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Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen

27.05.2010 | 06:00 Uhr
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen

Essen.Nach seinen umstrittenen Äußerungen ist Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck („Homosexualität ist Sünde“) vom „Forum Essener Lesben und Schwule“ zu einem Gespräch eingeladen worden – bisher ohne Erfolg.

Das „Forum Essener Lesben und Schwule“ hat Ruhrbischof Overbeck nach dessen umstrittenen Äußerungen zu einem Gespräch eingeladen. Ein Einladungsschreiben sei am 27. April verschickt worden, berichtet Forums-Sprecher Horst Schmitz. Man habe keine Reaktion erhalten. „Wir müssen nun davon ausgehen, das der Ruhrbischof ein Gespräch nicht will. Hunderte von gleichgeschlechtlichen Christen im Bistum Essen werden wieder von der katholischen Kirche brüskiert.“

Im April hatte Overbeck in der ARD Homosexualität als „Sünde“ bezeichnet, die der „Natur von Mann und Frau“ widerspreche. „Seitdem schlagen natürlich auch bei uns die Wellen hoch“, sagt Horst Schmitz. Das Forum hätte gerne mit dem Bischof Fragen erörtert, die homosexuelle Christen betreffen – auch Bistumsmitglieder.

Martin Spletter

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Kommentare
20.09.2010
22:46
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von SCHWUL 1 | #101

Das es soetwas im 21. Jahrhindert noch gibt. Kein Wunder dass soviele aus der Kirche austreten. Ich selbst schwul und katholik (leider) bin dann heute morgen ausgetreten und glaube auch nicht mehr. Kirche ist für mich einfach die Ideotie von Irren.

15.06.2010
20:42
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von Morgen | #100

Wie viele Frauen und Kinder hat der Pabst, oder ist er schwul?

Die katholische Kirche, ein Gebäuder voller Lügen, Verleugnungen und Betrügereien.

Sehr wichtig ist die Klärung:
Was ist mit den Gewaltopfern?
Was ist mit den Sexualopfern?

Aber auch wichtig ist:
Was ist mit Gewissen und Psyche?
Was ist mit allen Kinderopfern, zu denen ihre Zölibatväter nicht stehen dürfen?
Was ist mit allen Mütteropfern, zu denen ihre Zölibatmänner nicht stehen dürfen?
Was ist mit allen Kindern, zu denen ihre Nonnenmütter nicht stehen dürfen?
Was ist mit allen Nonnenmüttern, die zu ihren Kindern nicht stehen dürfen?
Was ist mit allen Vätern von den Kindern der Nonnenmütter?
Was ist mit den Pfarrhaushälterinnen?
Was ist mit allen, die unter den Gegebenheiten leiden müssen?
Was ist mit den gleichgeschlechtlichen Opfern von Zölibatmännern?
Was ist mit den gleichgeschlechtlichen Opfern von Nonnen?

Aufklärung dringend erwartet!

08.06.2010
11:17
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von werneralberts | #99

Der Essener Bischof Overbeck diskutiert morgen, Mittwoch, 9. Juni, um 19.30 Uhr im Dom mit der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer. Thema: Die Sex-Moral der kath. Kirche inkl. Homosexualität. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Domgespräche. Eintritt frei. Wieviele der zahlreichen schwulen kath. Priester kommen, war nicht zu erfahren.

08.06.2010
09:18
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von stefan112 | #98

Schon seltsam, ein Bischof, der nicht (mehr) mit seinen Mitbrüdern spricht/ sprechen will??? Gibt´s doch gar nicht, oder?!?!? Gibt´s doch!??!?! Na sowas...

06.06.2010
10:17
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von umonie | #97

Da sind wir Protestanten besser dran denn;
Lieber eine Bischöfin die säuft, als viele pädophile, sadistische Bischöfe.

05.06.2010
15:23
Blockierter Kommentar.
von R.D.W. | #96

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

29.05.2010
01:02
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von M. Bauer | #95

Ich denke, dass Herr Overbeck nicht lange Ruhrbischof bleiben wird. Ihn scheint es nach Rom zu ziehen...
Schon am Beispiel des neuen Limburger Bischofs (Entlassung eines Priesters, weil der ein schwules Paar segnete) wurde deutlich: wer unter Ratzinger Karriere machen will, tut dies, indem er nur ordentlich auf Homosexuelle draufhaut. So, wie es Ratzinger ja schon über Jahrzehnte tut. Homosexualität scheint DAS Lieblingsthema Ratzingers schlechthin zu sein, niemand aus der römisch- katholischen Kirche hat sich so auffällig oft zu diesem Thema geäußert.
Wie das zu deuten ist überlasse ich gern Psychologen oder dem halbwegs kritischen Leser :-)

So auch Walter Mixa: dieser hatte schon zu seiner Zeit als Militärbischof markige Sprüche über Schwule gerissen. 2005 war es die erste Personalentscheidung des deutschen Papstes in seiner Heimat, Mixa zum Bischof von Augsburg zu ernennen... Kardinal Lehmann hat jüngst sinngemäß betont, er habe wohl nichts vom Lebenswandel seines Kollegen bemerkt. Was meinte der bloß mit Lebenswandel? :-)

Uta Ranke- Heinemann hat den Vatikan mal als Biotop für Schwule bezeichnet. Und dieses Biotop scheint gewisse Zugangsvoraussetzungen zu haben :-)
Dass diese Haltung, gepaart mit der erneut gefahrenen Vertuschungsstrategie bei den Missbrauchsfällen, beim Kirchenvolk aber kaum mehr glaubhaft rüberkommt, beweisen die steigenden Kirchenaustrittszahlen!

