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Brücken zwischen den Kulturen

09.04.2008 | 19:02 Uhr

Die Sängerin Esther Ofarim gastierte auf ihrer Comeback-Tour in der Philharmonie

Auf der Bühne ist sie eine Dame. Fein. Zurückhaltend. Ganz in Schwarz vor dem schwarzen Bühnenstoff in der Philharmonie wirkte Esther Ofarim mit ihrer Band bestehend aus Klavier, Kontrabass und Geige wie Schmuck beim Juwelier. Wertvoll und vielseitig.

Wenn sie singt, hört man noch die Stimme der jungen Frau, die zusamzmen mit Abi als Duo Esther und Abi Ofarim zu Weltruhm kam. Man hört das Leben, Esther Ofarim selbst. Wenn sie den Beatles-Klassiker "She's leaving home" singt, Leonard Cohen's "Bird on a wire" oder nicht zuletzt "Morning of my life", dann klingt ein Meer an Erinnerungen und Erfahrungen mit. Viele davon teilt sie mit ihrem treuen Publikum, das zum Ende des Konzerts fast ausnahmslos steht.

Begleitet wird Esther Ofarim am Klavier von Yoni Rechter, der das Konzert auch durch einige seiner eigenen Songs, Hebräische Lieder, und rein Jazz-Instrumentalwerke bereicherte. Das so gehörte Programm ist eine sehr internationale Mischung aus Evergreens, wie "Dirty Old Town", "Speak low" oder etwa "Mad About The Boy".

Knapp 600 Zuschauer verzauberte Esther Ofarim an diesem Abend und wünschte schließlich ihnen eine gute Nacht, ebenso international, mit Brahms Wiegenlied"Guten Abend, gute Nacht", dreisprachig gesungen: deutsch, hebräisch, englisch. Ergreifend.

Die "Dreckige alte Stadt". "Dirty Old Town", gehörte vor 40 Jahren zum Repertoire der Sängerin, als sie mit Mann Abi die Grugahalle füllte. Auch damals schlugen sie Brücken zwischen den Kulturen. Unvergessen ihr "makaberer" Song "Noch einen Tanz" über eine lebenslustige Frau und ihren totkranken Mann.

Von Virgil Grymonprez

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