Busfahrer setzt Mutter vor die Tür, weil ihr Kind schreit
16.09.2011 | 17:17 Uhr 2011-09-16T17:17:00+0200
Essen. Unter Kritik steht die Essener Verkehrs-AG: Weil ein Kind ohne Unterlass schrie, hat ein Fahrer die Mutter mit ihrem Kleinkind aus dem Bus geworfen. Der Fahrer erklärte, er habe sich nicht mehr konzentrieren können. Die Evag entschuldigte sich.
Unter Kritik steht derzeit die Essener Verkehrs-AG (Evag): Einer ihrer Fahrer hatte vergangenen Samstagmittag eine Frau mit ihrer 18 Monate alten Tochter aus einem Bus der Linie 160 Richtung Stoppenberg verwiesen, weil das Kind während der Fahrt ohne Unterlass weinte und schrie. Von der Mutter ließ es sich nicht beruhigen. An der Station Bockmühle blieb der Fahrer stehen und sprach die 22-Jährige an.
Fahrer hat laut Evag gemäß der Beförderungsbedingungen gehandelt
Er erklärte, so eine Zeugin, er könne sich nicht mehr aufs Fahren konzentrieren. Um die Sicherheit aller Passagiere zu gewährleisten, forderte er sie auf, mit ihrer Tochter auszusteigen – zwei Haltestellen vor ihrem Ziel, wie die Mutter gegenüber der NRZ erklärte. Sie verließ, laut eigenen Angaben nicht ohne Protest, das Fahrzeug und schrieb später eine Beschwerde an die Evag. Die entschuldigte sich, laut Sprecher Olaf Frei, per E-Mail für den Vorfall, verwies aber auch darauf, dass der Fahrer gemäß der Beförderungsbedingungen gehandelt habe.
Die Frau wandte sich empört an einen privaten TV-Sender, der den Beitrag am Dienstagabend sendete – ohne, wie Zeugin und Evag sagen, zu berichten, dass die Frau den Fahrer beleidigt habe, als er sie ansprach. Dennoch ist die Evag einsichtig: „Es war nicht okay. Wir haben einen Beförderungsauftrag; der Fahrer wurde belehrt“, so Olaf Frei. Als Wiedergutmachung gab ein Mitarbeiter einen Blumenstrauß und ein Kuscheltier bei einer Nachbarin ab. Die Frau hatte er nicht angetroffen.

20:58
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20:13
Ich habe vier Kinder, fahre auch Bus und Bahnund finde das Verhalten des Fahrers völlig korrekt. In der Tat ist D nicht sehr kinderfreundlich, das sollte aber kein Freibrief für lustlose Eltern sein. Das Kind schreien lassen und der Rest der Welt muß es ertragen-Nö!
20:13
@20
Laut EVAG, über Facebook, sollen einige Zeugen angegeben haben, dass der Fahrer beleidigt wurde.
20:12
Zur Aufgabe eines Busfahrers gehört die Beförderung von Menschen. Und wenn er es nicht schafft, die jüngsten zu befördern, weil ihn das natürlichste der Welt, nämlich Babyschreien und -weinen, stört, dann sollte er sich einmal grundsätzliche Gedanken darüber machen, ob er überhaupt geeignet ist, diesen Beruf auszuüben. Ich verstehe es, wenn Randalierer des Busses verwiesen werden, ebenso Betrunkene oder extrem unhygienische Menschen, aber dieser Fall ist mir absolut unverständlich. Was macht dieses Sensibelchen von fahrer, wenn er in eine tatsächliche Stresssituation kommt? Ehrlich gesagt ist genau dieses Verhalten, was mich davon abhält, ÖPNV zu fahren, wenn es irgend geht. Hochgradige Mimosen und Hypersensibelchen denen ich mein Leben im Verkehr des größten Ballungsraums Europas anvertrauen soll - lieber nicht, weil mir mein Leben lieb ist!
20:11
Was ist denn hier los?
Vielleicht sollte man diese Kommentare mal an die Familienministerin schicken. Da müsste sie keine teure Studien mehr in Auftrag geben, warum in unserem Land keiner mehr Bock hat, Kinder zu kriegen.
So eine gequirlte Schei ße habe ich ja selbst hier auf derwesten noch nicht gelesen.
20:11
Gut gemacht. Weshalb sollten sich Fahrgäste schreiende Bälger aussetzen- sicherlich eine Alleinerziehende ......