Bombe an der Stadtgrenze von Bottrop und Essen entschärft

Die B 224 wurde für die Bombenentschärfung fast eine Stunde lang gesperrt. Winfried Labus / FUNKE Foto Services
Die B 224 wurde für die Bombenentschärfung fast eine Stunde lang gesperrt. Winfried Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Um 15.10 Uhr gab die Stadt Bottrop Entwarnung: Die US-amerikanische Fünf-Zentner-Bombe an der viel befahrenen B 224 ist unschädlich gemacht.

Bottrop/Essen.. In Bottrop-Welheim hat ein Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes am Dienstagnachmittag einen Blindgänger entschärft. Um 15.10 Uhr gab die Stadt Bottrop Entwarnung: Die US-amerikanische Fünf-Zentner-Bombe an der viel befahrenen B 224 sei "komplikationslos" unschädlich gemacht worden.

Der Blindgänger lag nordwestlich der Kreuzung von Prosperstraße (L 641) und B 224 (Braukstraße). Für die Evakuierung und Entschärfung hatten Stadt und Polizei die B 224 ab 14.15 Uhr nördlich des Autobahnkreuzes Essen Nord (A 42) in beide Richtungen zwischen Gungstraße und Autobahn A 42 abgesperrt. Auf der viel befahrenen Verbindung zwischen beiden Städten staute sich der Verkehr während des knapp einstündigen Einsatzes in beiden Richtungen auf etwa drei Kilometern.

Auto- und Lkw-Fahrer konnten während der Sperrung zwar von Essen aus noch auf die Autobahn 42 auffahren. Die A-42-Abfahrt Richtung Bottrop blieb aber während des Einsatzes gesperrt. Auf der Prosperstraße war der Abschnitt zwischen "Am Kämpchen" und Arenbergstraße abgeriegelt.


Auch eine Bahnlinie für den Güterverkehr und ein Pumpwerk der Emschergenossenschaft lagen in der Evakuierungszone. Von der Räumung waren nur wenige Anwohner in Bottrop betroffen.

Bei der vor Bauarbeiten vorgeschriebenen Auswertung von Luftbildern waren die Experten der Bezirksregierung auf das verdächtige Objekt an der Boye gestoßen. Bei der Ortsbesichtigung am Dienstagmittag bestätigte sich der Verdacht: Die Bombe (250 Kilo Sprengstoff) hat zwar einen der weniger gefährlichen Aufschlagzünder, muss aber schnellstmöglich entschärft werden. So schreiben es seit 2014 die neuen Richtlinien der Bezirksregierung vor.