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,Da wird sich viel bewegen' Infos

13.07.2007 | 15:46 Uhr

Logistisch betrachtet ist die Loveparade ein Alptraum: Hunderttausende müssen in kurzer Zeit transportiert werden.Veranstalter, Verkehrsunternehmen und Behörden haben sich einen Plan dafür gemacht

Das ist die Untertreibung des Tages. "Da wird sich viel bewegen", sagt Loveparade-Sprecher Björn Köllen über die Party am 25. August im Norden der Innenstadt. Und wie viel sich bewegen wird: Hunderttausende Besucher werden die Parade verfolgen, werden bei der Abschlusskundgebung am Berliner Platz abfeiern - und sollen sich dann auf die Clubs im Ruhrgebiet verteilen. Das wird ein Kraftakt im Sisyphus-Format, für den sich Stadt, Polizei, Veranstalter und Verkehrsunternehmen nach besten Kräften rüsten.

Entlang des Rundkurses zwischen Varnhorstkreisel und Katzenbruchstraße sowie der Abschluss-Strecke über die Friedrich-Ebert-Straße bis zum Berliner Platz werden Feuerwehr und Hilfsorganisationen 22 Sanitätsstationen aufbauen und fünf weitere in Reserve halten. Rund 1100 Helfer werden entlang der Strecke unterwegs sein, 2300 weitere hat das Innenministerium NRW als Reserve für den Notfall aufgeboten. "Wenn wir die brauchen, dann haben wir wirklich ein Problem", sagt Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn. Er ist nach Gesprächen mit seinen Berliner Kollegen sicher: Er wird sie nicht brauchen. "Die Loveparade ist eine extrem friedliche Veranstaltung." Weil sie aber auch eine extrem laute Veranstaltung ist, rät der Feuerwehrchef: Bei Veletzungen, Unwohlsein, Problemen entlang der Strecke nicht erst den Notruf anklingeln, sondern gleich bei der nächsten Station Für die Verkehrsführung haben die Ordnungsbehörden einen roten, einen grünen und einen blauen Bereich gezogen. Der rote entlag des Zugweges wird am Freitag ab 18 Uhr gesperrt, der grüne in einem weiteren Umkreis Samstag ab 7 Uhr. "Aus Sicherheitsgründen muss der öffentliche Verkehrsraum im roten und grünen Bereich komplett autofrei sein", sagt Stadtsprecher Detlef Feige. Der blaue Bereich umfasst die gesamte City Nord zwischen Hauptbahnhof und B 224. Hier halten Stadt und Polizei Absperrungen bereit: Bei Überfüllung der Veranstaltung wird hier ein Riegel gezogen.

Stichwort Absperrung: Sensible Orte wie die Alte Synagoge oder der Bischofssitz werden unter besonderen Schutz. "Wir reden dau auch von Zäumen", bestätigt Cöllen, aber auch von Patrouillen und Sicherheitspersonal. Mehrere tausend Mann werden für die Sicherheit von Parade undAbschlusskundgebung sorgen.

Verkehr wird ein Haupt-Thema der Parade werden (Nicht was Sie jetzt denken!). Die Evag wird in jener Nacht die Grenzen des Systems ausloten: Alle U-Bahnen werden die ganze Nacht rollen, bis drei Uhr früh im Fünfminutentakt. 17 000 Menschen kann die Evag so pro Stunde transportieren. Und es wird nicht ausreichen, wenn die Massen gegen 23 Uhr nach der Party auf dem Berliner Platz in die Clubs überall im Ruhrgebiet strömen werden. Evag-Sprecher Nils Hoffmann: "Wir werden nicht alle mitnehmen können." Veranstalter Lopavent informiert im Netz unter www.loveparade.com. Die Stadt seit gestern unter www.essen.de/loveparade. Anwohnerfragen per Mail: anwohner-info@loveparade.com. Eine Hotline soll noch eingerichtet werden.

Von Kai Süselbeck

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