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„Brockhoff kennt unsere Arbeit nicht“

10.10.2012 | 00:08 Uhr
„Brockhoff kennt unsere Arbeit nicht“
Dr. Dietmar Düdden, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH ( EWG ) am Dienstag, dem 21.02.2012 in seinem Büro in Essen. Foto Remo Bodo Tietz / WAZ FotoPool

Essens Wirtschaftsförderer Dietmar Düdden hat die Kritik von Makler Eckhard Brockhoff am Auftritt des Ruhrgebiets auf der Immobilienmesse Expo Real scharf zurückgewiesen. „Herr Brockhoff hat keine Kenntnis von dem, was wir hier machen“, sagte er gegenüber der WAZ.

Der Geschäftsführer des Essener Immobilienunternehmens Brockhoff & Partner hatte unter anderem kritisiert, dass sich nicht das Ruhrgebiet als Ganzes auf der Expo Real präsentiere, sondern die einzelnen Städte. Das verwirre potenzielle Investoren. Die Expo Real könne so kein Erfolg werden, prognostizierte Brockhoff.

Zentraler Ansprechpartner

Düdden wehrte sich gegen die Anwürfe: „Wir haben mit der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr einen zentralen Ansprechpartner am Gemeinschaftsstand.“ Andere Regionen hätten dies nicht. Aber, so betonte Düdden: „Das Ruhrgebiet hat keine Flächen und kann demzufolge auch keine verkaufen. Das können nur die Städte.“ Und deshalb gehörten sie ebenfalls auf die Messe. „Was Brockhoff beklagt, ist das System.“

Wie viel Ruhrgebiet muss sein, wie viel Stadt darf sein? – die Diskussion um den Auftritt des Reviers als Gesamtheit teilt Düdden grundsätzlich. „Ich wünschte mir, dass wir mehr Mittel hätten, um als Region Werbung zu betreiben. Das Image des Ruhrgebiets ist ausbaufähig“. Imagewerbung dürfe sich daher nicht auf zwei Immobilienmessen reduzieren, räumte Düdden ein.

Mit großem Unverständnis reagierte er jedoch auf Brockhoffs Kritik an der Arbeit der Wirtschaftsförderer in München. Brockhoff hatte gesagt: „Es wird wieder so sein, dass die Wirtschaftsförderer der Städte in ihren Sonntagsanzügen herumstehen und auf Besucher warten, die nicht kommen werden.“ „Das ist Blödsinn. Brockhoff kennt unsere Arbeit nicht. Ich lade ihn gerne ein“, sagte Düdden. Die Hauptarbeit werde vor und nach der Messe gemacht. 18 Termine habe er allein an den ersten beiden Tagen der Messe. Von Herumstehen könne daher keine Rede sein.

Janet Lindgens

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