitsplatz, einem Atomkraftwerk. Erst vor wenigen Tagen hatten die Macher der Serie verkündet, man wolle neue Folgen auf „political correctness“ testen - also alle AKW-Pannen-Fälle - herausschneiden. Nun tragen Jan-Rasmus Handel und Marijke Gerhards die Simpsons auf Plakaten durch Essen. Zu Demonstrationen gingen sie gern und regelmäßig: „Ich denke, dass es die Pflicht der Bürger in demokratischen Ländern ist, zu demonstrieren, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Auch wenn die Politiker nicht immer unbedingt auf uns hören“, sagt Handel. Das Gemeinschaftsgefühl bei Demonstrationen schätze man, „denn man trifft ja auch immer viele Gleichgesinnte, die das gleiche Ziel haben.“

Wenn sie das Anti-Atom-Comic-Plakat eingepackt haben, wollen sie versuchen, noch den Anschluss an eine Demo gegen Rechts zu bekommen, „das könnte zeitlich knapp werden, aber wir versuchen’s“, sagt der junge Mann.

Auch eine Art von Wutbürger – auf einer eher professionellen denn zufälligen Ebene.

 

Claudia Pospieszny

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Kommentare
05.04.2011
13:00
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von NachdenkerausEssen | #102

@#99 von rockingmom

Das mit dem Strommessgerät ist eine hervorragende Idee!!!

Es gibt eine Studie, dass der Stromverbrauch eines Haushalts um ca. 10% sinkt, wenn dieser Haushalt einmal im Monat den Stromzählerstand aufschreibt. Klingt verrückt ist aber wahr! Durch das monatliche Aufschreiben werden sich die Leute plötzlich bewußt, dass der Verbrauch durch das eigene Verhalten beeinflusst wird.

Noch viel wirksamer ist es mit einem Strommessgerät den Verbrauch der verschiedenen Geräte festzustellen. Solche Geräte gibts im Baumarkt ab 10 Euro. Man kann dann wirklich sehen wie der Strom durch die Leitungen fließt, was das Bewußtsein für den Stromverbrauch natürlich masiv fördert. Ausserdem helfen solche Geräte die wahren Stromfresser zu finden. Gigantische UNterschiede beim Stromverbrauch gibt es z.B. bei Wäschertrocknern. Der falsche Trockner kann nach ein paar Jahren locker mal Tausend Euro oder mehr zusätzlich aus der Steckdose saugen. Wir fanden bei uns z.B. einen alten Videorecorder, der im Standbybetrieb jedes Jahr knapp 50 Euro Strom saugte obwohl wir ihn nur einmal in gut 3 oder 4 Jahren benutzt haben. Diesen Stromfresser habe ich dann einfach entsorgt.

Das Fazit unserer Strommessreihen war: Unser Stromverbrauch sank innerhalb eines Jahres von 4000 KWh auf unter 2000 und das vollkommen ohne Komforteinbußen. Lediglich die sinnlose Verschwendung haben wir abgestellt.

Das sinnvolle Energiesparen ist die einfachste und schnellste Möglichkeit etwas für die Umwelt und das eigene Portemonnaie zu tun. Leider betreiben nur wenige Leute das wirklich ernsthaft. Über die steigenden Strom- und Benzinpreise zu meckern ist halt einfacher als einmal über die eigenen Energiesparmöglichkeiten nachzudenken. Hier wäre eigentlich die Politik gefragt, aber die schlafen halt und gehen lieber den vermeintlich besseren Weg der AKW Laufzeitverlängerung.

05.04.2011
10:41
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von NachdenkerausEssen | #101

@#EinKnaeuel

Ich habe bei Wikipedia gerade einmal die Stromgestehungskosten rausgesucht für neu gebaute Kraftwerke im Vergleich (2010):

Demnach kostet die Erzeugung einer KWh durch ein neu errichtetes Kraftwerk in EuroCent je KWh:

Kernenergie 10,70 – 12,40
Braunkohle 8,80 – 9,70
Steinkohle 10,40 – 10,70
Erdgas GuD 10,60 – 11,80
Windkraft onshore 4,5 – 8,5
Windkraft offshore 3,00 – 15,00
Wasserkraft 3,47 – 12,67
Biomasse 7,71 – 11,55
Photovoltaik 28,43 – 39,14

Es wird deutlich, dass alle regen. Energien mit der Kernkraft preislich konkurrieren können, bzw. sogar deutlich günstiger sind, insbesondere Wind- und Wasserkraft. Lediglich die Fotovoltaik fällt total aus dem Rahmen. Hier könnte man den gegenwärtigen Förderschwerpunkt der Bundesregierung (Fotovoltaik) durchaus kritisieren. Andererseits führt die Subventionierung der Fotovoltaik mit großer Wahrscheinlichkeit zu weiter massiv sinkenden Preisen für diese Anlagen und macht so dann doch Sinn.

