Polizei sucht nach A40-Unglück flüchtigen Lkw-Fahrer
14.04.2010 | 13:15 Uhr 2010-04-14T13:15:00+0200
Essen/Gelsenkirchen.Der Unfall eines Sattelzuges hat in der Nacht für Chaos auf der A40 bei Kray gesorgt. Der Abschnitt war fünf Stunden gesperrt, der Verkehr staute sich auf bis zu zehn Kilometer. Die Polizei sucht nun den flüchtigen Fahrer eines Transporters, der das Ausweichmanöver ausgelöst hatte.
Ein umgekippter Lastzug auf der A40 hat am frühen Mittwoch-Morgen für Verkehrsprobleme gesorgt. Der Lastwagen war in der Nacht um 1:15 Uhr in Höhe der Anschlussstelle Kray/Gelsenkirchen-Süd von der Fahrbahn abgekommen, weil er einem anderen vorausfahrenden Lkw ausweichen musste, der unvermittelt auf den mittleren Fahrstreifen gewechselt war.
Durch sein Ausweichmanöver schrammte der 62-Jährige mit seinem Stattelschlepper etwa 100 Meter an der Mittelleitplanke entlang und kippte anschließend um. Der Fahrer des Gefahrguttransporters wurde dabei leicht verletzt. Der Gesamtschaden wird auf rund 200.000 Euro beziffert. Die Polizei sperrte die Autobahn in beide Fahrtrichtungen für mehrere Stunden. Die Feuerwehr war zeitweise mit 30 Fahrzeugen und 90 Einsatzkräften vor Ort.
Die Ladung bestand unter anderem aus Fässern mit Hydrauliköl, Schmierfetten, Kanistern mit Reinigungsmitteln, Säcken mit Zucker, Spülmaschinenreinigern und wenigen Gebinden mit Chemikalien, die unbeschädigt blieben. Durch den Unfall waren die Kisten, Kartons und Fässer durcheinander gewirbelt und teilweise auf die Straße geschleudert worden. Zudem mussten mehrere hundert Liter Diesel aufgefangen und in Fässer umgefüllt werden.
In Richtung Dortmund wurde die Strecke gegen 6 Uhr wieder freigegeben. In Fahrtrichtung Venlo war gegen 8 Uhr noch ein Fahrstreifen gesperrt. Der Verkehr staute sich zeitweise auf bis zu zehn Kilometer. Selbst am Mittwochmittag hielten die Störungen noch an.
Da keine Angaben zum flüchtigen Lkw vorliegen, sucht die Polizei nach Hinweisen, die die Autobahnwache in Moers unter Tel.: 02151 / 634 6502 entgegennimmt.
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