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Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis

04.02.2013 | 06:00 Uhr
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
Die Von Seeckt- und Von-Einem-Straße behalten ihre Namen.

Essen.  Für ideologisch motivierte Straßenumbenennungen gibt es in Essen keine Mehrheit. Das ist spätestens seit dem Ergebnis des Bürgerentscheids klar, bei dem sich am Sonntag gut 80 Prozent der Wähler gegen die Umbenennung der Von-Seeckt- und Von-Einem-Straße aussprachen.

Die Schlacht ist geschlagen, das Ergebnis klarer als erwartet: Die Bürger haben einer Politik eine Absage erteilt, die von hoher Warte aus bestimmen wollte, welche historischen Persönlichkeiten auf Straßenschildern zu dulden sind und welche nicht. Spätestens durch das brachiale Hitler-Plakat wurde es auch Bürgern zu bunt, die sich anfangs vielleicht gar nicht so sehr für das Thema interessierten.

Wer der deutschen Geschichte Grautöne abgewinnt statt nur schwarz-weiß zu denken, braucht sich deshalb noch lange nicht die Nazi-Keule um die Ohren hauen zu lassen. Für ideologisch motivierte Straßenumbenennungen, das ist nun klar, gibt es in Essen keine Mehrheit.

Und es wäre gut, wenn die äußerst sendungsbewussten Stadtteilpolitiker sich jetzt wieder Themen zuwenden, die den Bürgern auf den Nägeln brennen, statt ihre verliehene Macht zu nutzen, um geschichtspädagogischen Hobbys nachzugehen. Der Bürgerentscheid ist vor allem eine Mahnung an die SPD, einer Partei, die mal stolz darauf war, nah beim Bürger zu sein. Beim Straßenstreit war sie es definitiv nicht.

Von Frank Stenglein



Kommentare
12.03.2013
20:07
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von lahmeente | #76

Die Generäle von-Seeckt und von-Einem: von Persönlichkeiten dieses Schlags könnte sich heute mach einer ein GROßES Stück abschneiden !!!
Mannhaft, wehrhaft, verlässlich, ehrlich, gerecht und vor allem:
NICHT OPPORTUNISTISCH!
Schämt euch, ihr gescheiterten Umbenenner

06.02.2013
11:04
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von woelly | #75

Ich halte mal fest: Hätten die SED Linken, zusammen mit Rot Grün bei dieser Säuberungsaktion obsiegt, so hätte man die Straßenschilder schon längs flach gelegt.

06.02.2013
02:01
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von drasos | #74

Dieser idiologische MIST ist echt unerträglich.

Also ich für meinen Teil schäme mich nicht im mindesten was damals passierte....
Mein Grossvater war 39 17,mein Vater wurde gar erst nach dem Krieg geboren und ICH soll mich für die Nazizeit schämen?
Auf gar keinen Fall.
Weder begrüsse ich was damals geschah noch bedaure ich es,es ist mir schlichtweg egal.
Gut es sind Millionen gestorben,na und?
Diese Menschen sind Jahrzehnte bevor ich geboren wurde gestorben.
Sie sind für mich und mein Leben VÖLLIG irrelevant.
Ich war in Dachau mit der Schule,ich war in Buchenheim,es war Geschichte aber mehr auch nicht.
Weder war ich berührt von dem was ich sah noch erschüttert...ich nahm es zur Kenntnis und danach ging der Alltag weiter.
So etwas mag den Betroffenheitsideologen unbegreiflich sein aber so ist es...es waren Dinge die man einmal gesehen haben musste,wie in einem Museum.ohne Bezug zum echten Leben.
Schuldig fühlen?
Wozu soll das gut sein?
Es ist irrelevant für das Leben von 99% der Leute.

05.02.2013
15:57
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von Alikante | #73

Der Bund der Steuerzahler hat die Weiterleitung bestätigt.

05.02.2013
14:47
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von SamdeVille | #72

"Ideologisch motiviert", so wird ein Anliegen , Strassenamen nach verdienten Bürgerinnen und Bürgern (darüber kann man natürlich streiten, wer dazu gehört) zu benennen und dabei die ein oder andere Strasse, die nach einer naziaffinen Größe benannt wurde, zu "opfern" . Zumindest bei General von Einem ist das sehr gut nachvollziehbar, andere Städte haben durchaus entsprechend gehandelt und führen diesen Strassennamen nicht mehr. Immerhin offenbart der Kolumnist mit diesem Kommentar, wo er selbst als schreibender Bürger ideologisch steht.