29.05.2010
00:52
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von Wolfgang Stocker | #94

@mbuerger:
Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Nach der Lehre der Kirche kann die Achtung gegenüber homosexuellen Personen in keiner Weise zur Billigung des homosexuellen Verhaltens oder zur rechtlichen Anerkennung der homosexuellen Lebensgemeinschaften führen.

Diese beiden Sätze muss sich der geneigte Leser auf der Zunge zergehen lassen. Also ist auch eine nicht unehebliche Anzahl von Menschen in der Kirche betroffen. Nach der Lehre der Kirche, ja, das ist das Eingeständnis, dass die Bibel, die heilige Schrift, genau das so nicht hergibt. Hier bildet sich die führende Kaste eine Meinung und verkauft sie als richtig. In fast jedem Gemeinwesen - und vor allem Vereinen - sind die Mitglieder das höchste Gremium, weil sie die wichtigsten Elemente des Gesamten sind. Ameisen können ohne Königin leben, aber die Königin nicht ohne Ameisen. Die Meinung des normalen Volkes hat sich längst geändert, die Oberen halten in altväterlicher Tradition daran fest.
Die Natur hat Homosexualität vorgesehen. Nach neueren Forschung hat ein gewisser Anteil von Homosexualität auch einen biologischen Vorteil gehabt. Homosexuelle Männer waren nicht durch die Versorgung einer Familie von der Jagd abgelenkt und versorgten die Gemeinschaft mit. Übrigens ist das übertragen ja auch indirekt eine der Begründungen für das Zölibat. Ob das nun seit 300 Jahren oder 900 Jahren so ist, spielt keine Rolle. Fakt ist, der Zölibat wurde eingeführt, um eine Verarmung der Kirche zu verhindern. Alternativ gab es noch Enthaltsamkeitsgebote für Priester, die aber anscheinend nicht eingehalten wurden.

Ich wurde im Sinne dieser Kirche erzogen und geprägt. Viele meiner Handlungen waren von christlichem und katholischem Gedankengut geprägt. So etwa legt mann/frau nicht einfach ab, wie die Mitgliedschaft in einem Kaninchenzüchterverein. Auch das weiss die Kirche sehr genau und legt die Rituale genauso so, das viele sich nicht wirklich entscheiden können und sich an ihr vorher - auch durch die Eltern - gegebenes Wort gebunden fühlen.

Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Davon merke ich bei der Reaktion der Kirche leider nur wenig, auf das Mitleid kann ich übrigens gerne verzichten.

Ihr Beitrag hat mich jedenfalls überzeugt, endgültig aus der Kirche auszutreten.

28.05.2010
14:42
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von werneralberts | #93

@67: Die kath. Kirche kann reden, was sie will (Märchen von der Dauerjungfrau, Verwandlung von Brot in Fleisch und Wein in Blut und ähnlichen Unsinn), sie hat aber nicht das Recht, andere zu beleidigen. Genau dies tat der Herr Overbeck aus Essen. Wenn er Homosexualität für eine Sünde hält, na, darüber kann man nur lachen. Aber er hat noch mehr gesagt, nämlich: das Wort widernatürlich. Overbeck ist so dumm, dass er die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft leugnet (darin ist die kath., Kirche ja groß, Kopernikus wurde eben erst umgebettet), wonach Homosexualität eine von mehreren Formen der Sexualität ist. Das Wort widernatürlich ist eine Beleidigung. Schlimm ist auch, dass er damit 25 bis 40 Prozent seines eigenen Ladens beschimpft. Immerhin ist eben erst einer seiner Domkapitulare wegen Missbrauchs zu 14 000 € Bußgeld verurteilt worden.

28.05.2010
14:22
Bischof Overbeck spricht nicht mit Schwulen
von . | #92

Ich bin weder gläubig noch Mitglied der rk Kirche und betrachte alle Aussagen aus dieser Richtung mit gesunder Distanz. Genauso kritisch hinterfrage ich allerdings die Forderungen einger Homosexueller.

Zu einer freien Gesellschaft gehört für mich, dass ich auch die Kritiker kritisieren darf - und da wird mir wohl jeder zustimmen müssen.

Die Homosexuellen begeben sich m.E. in der Kirchendiskussion auf dünnes Eis, indem sie Meinungsfreiheit für sich fordern und gleichzeitig der Kirche keine Meinung zugestehen, diese ebenfalls verunglimpfen, als religiösen Wahn bezeichnen.
Wer Toleranz fordert, sollte zunächst mal bei sich selbst anfangen.

Die Diskussion wird von beiden Seiten sehr subjektiv geführt. Dabei stehen die Bedingungen beiderseits unveränderbar fest und können m.E. nicht zusammenpassen.

Und warum auch sollte sich die Kirche so verbiegen, dass sie es jedem rechtmacht?
Der Schutz von Ehe und insbesondere Familie ist einer der Grundpfeiler der kath. Kirche. Wer weiß schon, ob nicht die Hälfte aller Kirchenmitglieder austritt, wenn plötzlich homosexuelle Beziehungen unter den besonderen Schutz der Ehe gestellt werden?

Was wollen Menschen überhaupt von einer Kirche, deren grundsätzliche Werte sie ablehnen?
Es ist doch keiner zur Mitgliedschaft gezwungen.
Es steht auch im Grunde jedem frei, eine eigene Religionsgemeinschaft zu gründen. Bei entsprechender Mitgliederanzahl und unter Einhaltung verwaltungstechnischer Formalitäten steht auch einer Erhebung zur Körperschaft des Öffentlichen Rechts nichts entgegen.

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