86-Jährige verjagt Trickdiebin aus ihrer Wohnung
19.02.2010 | 14:26 Uhr 2010-02-19T14:26:00+0100Essen.Alles andere als naiv zeigte sich eine 86-Jährige Rentnerin, die am Donnerstag eine mutmaßliche Trickdiebin aus ihrer Wohnung An St. Ignatius verjagte. Die Polizei rät, sich Besucher vor dem Öffnen der Tür genau anzusehen.
Eigentlich hatte sie gegen 9.45 Uhr ihre Haushaltshilfe erwartet und so drückte eine 86-Jährige Rentnerin arglos den Türöffner, als es am Donnerstagvormittag an ihrer Wohnungstür klingelte. Erst als die Frau bereits in der Wohnung stand, bemerkte die stark sehbehinderte Dame, dass es sich bei ihrem Gast um eine Fremde handelte, die sich auch noch als ziemlich dreist erwies. Ohne Aufforderung ging die Unbekannte durch die Räume und versuchte, einige Schränke zu öffnen. Als sie schließlich auch noch versuchte, der Mieterin ein paar Hausschuhe anzudrehen, wurde es der Seniorin zu bunt: Sie verwies die mutmaßliche Trickdiebin ausdrücklich der Wohnung - und hatte Erfolg.
Die korpulente Frau ist circa 50 Jahre alt und mit 1,50 bis 1,60 Meter relativ klein. Sie spricht mit vermutlich osteuropäischem Akzent. Am Donnerstag trug sie einen langen Mantel und eine beigefarbene Baskenmütze. Ihre Ware zog sie in einem Trolli hinter sich her.
Enkeltrick
Am Mittwoch erst sollten in Essen-Kupferdreh zwei Rentnerinnen kurz nacheinander mit dem so genannten Enkeltrick überlistet werden. Zum Glück wurden auch diese 84 und 85 Jahre alten Damen misstrauisch und trauten den Betrügern nicht über den Weg. Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. 0201-829-0.
Die Polizei warnt vor Betrügern und Trickdieben, die mit unterschiedlichen Maschen versuchen, Geld und Wertgegenstände zu ergattern. Folgende Verhaltensregeln können helfen, sich vor Dieben und Gaunern zu schützen:
- Bei Anrufen angeblicher Verwandter (zum Beispiel Enkel) in finanzieller Notlager unter der bekannten, nicht der vom Anrufer angegebenen Telefon- oder Handynummer zurückrufen. Anschließend am besten einen weiteren Familienangehörigen hinzuziehen und sich mit diesem beraten.
- Fremden, die als Vertrauensperson angeblicher Verwandter kommen, niemals Bargeld aushändigen. Betroffene sollten auch Anzeige erstatten, wenn sie schon auf einen Betrüger oder Dieb hereingefallen sind.
- Von Fremden niemals aus Gefälligkeit angeblich teure Dinge kaufen.
- Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder aber das Fenster genau anschauen und immer Sprechanlage oder Türspaltesperre benutzen. Bei unbekannten Besuchern die Nachbarn hinzuziehen oder Besucher zu einem späteren Termin bestellen, wenn eine Vertrauensperson dabei sein kann. Wird der Besucher zudringlich, empfiehlt die Polizei ein energisches Auftreten.
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