Bündnis fordert Demo-Verbot für „Rechte“

Das Aktionsbündnis „Essen stellt sich quer“ fordert die Polizeipräsidenten von Essen und Gelsenkirchen auf, die geplante Demonstration der Partei „Die Rechte“ am 1. Mai in Kray und Gelsenkirchen-Rotthausen zu verbieten. Wie Bündnissprecher Max Adelmann berichtet, haben Organisationen in Essen und Gelsenkirchen einen Offenen Brief an die Polizeichefs verfasst. Darin heißt es, „Die Rechte“ verfolge eine Politik in der Tradition der NS-Ideologie. Mit der Demonstration am 1. Mai, dem Tag der Arbeit und der Internationalen Solidarität, beabsichtigten die Veranstalter, „den sozialen Frieden sowie das friedliche Miteinander der Bürger der Städte massiv zu stören“. Die Demo der Rechten werde „massiven Polizeieinsatz“ provozieren, heißt es weiter.

Unterstützt wird „Essen stellt sich quer“ von der Bürgerinitiative „Kray ist bunt“ und in Gelsenkirchen von der Evangelischen Emmaus-Gemeinde, Interkulturellen Arbeitskreisen und der Merkez Moschee.

In Essen hat das Aktionsbündnis „Essen stellt sich quer“ zuletzt im Januar auf sich aufmerksam gemacht, als es zu einer Gegendemonstration gegen die am Ende verbotene Hogesa-Kundgebung aufrief, an der sich Tausende Demonstranten aus Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Sportvereine beteiligten.