Bürger sollen zu Wort kommen

Anfang des Jahres hatte der Planungsausschuss der Stadt eine Liste vorgelegt - mit Essener Grundstücken, die bebaut werden könnte. Auch in Kettwig stehen Flächen zur Disposition.

Für den Wohnungsbau und die Ansiedlung von Gewerbebetrieben stehen hier zur Verfügung: Wohnbebauung - Hegelstraße/Leibnizstraße in Ickten (2,7 Hektar), Am Stammensberg (1,5 Hektar), Icktener Straße/Karl-Juch-Straße (0,8 Hektar), Im Teelbruch/Stadtbad (0,5 Hektar); Gewerbeflächen - Teelbruch (1,7 Hektar), Teelbruch (alternativ 5 Hektar).

Vom Rat hatte der Planungsausschuss die Aufgabe bekommen, nach freien Flächen zu forschen, denn „in Essen fehlen auf jeden Fall Gewerbeflächen“, sagt Guntmar Kipphardt, Kettwigs CDU-Ratsherr. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Planungsausschusses und weiß, dass „diese Liste im Moment nur Vorschläge beinhaltet. Wir werden die Bürger auf jeden Fall mitnehmen, und sie sollen auch zu Wort kommen.“

Nachdem der Planungsausschuss in seiner Sitzung keine Entscheidung über die Vorschlagsliste gefällt hat, wurden Anfang Februar die Mitglieder aller Essener Bezirksvertretungen zu einer Informationsveranstaltung mit verschiedenen Experten eingeladen. „Rund 120 Teilnehmer sind zu diesem Termin erschienen. Ein abschließendes Ergebnis gibt es nicht, denn „es wurde auch bei diesem Termin nicht über die einzelnen Flächen diskutiert“, weiß Kipphardt.

Bislang wurde auch noch keine der Flächen, die auf der Vorschlagsliste stehen, näher untersucht. Das wird auch erst dann passieren, wenn die Politik Grünes Licht gibt. „Ich kann mir vorstellen, dass die Bezirksvertreter vor Ort auch selbst noch Vorschläge machen werden. Und Bürger, die geeignete Flächen kennen, sollen sich bitte an mich oder an die Bezirksvertretung wenden“, sagt Kipphardt.

Nach der Informationsveranstaltungen sind also die Bezirksvertretungen mit ihrer Ortskenntnis und mit ihrem Wissen um die Befindlichkeiten in den Stadtteilen aufgefordert, bei den vorgeschlagenen Flächen den Daumen zu heben oder zu senken.

Guntmar Kipphardt: „Erst, wenn die Politik Grünes Licht gibt, werden die einzelnen vorgeschlagenen Flächen auch auf ihre Eignung näher untersucht.“

Vor den Sommerferien will die Politik noch eine Entscheidung fällen und mit einer Priorisierung an die Verwaltung herantreten. „Es ist wichtig, dass die einzelnen Bezirksvertretungen frühzeitig an der Entscheidungsfindung beteiligt werden“, sagt Kipphardt. „Wir müssen auf die Kompetenz der politischen Gremien zurückgreifen und nicht in Panik verfallen. Es werden weder heute noch morgen die Bagger anrücken.“