Chaos, Furcht und Gewalt in „LondonAtella“

„12 Monate / 12 Filme – Erkundungen im Raum“ heißt die aktuelle Reihe im Museum Folkwang, die im monatlichen Wechsel Videos und Filme von wichtigen zeitgenössischen Künstlern wie Stan Douglas, Jesper Just, William Kentridge oder Sarah Morris zeigt. So entsteht eine zwölfmonatige Reise durch Stadträume, Innenräume, unheimliche Räume. Alle Arbeiten, die das Museum Folkwang bis Mai 2016 zeigt, gehören zur Münchner Sammlung Goetz, die mit ihren über 500 Werken von etwa 170 Künstlern zu den weltweit wichtigsten Sammlungen ihrer Art im Bereich der Medienkunst gehören. In Kooperation mit dem Museum Folkwang zeigt die Sammlung Goetz jeden Monat im Wechsel den Film eines anderen Künstlers.

Ab dem morgigen Freitag, 12. Juni, wird Mark Leckeys „LondonAtella“ (2002) innerhalb der Ausstellung gezeigt. Peter Daners, Kurator Bildung und Vermittlung, führt anlässlich des Filmwechsels am 12. Juni, um 18.30 Uhr, in die Bild- und Raumwelten des britischen Videokünstlers ein.

In „LondonAtella“ zeigt Leckey Bilder von sinnloser Gewalt, Fantasien von Chaos und Untergang, die charakteristisch sind für die tiefen Ängste, die das Leben in Metropolen auslöst. Musikalisch unterlegt ist das Video vom Album „Radiohead“ mit 20 Cover-Versionen von Klassikern, ein Ergebnis der musikalischen Zusammenarbeit von Mark Leckey mit dem Sänger Ed Liq unter dem Bandnamen donAtella. Die Videoarbeit ist bis zum 8. Juli zu sehen.