Blindgänger lag neben Feuerwehr-Hauptwache

Sprengmeister Peter Giesecke vom Kampfmittelräumdienst rückte am Montag im Ostviertel an, um den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen – mit Erfolg. Um 20.08 Uhr war die Bombe entschärft.

Ein Baggerfahrer hatte die englische Fünf-Zentner-Bombe mit seiner Schaufel auf der Baustelle aufgenommen, wo im Ostviertel an der Eisernen Hand/Barbarakirchgang die Feuerwehr-Wache erweitert wird. So lag auch die Leitstelle der Feuerwehr im Evakuierungsbereich. Dort gehen alle Notrufe der Essener ein. „Weil die Räume aber vom Fundort der Bombe abgewandt liegen, konnten die Wehrleute in der Wache bleiben und Einsätze wie gewohnt koordinieren“, beruhigte Stadtsprecherin Jeanette von Lanken.

1000 Anwohner hingegen mussten ihre Wohnungen in der Evakuierungszone (250-Meter-Radius) räumen. Ab 17 Uhr forderten Mitarbeiter des Ordnungsamtes sie per Lautsprecher auf, ihre Häuser zu verlassen. Betroffen war auch das Richard-Schmücker-Haus, eine Einrichtung mit betreutem Wohnen für Senioren. Sie wurden mit einem Evag-Bus in die Sammelstelle in der Frida-Levy Gesamtschule gebracht.

Im Umkreis von 500 Metern konnten Anwohner in ihren Häusern bleiben, sie mussten jedoch während der Entschärfung Abstand zu den Fenstern halten und sich an der von der Bombe abgewandten Hausseite aufhalten. Zudem hatte das Ordnungsamt Sperrstellen an den Straßen errichtet, davon betroffen waren auch die Buslinien 154, 155, 160, 161 und die 166.