Bündnis will über 4000 mobilisieren

Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ geht davon aus, dass es am 18. Januar trotz des Demo-Verbots durch die Polizei doch noch zu der umstrittenen Hooligan-Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz kommen wird. Das sagte Bündnis-Sprecher Max Adelmann gestern Abend im Anschluss an das zweite Kooperationsgespräch im Präsidium der WAZ.

Bereits in Hannover, Schauplatz der letzten Hogesa-Demo, habe das Verwaltungsgericht das Demo-Verbot der Polizei gekippt und den Aufmarsch unter Auflagen genehmigt.

Für den Fall, dass das Verwaltungsgericht die Hogesa-Kundgebung erlaubt, wollen sich die Gegendemonstranten um 11.30 Uhr an der Marktkirche versammeln und ab 12 Uhr über die Kettwiger ziehen. „Um 12.30 Uhr planen wir in Hör- und Sichtweite der Hogesa eine Zwischenkundgebung an der Einmündung zur Kapuzinergasse“, sagt Adelmann. Die eigentliche Kundgebung, zu der er mittlerweile mehr als 4000 Teilnehmer erwartet, soll dann um 13.30 Uhr auf dem Hirschlandplatz beginnen.

In einer gemeinsamen Erklärung sagen die katholische und evangelische Stadtkirche ein deutliches Nein zu Islamfeindlichkeit und zur geplanten Anti-Salafisten-Demo am 18. Januar in Essen. „Wir ermutigen alle unsere Gemeinden, im Sonntagsgottesdienst für Frieden, Freiheit und Gewaltlosigkeit zu beten“, heißt es. Sollte es zur Hogesa-Demo kommen, rufen beide Kirchen die Christen zur Teilnahme an der Gegendemo auf.