Blitzmarathon – Essener Bürger wählen ihre Wutpunkte

Beim Blitzmarathon misst auch die Essener Polizei am 16. April das Tempo auf den Straßen.
Beim Blitzmarathon misst auch die Essener Polizei am 16. April das Tempo auf den Straßen.
Foto: Essen
Was wir bereits wissen
Beim ersten europaweiten Blitzmarathon kontrolliert die Essener Polizei am 16. April das Tempo auf den Straßen. Bürger können Problem-Stellen wählen.

Essen.. Der Blitzmarathon, an dem die Polizei 24 Stunden lang die Geschwindigkeit überprüft, findet am 16. April erstmals europaweit statt. In Essen haben die Bürger bis dahin die Möglichkeit, sich aktiv an der Auswahl der Kontrollstellen zu beteiligen. 24 Stellen haben Verkehrsexperten der Polizei vorgeschlagen, wovon die am „Voting“ teilnehmenden Bürger 16 Kontrollstellen bestimmen können.

Ausgesucht wurden die Kontrollstellen, nach den Verkehrsunfällen mit Personenschäden oder hohen Sachschäden, die sich dort ereignet haben. Ausgewählt wurden zudem besonders schützenswerte Bereiche (z.B. Schulen, Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser) und einige sogenannte „Wutpunkte“. Diese Stellen hatten meist Anwohner gemeldet, anschließend haben Experten sie überprüft.

400 Vorschläge im Vorjahr

Das Polizeipräsidium hofft auf eine rege Teilnahme von Bürgern, die in ihrer Voting-Mail weitere Angaben zum Grund ihrer Abstimmung nennen können. Falls Interesse am Besuch einer Kontrollstelle am 16. April besteht, werde die Polizei versuchen, einigen Wünschen der Essener nachzukommen.

Im Vorjahr erhielt die Polizei 400 Vorschläge, darunter einen Brief von der Franz-Dinnendahl-Realschule. Beim Blitzmarathon wurde dort eine Frau mit 59 km/h gemessen – in Tempo-Zone 30. Nur, weil die Kinder selbst gemessen hatten, war diese Messung nicht offiziell. Insgesamt kontrollierte die Polizei im September 9875 Fahrzeuge, 213 Fahrer waren zu schnell unterwegs.