1 Antwort
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von wutimbauch | #72-1

Na klar - hoffentlich macht dieses Beispiel Schule - es muß ja nicht jeder Bürger so rotideologisch sein, wie es die Münsteraner bei Hindenburg waren.
Die Roten in Essen haben ganz klar Steuergelder sinnlos verprasst - schade daß sie dafür nicht haften müssen.
In Berlin wollten die Roten auch den Kaiser-Wilhelm-Platz in Marlene-Dietrich-Platz umbenennen.
Bis jetzt haben die Bürger diesen Schwachsinn abgelegt - aber die Linken werden es immer wieder versuchen.

04.02.2013
21:49
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von Rotor | #71

@ von Linksfraktion.Velbert

So, jetzt ist also die böse Zeitung schuld, dass das Ergebnis nicht so ausgefallen ist, wie Sie es sich erträumt haben.
Also meiner Meinung nach leiden Sie ganz heftig an Wahrnehmungsstörungen.

04.02.2013
21:32
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von Linksfraktion.Velbert | #70

Es ist bedenklich, wenn eine Mainstream Zeitung mit entsprechender Verantwortung Hohn und Spott über Menschen ausgießt, die sich für ein demokratisches Anliegen eingesetzt haben. Und dabei einseitig jenen Absolution erteilt, die den Streit ihrerseits populistisch aufgebauscht und ausgenutzt - und damit gewonnen - haben. Die Entscheidung der Bürger ist zu respektieren. Gut finden muss man sie deswegen noch lange nicht.

1 Antwort
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von fraka | #70-1

Ist ja widerlich,

Da kleistern diese selbsternannten Umerzieher die Straßen mit Hitler-Bildern zu und Sie werfen der Gegenseite Populismus vor.

Aber genau so seid Ihr.

04.02.2013
20:50
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von mouseball | #69

Ich glaube nicht, dass wirklich jemand an von-Seeckt oder von-Einem hängt und deshalb gegen die Rückbenennung ist. Die beiden mutmaßlichen Nationalsozialisten sind 1934 bzw 1936 gestorben, haben also nicht gerade viel von 1000jährigen Reich miterlebt. Aber nach 68 Jahren so einen Zirkus zu veranstalten und die Gemüter so zu erhitzen, halte ich für verfehlt. Die preussischen Generäle werden nach heutigen Maßstäben bewertet und gerichtet, nicht nach dem damaligen Zeitgeist. Den ProVons nun Braunes an die Hacken zu dichten, ist natürlich lupenreine Demokratie!
Apropos Zeitgeist - warum auch ausgerechnet "Irmgard" und "Ortrud"! Da lese ich immer "Mädchenviertel" und "Mädchennamen"? Hat jemand schon mal Autoaufkleber wie "Irmgard an Bord" oder "Ortruds Taxi" gesehen? Statt noch weiter zurück zu gehen, wie wäre es denn mal mit fortschreiten? Wenn den ollen Kommissköppen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit vorgeworfen wird, warum nicht das "eeckt" mit "innen" überkleben? -

04.02.2013
20:50
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von mouseball | #68

Und dem schlechten Zustand der städtischen Straßen angemessen wäre eine im-Eimer-Str schon lange fällig. Mal etwas Humor statt so bitterernster Straßennamen! Das sind noch nur Hilfstexte für Briefboten und Taxifahrer, keine Gesinnungsbekundungen, wegen derer man sich beschimpfen muss! Ziehen Protestanten etwa alle in die Martin-Luther-Str?
Bismarck war auch kein Demokrat, der hat Angriffskriege angezettelt. Alexander übrigens auch, da ist das Knabenviertel jetzt aber mal dran...

04.02.2013
19:05
Bürgerentscheid im Straßenkampf - Ein glasklares Ergebnis
von Rotor | #67

Die Initiatoren der Umbenennungsaktion wollten halt nur mal eben gute Schlagzeilen für sich produzieren und den Bürgern ungefragt Geschichtsunterricht erteilen.
Ok – jetzt ist der Schuss nach hinten los gegangen und die Initiatoren sollten gelernt haben, dass die meisten Bürger nicht immer wieder so einen alten aufgewärmten Käse vorgesetzt bekommen wollen. Ich finde, dass es wichtig war, der BV auch mal Grenzen aufzuzeigen, damit sie ihre nächsten „tollen Ideen“ auch mal zu Ende denkt.

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