Broschüre zeigt I-Dötzchen den sicheren Schulweg

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Im August beginnt für 4600 I-Dötzchen in Essen der so genannte Ernst des Lebens. Eine Verkehrswacht-Broschüre soll zum sicheren Schulweg beitragen.

Steele.. Im August beginnt das neue Schuljahr. Für gut 4600 I-Dötzchen fängt in Essen der so genannte Ernst des Lebens an. Damit sie möglichst sicher zu ihrer Schule kommen, hat die Verkehrswacht mit Unterstützung von RWE Deutschland und der Sparkasse zum dritten Mal die Broschüre „Sicher zur Schule“ aufgelegt, die kostenlos in den rund 250 Kitas in Essen verteilt werden wird. Am Freitag stellte Verkehrswacht-Vorsitzender Karl-Heinz Webels die Broschüre im VKJ-Kinderhaus „Kleine Füße“ an der Märkischen Straße in Anwesenheit von Oberbürgermeister und Schirmherr Reinhard Paß sowie des Polizeipräsidenten Frank Richter vor.

„Es geht darum, die Schwächsten im Straßenverkehr zu schützen“, sagte Karl-Heinz Webels, selbst dreifacher Großvater, zur Begrüßung. Es gehe nicht um den kürzesten, sondern den sichersten Weg. „Für die Kinder beginnt eine ganz neue Lebenswelt. Die Broschüre erinnert aber auch an unsere Verantwortung als motorisierte Verkehrsteilnehmer“, pflichtete Reinhard Paß bei. Deshalb gebe es zusätzlich eine Broschüre für die Eltern.

Das Heft im DIN-A-4-Format für die I-Dötzchen ist selbstredend kindgerecht verfasst – mit vielen Bildern und Zeichnungen. Zudem werden die Kinder animiert, sich aktiv mit dem Thema zu beschäftigen. Mal geht es darum, wichtige Verkehrsschilder auszuschneiden und an der richtigen Stelle einzukleben. Mal soll die Kleidung, die im Straßenverkehr am besten zu erkennen ist, angekreuzt werden. „Das Heft ist ein wichtiger Baustein für die Verkehrserziehung“, sagte Conny Lang, Leiterin des Kinderhauses „Kleine Füße“ und damit eine Praktikerin. 26 Mädchen und Jungen aus ihrem Haus werden ab August zur Schule gehen – die meisten im Stadtteil, wenige in anderen Stadtteilen. In Zusammenarbeit mit der Polizei gehe man den künftigen Schulweg ab, biete Elternnachmittage an und lade die Verkehrspuppenbühne ein. Zudem lernen die Kinder bei Ausflügen, wie sie sich im Verkehr verhalten sollen. Dass Erwachsene dabei nicht immer Vorbild sind, weiß Conny Lang aus Erfahrung. „Wenn ich Erwachsene sehe, die bei Rot über die Ampel gehen, macht mich das wütend.“

Die zukünftigen I-Dötzchen aus dem VKJ-Kindergarten „Kleine Füße“ gaben ihren Wunsch den Erwachsenen musikalisch mit ihrem „Zebrastreifen-Lied“ mit auf den Weg. „Mancher wird dich nie begreifen... Alle, die es nicht begreifen, tun uns nur leid“, heißt es darin.

Die Verkehrswacht bemüht sich über die I-Dötzchen-Broschüre und den Elternratgeber hinaus, die Sicherheit für die Kinder zu erhöhen. Die früheren Banner, die zum Schulstart über die Straßen gehängt wurden, gehören nicht mehr dazu. „Das war recht umständlich, da gibt es heutzutage Besseres“, erklärte Karl-Heinz Webels. So soll auf mehreren „City-Lightboards“, den wechselnden Werbeträgern in der Stadt, für Rücksicht auf die Schulanfänger geworben werden. Die gewohnten Autoaufkleber bleiben, die roten Verkehrswacht-Mützen für die I-Dötzchen gibt es auch noch.