„Bilden Sie aus, bilden Sie aus, bilden Sie aus!“
29.07.2010 | 20:25 Uhr 2010-07-29T20:25:00+0200
Essen. Die Schulabgänger haben für einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote gesorgt. 1560 Jugendliche aus Essen suchen noch eine Lehrstelle. Wer jetzt nicht vorsorge, dürfe sich über fehlende Fachkräfte nicht beklagen, mahnt die Agentur für Arbeit.
„Bilden Sie aus, bilden Sie aus, bilden Sie aus!“ – Mit Blick auf die Zahlen ist dies für Andrea Demler, die operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit, die Botschaft der Stunde. Bereits in zwei, drei Jahren, noch einmal abgebremst durch den doppelten Abi-Jahrgang 2013, wird die Zahl der jugendlichen Schulabgänger „drastisch einbrechen“. Wer jetzt nicht vorsorge, dürfe sich über fehlende Fachkräfte nicht beklagen. In diesem Jahr allerdings ist es eher umgekehrt: 1560 Jugendlichen stehen derzeit noch 660 offene Stellen gegenüber, dazu kommen weitere 163 außerbetriebliche Ausbildungsplätze, „das ist alles noch sehr eng“, sagt Andrea Demler.
Es ist in der Tat vor allem der Lehrstellen-Markt, der in den Sommermonaten voll auf den Arbeitsmarkt durchschlägt: Im Juli zählte die Agentur für Arbeit exakt 34.665 Frauen und Männer ohne Job, 770 mehr als im Vormonat. Die Quote erhöhte sich damit leicht um 0,2 auf 12,2 Prozent. Schuljahresende und das Auslaufen vieler Lehrverträge machten sich bemerkbar, so die Agentur. Dies wird vor allem bei der Zahl der jüngeren Arbeitslosen (unter 25 Jahren) deutlich: Sie stieg um 565 auf 3511. Dennoch liegt der Wert deutlich unter des Vorjahres. Wie man auch insgesamt am Berliner Platz von einer „Belebung“ des Arbeitsmarktes spricht: Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat angezogen, 1517 offene Stellen wurden im Juli gemeldet, 173 mehr als im Vormonat, 293 mehr als vor einem Jahr. Auch wenn die Schulabgänger die positive Entwicklung überdecken – aber seit Jahresbeginn fanden 14.248 Frauen und Männer in Arbeit, 8.988 davon auf dem ersten Arbeitsmarkt. Ein Plus gegenüber 2009 von immerhin 20,6 Prozent. 893 Menschen half die Agentur in die Selbstständigkeit, in 947 Fällen zahlte man Eingliederungszuschüsse.
300 Firmen in Kurzarbeit
Etwas eingetrübt werden Bilanz und Ausblick lediglich durch die noch recht hohe Zahl von Unternehmen, die sich mit Kurzarbeitergeld über Wasser halten. 300 stehen am Berliner Platz noch auf der Liste, 700 waren es zwar noch im Januar, „aber da sind wir noch nicht ganz raus“, sagt Andrea Demler.
Dass die Agentur auf allen Feldern versucht, Menschen in Arbeit zu bringen, dafür steht auch Katharina Helm. Die 19-Jährige aus Hamm wurde vom „Mint“-Team, das vor allem Bewerber für Berufe mit einer Nähe zu Mathe, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik sucht, für einen Lehrstelle als Mediengestalterin herausgefiltert und gezielt an die Werbe-Agentur „van Loon Kommunikation“ in Rüttenscheid vermittelt. „Ich hätte gar nicht die Zeit gehabt, 80 Bewerbungen zu sichten“, sagt ihre neue Chefin Betty van Loon. So aber half ihr die Agentur. 95 Stellen hat „Mint“ derzeit im Angebot. Auch dies nur ein weiterer Ansatz, um alle 4681 Jugendliche in Essen in Ausbildung zu bringen. Andrea Demler ist optimistisch: „Wir werden am Ende für jeden etwas finden.“
23:43
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23:43
Aha: Man dürfe sich über fehlende Fachkräfte nicht beklagen. Machen die trotzdem, egal wie der aktuelle Nrüderle dann heißen mag. Tarifunkundige soll der anlocken, die, sobald sie Wohngeld o.ä. beantragen, rausgeschnmisssen werden aus Schland. Siehe Bochum: Ein Rabbiner: raus! Siehe Sarkotzy: ALLE raus! Berlusconi und seine Nordfaschisten: ALLE weg!
Die hierzulande was lernen, die gehen ja auch gerne, nur ich komm nicht mehr weg. Weg vom Ausbeutertum.
Und -holmark- NIE werde ich einem, der sucht, woher die Lücke im Lebenslauf am 13. 05. 1988 kommt. DAS geht EUCH nichts an. Get it!
15:22
Ich suche immer noch eine(n) Auszubildende(n). Voraussetzung: Lesen, schreiben und Rechnen können. Bisher nur Versager, selbst bei einfachen Tests.