Fazit: Aus Sicht der Kosten für die Stromerzeugung spricht überhaupt garnichts für AKW. Zumal die Kosten für die Millionen Jahre Endlagerung nicht enthalten sind. AKW werden ferner auch dadurch massiv subventioniert, dass der Staat darauf verzichtet von den AKW Betreibern eine angemessene Versicherung für den Fall eines SuperGAUs abzuschließen. Es gibt Schätzungen wonach der Preis für eine KWh Atomstrom um weitere 7 Eurocents steigen würde, wenn sich die Betreiber für einen möglichen Schaden in Höhe von 200 Milliarden Euro (Kosten der Tschernobykatastrophe) versichern müßten.

Vom ökonomischen Standpunkt sind AKW also völlig irrational.

05.04.2011
10:39
Blockierter Kommentar.
von NachdenkerausEssen | #100

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

04.04.2011
20:22
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von rockingmom | #99

Ich kann mich immer nur wiederholen:
1.Die Energiekonzerne machen sich auf Kosten der Allgemeinheit satt und gehören wieder in Staatshand, was natürlich nicht heißt, daß der Staat sich dann an abegschriebenen AKWs bereichern sollte,
2. Man kann ein Gemeinwesen nicht nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten leiten,
3. Wir müssen uns alle wieder etwas mehr Bescheidenheit verordnen, was unseren Verbrauch von Strom, Benzin, etc. angeht,
4. wir haben nur die eine Erde, und die wehrt sich zunehmend gegen das Virus homo sapiens sapiens
Mit den Folgen werden wir leben müssen, aber wenn wir uns die Krone der Schöpfung nennen, haben wir m. E bislang als solche ziemlich versagt.

Ich weiß, das ist alles sehr allgemein gehalten.
Aber wahr ist es doch.

#Nachdenker: Bin wieder bei Ihnen.
Stand-by gibts bei uns schon seit fast 10 Jahren nicht mehr,
Steckerleisten mit Schalter sind auch gut, hab ich auch und sie schaden den Geräten definitiv nicht, wie mancher behauptet,
aber es gibt jede Menge Möglichkeiten, die jeder Privatmann anwenden kann.

An alle:
Bei den Stadtwerken kann man Stromprüfer leihen, kann ich zum Augen öffnen nur empfehlen.
Grüße

04.04.2011
18:27
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von EinKnaeuel | #98

Ich weiche nicht auf die Ökoschine aus, #94, ich sagte lediglich, das das Natuschutzgebiet Wattenmeer, das zur Windenergiegewinnung genutzt wird, in einigen Jahren versandet sein wird.
Egal, dann hat halt die Natur die Subventionen für die billige Windenergie gezahlt.
Warum macht man es nicht wie die Briten die mit Schwimm- und Schwebekörpern im Wasser arbeiten, die längst über das Versuchsstadium hinaus sind ?
Es wird dabei weder der Meeresgrund noch die Meeresoberfläche beeinträchtigt..
Es ist egal, wie hier zu Lande geforscht und was entwickelt wird, Deutschland hat längst den Anschluss verloren, die Spanier gewinnen in serienreifen Anlagen Erdöl, mit Algen die mit CO2 aus eigenen Kraftwerken gefüttert werden, das den Jahresbedarf eines 1/4 Deutschlands decken kann
Die Briten gewinnen billig elektrische Energie aus der Irischen See und der Nordsee.
Hier werden Löcher gebuddelt, Stollen ungesichert verlassen, in abenteuerlichen Unternehmungen nach maroden Endlagerstätten gesucht, die sogar schon Tote gefordert haben..
Seltsam, das auch auf dem Gebiet niemand die Schweizer, Finnen und Schweden fragt, sie wissen wo und wie man danach sucht und wie man sie erschliesst..
Deutschland hat alles im Griff, jo, wie es sich selbst untergräbt, seine geschützte Küste platt macht, die Bürger und die Natur mit in deutschem erbebenunsicheren Untergrund verpresstem CO2 bedroht..
Verständlich das deutsche auswandern, #97 hier haben sie keine gesicherte Zukunft zu erwarten, wer es sich leisten kann haut ab.
Ein Wirtschaftschaftsystem das vom Export mit Gütern lebt, die im Ausland billiger zu haben sind, als im eigenen Land, sich von Rohstoffen aus dem Ausland abhängig macht, eigene Ressourcen für immer verschliesst, kann keine Perspektive für die Zukunft versprechen.

