Wieder Banner über der A40 – Polizei nimmt Verdächtige fest

Erst am vergangenen Dienstag wurde ein politisches Banner an der A40-Fußgängerbrücke in Frillendorf gemeldet. Am Freitagmorgen nahm die Polizei zwei Verdächtige fest.
Erst am vergangenen Dienstag wurde ein politisches Banner an der A40-Fußgängerbrücke in Frillendorf gemeldet. Am Freitagmorgen nahm die Polizei zwei Verdächtige fest.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Polizei erwischt junge Männer beim Anbringen der Transparente
  • Zwei 25-Jährige aus Mülheim festgenommen
  • Ermittlungen, ob Gruppe auch die andere Banner aufgehangen hat

Essen-Frohnhausen.. Die Polizei hat am frühen Freitagmorgen zwei 25-Jährige aus Mülheim festgenommen, nachdem sie Banner auf der A40-Fußgängerbrücke in Frohnhausen befestigt hatten. Gemeinsam mit einem dritten jungen Mann waren sie gerade beschäftigt, ein Transparent mit der Aufschrift „Merkel muss weg“ und „Asylchaos stoppen“ an der Brücke zwischen der Paul-Goerens-Straße und der Adelkampstraße anzubringen. Eine Streife beobachtete das Trio dabei.

Beim Anblick des herannahenden Polizeiwagens rannte das Trio davon. Die Beamten spurteten hinterher und konnten zwei von ihnen in einer Sackgasse auf der Adelkampstraße festhalten. Der dritte im Bunde konnte entkommen. Die Transparente nahmen die Polizisten ab. Nach ihren Vernehmungen kamen die beiden 25-jährigen Mülheimer wieder auf freien Fuß.

Die Polizei ermittelt nun, ob die Gruppe auch für das Anbringen weiterer Transparente an Autobahnbrücken in den vergangenen Tagen in Frage kommt.

Die Verbreitung der Botschaft "Merkel muss weg" indes sei nicht verboten, das sehen auch die Essener Staatsschützer so: Die Forderung sei abgedeckt durch das Grundrecht der Meinungsfreiheit.

Aber, so Polizeisprecher Lindemann: Das Anbringen von Bannern an Brückengeländern über Autobahnen sei laut Paragraph 9, Absatz 6 des Bundesfernstraßengesetzes verboten. Eine Ausnahme könne nur die zuständige Kommune, hier also: die Stadt Essen mit einer Sondergenehmigung erlauben.