Das Geheimnis der „Superpille“ aus Essen
14.04.2010 | 20:35 Uhr 2010-04-14T20:35:00+0200
Essen. Beim Forum Medizinwirtschaft präsentierten sich neue Unternehmen, darunter eines aus Essen. Das Start-up-Unternehmen „Longlife Bioproducts“ hat eine Pille entwickelt, mit deren Hilfe man sogar länger leben soll.
„Immer wenn er Pillen nahm“ - so lautet der Titel einer US-Serie aus den 60er Jahren. Das ist lange her. Doch wer Lothar Fröhlich von der Firma Longlife Bioproducts, einem Essener Start-up-Unternehmen, zuhört, mag sich an die Hauptfigur erinnern, an Tankwart Stanley Beamish, dem der Drop Flügel verlieh.
Die „Pille“, für die Fröhlich am Dienstag anlässlich des Businessplan-Wettbewerbs Medizinwirtschaft im Colosseum warb, bringt einen zwar nicht in die Höhe, aber in Höchstform. Besser noch: Sie verlängert das Leben, verspricht der Doktor der Chemie und erzählt dazu eine Geschichte, die ebenfalls filmreif klingt.
Anregung zur Entwicklung der Pille kam in Süd-China
Die Geschäftsidee kam ihm in Süd-China bei einem Fahrradausflug. Während der Tourist sich auf einem modernen Mountainbike einen Berg hinauf quälte, zog ein Einheimischer auf einem museumsreifen Drahtesel vorbei. „Der Mann war 86 Jahre alt.“ Fröhlich recherchierte er und fand heraus, dass die Bewohner der Region statistisch deutlich älter würden. Sein Verdacht: Es liegt an der Ernährung. Des Rätsels Lösung will der Chemiker mit seinen Geschäftspartnern unter anderem in Hanfsamenöl gefunden haben. Mehr verrät er nicht. Nur so viel: Mit anderen Zutaten, unter anderem „aus dem mediterranen Raum“ machten sie daraus einen „Nahrungsergänzungsmittel“, das sie nun in Kapselform auf den Markt bringen wollen. Die Rezeptur bleibt ein Geschäftsgeheimnis.
Ob die Kapsel wirklich wirkt? Wissenschaftliche Studien dazu gibt es keine, die könnte das Start-up-Unternehmen gar nicht finanzieren. Fröhlich und seine Partner sind von der „Wunderpille“ jedenfalls überzeugt. Beim Forum Medizinwirtschaft, wo es zum sechsten Mal in Folge darum ging, jungen Unternehmen in NRW auf die Startbahn zu helfen, durfte sich „Longlife Bioproducts“ potenziellen Investoren präsentieren. Ob ein Geldgeber Geschmack fand? Schauen wir demnächst im Drogeriemarkt genauer hin. Nur soviel noch: Nebenwirkungen seien nicht bekannt. Anders als bei Serienheld Stanley Beamish. Der drohte zu platzen, wenn er zu viele seiner Pillen nahm. Mehr Infos zum Wettbewerb: www.startbahn-ruhr.de.
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