04.04.2011
16:03
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von NachdenkerausEssen | #97

@#95 von JesusOS

Damit haben Sie den Kern vieler Probleme getroffen, mit denen wir uns herumschlagen müssen. Die deutsche Demokratie ist die Demokratie in der die Lobbyisten regieren, das Volk hat fast nichts zu sagen. Das ist in der Schweiz ganz anders. Und die haben ja nicht nur große Volksabstimmungen, die Basisdemokratie zieht sich dort ja bis in die einzelnen Orte hinunter: In rund 90% aller Orte gibt es Gemeindeversammlungen wo alle über Projekte diskutieren und abstimmen dürfen (siehe hierzu Wikipedia Gemeindeversammlung Schweiz). Dadurch ist das Interesse und das Engagement der Bürger um ein Vielfaches höher als in Deutschland, weil die Bürger ja abstimmen dürfen. Im Ergebnis ist die Politik natürlich viel erfolgreicher und die Bürger sind zufriedener. Nur die Politiker sind nicht ganz so zufrieden wie in Deutschland: Die Schweizer Politiker dürfen sich mal was überlegen, aber der Souverän (das Volk) entscheidet halt. Da wundert es nicht, dass in den letzten Jahren so massiv viele Deutsche aus allen Qualifikationsstufen in die Schweiz ausgewandert sind.

04.04.2011
15:53
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von taosnm | #96

#92 NachdenkerausEssen

Die RWE haben doch völlig richtig gehandelt, indem sie die regenerative Energie vernachlässigten. Dafür wurden sie doch von denen, die qua Amt an sich Verantwortung für dieses Land tragen müssten und dafür auch fürstlich entlohnt werden, die fast bedingungslose Genehmigung, sich die Taschen noch viel länger vollzustopfen, als ursprünglich geplant. Ist natürlich dumm, dass Fukushima dazwischenkam. Das ist einfach ärgerlich, nachdem man gerade erst die tiefe Freundschaft zur schwarz/gelb besiegelt hatte. But shit happens!

Es ist unerträglich, wenn man angesichts des Elends und der menschlichen Katastrophe in Japan immer noch ernsthaft pro AKWs votiert, ebenso, wie es unerträglich ist, dass RWE aus aktionärsrechtlichen Gründen Klage beim Verwaltungsgericht einreicht. Die christliche Politik seit dem Amtsantritt Kohls mit der geistig/moralischen Wende ist noch viel weiter vom Christentum entfernt als der Kommunismus - völlige Missachtung der gesamten Schöpfung!

04.04.2011
15:46
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von JesusOS | #95

Ruhrgebietsweite Demo? 4000 Teilnehmer!

Wow!

Da kommen ja zu einem Ligaspiel von RWE ;-) mehr Zuschauer.

Jedenfalls spiegelt das nicht die Meinung der Gesamtbeölkerung wieder. In einer Demokratie wie in der Schweiz würde man in so einem Fall die Bevölkerung befragen,........aber bei uns geht ja so etwas nicht. Dafür haben wir ja unsere Volkszertreter.

04.04.2011
15:29
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von NachdenkerausEssen | #94

@EinKnaeuel

Das ausgerechnet Sie jetzt auf die Ökoschiene umswitchen wundert mich übrigens sehr. Was AKWs angeht sind Ihnen die viel gravierenderen Folgen für die Umwelt anscheinend egal. Woher kommt die plötzliche Besorgnis für unsere Umwelt? Oder liegt das etwa an ein Knaeuel im Gehirn? ;-)

04.04.2011
15:16
Das Revier protestiert in Essen gegen Atomkraft
von NachdenkerausEssen | #93

#91 von EinKnaeuel

Jede Energieerzeugung hat in gewissem Umfang negative externe Effekte auf die Umwelt. Wenn Sie alles ablehnen, dann müssen Sie halt in eine stromlöse Höhle in den Wald ziehen. Im übrigen ist der Naturschutzbund NABU, der sich auch sehr für Vogelschutz einsetzt ein ausgewiesener AKW Gegener und Windkraftbefürworter! Die haben auch nachgewiesen, dass an der früher mal geäußerten Theorie, durch Windkraftwerke kämen Vögel zu Schaden, nichts dran ist! Das ist nur ein Pseudoargument der AKW Lobby. Im übrigen wurde der Ökostromanbieter Naturstrom, der viel Energie aus Windkraft bezieht, sogar von Mitgliedern des NABU und BUND gegründet.

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