Das Glas ist voll

Mit dem Jahreswechsel ändern sich meistens auch ein paar Gesetze. Einige davon sind für den Otto-Normal-Verbraucher uninteressant, andere sind so unverständlich formuliert, dass sie häufig gar nicht wahrgenommen werden. Doch das „Gesetz über das Inverkehrbringen und die Bereitstellung von Messgeräten auf dem Markt, ihre Verwendung und Eichung sowie über Fertigpackungen“ hält tatsächlich eine spannende Neuerung für Menschen mit besonderer Vorliebe für Zahlen bereit: Seit Jahresbeginn gehören nämlich Gläser mit einem Inhalt von 0,15 Liter zum festen Inventar jeder gut sortierten Kneipe. Ein Pils für den kleinen Durst könnte man sagen. Neu sind auch die „durchsichtigen Ausschankgefäße“ mit einem Inhalt von 0,33 Litern. Auf Verlangen des Kunden muss der Gastwirt in dessen Anwesenheit sogar die ordnungsgemäße Füllmenge nachweisen. Der bekannte Ausdruck, „das Glas ist voll“ bekommt so eine ganz neue Bedeutung. Soll jetzt noch mal jemand wagen, mir ein Stauder mit zu viel Schaum vorzusetzen.