Das Café in der Essener Stadtbücherei hat wieder geöffnet

Sabine Wallenta ist die neue Pächterin im Literaturcafé der Zentralbibliothek an der Hollestraße. Die Gäste erwartet eine wechselnde Tageskarte.
Sabine Wallenta ist die neue Pächterin im Literaturcafé der Zentralbibliothek an der Hollestraße. Die Gäste erwartet eine wechselnde Tageskarte.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Über Monate gab es keinen Gastronomie-Betrieb in der Zentralbibliothek. Jetzt gibt es eine neue Pächterin, die für Stammgäste eine alte Bekannte ist.

Essen.. Kaffee trinken, Kuchen essen und dabei etwas schmökern. Das Literaturcafé in der Zentralbibliothek hat eine neue Pächterin. Sabine Wallenta versorgt seit der Wiederöffnung der Zentralbibliothek am 6. Januar die Gäste und Bücherfreunde im Café. Ganz neu ist die Arbeit im Literaturcafé aber nicht für die 40-Jährige.

Vor zwei Jahren hat sie bereits bei einer früheren Pächterin im Café gearbeitet und ihre Liebe zum Job entdeckt. „Damals hat mich meine Schwester angerufen, die hier gearbeitet hat und gefragt, ob ich aushelfen könnte. Ich war gerade in einer Berufspause und habe sofort zugesagt“, so Wallenta, die ursprünglich gelernte Arzthelferin ist. Letztes Jahr hat sie dann gehört, dass das Café ganz frei wird und sofort Interesse gehabt. „Die Atmosphäre des Schauplatzes ist einmalig, nicht zuletzt, weil die Gäste besonders sind.“ Ihr Mann Markus Wallenta (44) unterstützt sie bei der Arbeit. Über mehrere Monate hatte es keinen Pächter gegeben und die Gastronomie hat leer gestanden.

Café war Liebe auf den ersten Blick

Die letzte Pächterin hat das Café nach einem Streit mit der Stadt und einem anschließenden Insolvenzverfahren unzufrieden verlassen. „Die Situation der Vorpächterin ist uns bekannt, aber dazu möchte ich gar nichts weiter sagen. Wir fangen jetzt neu hier an“, so Wallenta. Einige der ersten Gäste hätten sie schon wiedererkannt und sich positiv über die Wiederöffnung geäußert.

An 20 Rundtischen können sich die Gäste mit Lektüre aus dem Bibliotheksbereich niederlassen. Sobald es wärmer wird, sollen auch sechs Tische für Besucher auf der Außenterrasse eingerichtet werden. „Neue Stühle für den Außenbereich hat die Stadt gestellt. Wir warten jetzt nur noch auf das richtige Wetter“, sagt sie und lacht. Auf der Karte stehen Frühstücksgerichte, es gibt aber auch den kleinen Mittagstisch und wechselnde Tagesgerichte. „Wir haben zum Beispiel Erbsensuppe, Königsberger Klopse, Flammkuchen und Folienkartoffeln, Pizza und auch Salat. Dazu werden verschiedene kalte und warme Getränke angeboten“, erklärt Wallenta.

Wichtig ist der neuen Pächterin die richtige Stimmung im Café. „Viele Stammgäste haben ihren festen Platz und setzen sich immer an den gleichen Tisch. Da sollen sie sich natürlich auch wohlfühlen“, findet sie. Sabine Wallenta und ihr Mann haben neben der Arbeit im Café noch ein zweites Standbein. Sie führen einen Teeladen im Stadtteil Frohnhausen. Das kommt auch dem Café zu Gute: es werden mehrere Teesorten angeboten.