Das „Haus der Geschichte“ wird teurer
28.07.2010 | 16:35 Uhr 2010-07-28T16:35:00+0200
Essen. Der Bauausschuss hat auf seiner Sitzung zusätzliche Kosten für das „Haus der Essener Geschichte“ abgenickt. Der Bau verteuert sich um 450 000 Euro. Die Baukosten belaufen sich damit nun auf rund 6,6 Millionen Euro.
Der Bauausschuss stimmte der Erhöhung der Kosten einstimmig zu. Tenor: Bei der Sanierung eines Altbaus - in diesem Fall der ehemaligen Luisenschule am Bismarckplatz - sei man vor Überraschungen nicht gefeit. So einfach machte es sich die Politik allerdings nicht. Für die SPD-Fraktion merkte Sprecher Manfred Tepperis zähneknirschend an, es stelle sich die Frage, ob die Mehrausgaben bei sorgfältiger Planung nicht hätten berücksichtigt werden können. So etwa die nachträgliche Ausrüstung des Lesesaals mit Überwachungskameras für 30 000 Euro oder den Einbau eines behindertengerecht Zugangs zu den Ausstellungsräumen im Keller für 17 000 Euro.
Da das Land weitere 100 000 Euro für die Ausstattung des Hauses gibt, muss die Stadt nicht ganz so tief in die Kasse greifen. Noch einmal will die Stadt sich aber nicht überraschen lassen. Die Verwaltung kündigte an, künftig werde bei Bauvorhaben ein „Angstzuschlag“ von zehn Prozent mit eingeplant.
Die Arbeiten am „Haus der Essener Geschichte liegen in den letzten Zügen. Mitte Januar soll das Gebäude fertig sein. Neben Dauerausstellungen beherbergt es das Stadtarchiv. Augenfällig ist das Magazin an der Bert-Brecht-Straße - ein Neubau mit einer rostigen Stahlfassade.
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