Chef des Design Museums kritisiert Stiftung Zollverein

Peter Zec, Chef des Red Dot Design Museums, kritisiert die Stiftung Zollverein.
Peter Zec, Chef des Red Dot Design Museums, kritisiert die Stiftung Zollverein.
Foto: uvb
Was wir bereits wissen
Der Chef des Red Dot Design Museums wirft der Stiftung Zollverein mangelnden Kooperationswillen vor. Stiftung zeigt „großes Interesse am Verbleib“.

Essen.. „Dauernde, nicht endgültige Form“ heißt die von Ruhr Museum und Red Dot Design Museum gemeinsam ausgerichtete Schau zur Essener Designgeschichte, die am Montag auf Zollverein startet. Die Präsentation im Vorfeld nahm Peter Zec, Chef des Red Dot Design Museum, zum Anlass, der Stiftung Zollverein mangelnden Kooperationswillen vorzuwerfen. So bemühe man sich bisher erfolglos, mit der Halle 8 weiteren Ausstellungsraum anzumieten, um mehr Platz für Wechsel- und Dauerausstellungen zu haben. Keine Reaktion habe es bislang auch auf die Frage nach einer Vertragsverlängerung über das Jahr 2022 hinaus gegeben. „Wir brauchen aber Planungssicherheit“, so Zec. Andernfalls müsse man sich „in spätestens zwei Jahren anderswo umsehen. Was wir aber gar nicht möchten“, sagt Zec.

Die Stiftung Zollverein reagierte auf Nachfrage mit einer Erklärung. In den vergangenen Wochen habe es bereits „konkrete Gespräche“ zwischen dem Stiftungs-Vorstandsvorsitzenden Hermann Marth und dem Geschäftsführenden Vorstand des Design Zentrums NRW, Vito Orazhem, über die Verlängerung des bestehenden Mietvertrages bis 2032 gegeben. Eine entsprechende Absichtserklärung sei übermittelt, man habe „großes Interesse am Verbleib des Design-Zentrums“ auf Zollverein, heißt es. Notwendig für die Entscheidung sei jedoch das Einvernehmen mit dem Stiftungsrat, der im September tagt.

Über die Halle 8 sei ebenfalls gesprochen worden. Allerdings fehle bislang der komplette Innenausbau, „dessen Finanzierungsmöglichkeit völlig offen ist“.(MaS)