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CDU, SPD und Grüne appellieren an Vodafone

19.09.2011 | 15:28 Uhr
CDU, SPD und Grüne appellieren an Vodafone
Mit einem Protestmarsch machten die Vodafone-Beschäftigten am vergangenen Freitag ihrer Wut über die Standortaufgabe Luft.

Essen.CDU, SPD und Grüne setzen sich für den Erhalt der rund 550 Vodafone-Arbeitsplätze in Essen ein. Das Verhalten der Unternehmensleitung sei ein Skandal, kritisierte der Essener SPD-Chef Dieter Hilser.

Die CDU-Fraktion appelliert an die Unternehmensleitung, die drohende Verlagerung von etwa 400 Mitarbeitern auf externe Unternehmen nach Cottbus oder Gelsenkirchen zu überdenken. Fraktionschef Thomas Kufen: „Der schnellere mobile Internetstandard LTE macht es für auch für Vodafone notwendig, darauf zu reagieren und den Konzern umzubauen. Der Standort Es-sen kann hier eine wichtige, marktnahe Rolle spielen.“

SPD-Chef Dieter Hilser und Grünen-Sprecher Thorsten Drewes waren sich bei einem Gespräch mit dem Betriebsrat von Vodafone einig. „Das Verhalten der Unternehmensleitung ist ein Skandal“, kritisiert Dieter Hilser. Die Beschäftigten seien bis heute nicht offiziell darüber informiert, was genau am Standort geschehen soll.

Gerüchte um ein Outsourcing an nicht tarifgebundene Firmen schafften ein Klima der Angst. „Wir fordern die Unternehmensführung auf, sofort Gespräche mit dem Betriebsrat aufzunehmen“, verlangt auch Grünen-Sprecher Thorsten Drewes. Hilser ergänzend: „Es ist keine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit zu erkennen, den Standort auszugliedern. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist sehr gut. Es muss Schluss sein, Unternehmensentscheidung rein nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung zu treffen.“

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