Best soll Hülsmann als Stadtdirektor folgen
26.10.2010 | 10:16 Uhr 2010-10-26T10:16:00+0200
Essen.Seit zwölf Jahren ist der studierte Raumplaner Hans-Jürgen Best (SPD) Planungsdezernent der Stadt Essen , jetzt soll er die Nachfolge von Christian Hülsmann antreten, der Ende Oktober in den Ruhestand geht.
Seit zwölf Jahren ist der studierte Raumplaner Hans-Jürgen Best (SPD) Planungsdezernent der Stadt Essen - jetzt soll seine Position in der Stadt aufgewertet werden: Best wird wohl ab 30. Oktober neuer Stadtdirektor - und wäre damit Stellvertreter von Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD). Dies sieht zumindest die Vorlage der Stadtverwaltung an den Rat vor, die am Mittwoch behandelt werden soll.
Best tritt somit - zumindest vom Titel her - die Nachfolge des bisherigen Stadtdirektors Christian Hülsmann (CDU) an, der Ende Oktober mit 60 Jahren nach 44jähriger Verwaltungstätigkeit auf eigenen Wunsch in den Ruhestand geht. Hülsmann war acht Jahre lang als Dezernent zuständig für zentrale Essener Themen: Ordnung, Personal, Feuerwehr, Sport und Bäder.
Allerdings darf sich Best nicht um mehr Themen als Planung kümmern: Die Bereiche Hülsmanns werden an andere verteilt. Die recht rustikalen Fans von Rot-Weiß Essen, die lautstarken Kinder im gefährdeten Freibad Dellwig, die in feinen Tüchern gehüllten Gäste des Aalto-Opernhauses - zwischen sehr unterschiedlichen Polen muss sich künftig der bisher für Kultur und Integration zuständige Dezernent Andreas Bomheuer bewähren.
Bomheuer muss sich zwischen Kultur und Sport bewegen
Denn ab November wird der vor anderthalb Jahren von den Grünen vorgeschlagene 58-jährige Dezernent seine Aufgabenfülle verdoppeln: Mit dem Weggang des bisherigen Stadtdirektors Christian Hülsmann werden Bomheuer dauerhaft die Bereiche Sport und Bäder zugesprochen, die bisher Hülsmann betreute. Dies sieht eine entsprechende Vorlage der Verwaltung für den Rat der Stadt für die Sitzung am Mittwoch vor. Damit muss sich Bomheuer mitten im harten Sparkurs der Stadt zwischen den Antipoden Sport und Kultur bewegen. In der Vergangenheit hatten sich des öfteren die Sportler beschwert: Sie würden eifrig sparen, während die Kulturleute immer mehr öffentliches Geld kosteten, behaupteten Sportfunktionäre.
Die anderen Aufgaben von Hülsmann werden erst einmal für ein Jahr zwischengeparkt: Bei Kämmerer Lars Klieve (CDU). Denn zwölf Monate lang nach Ausscheiden von Hülsmann darf die unter Sparanordnung von Düsseldorf stehende Stadt ihre Dezernenten-Stelle aus Kostengründen nicht besetzen. Zuständig für Ordnung, Feuerwehr, Personal und dem städtischen Computerdienstleister „Essener Systemhaus“ wird damit für eine Übergangszeit Klieve. SPD-Mann und Planungsdezernenten Best wird wohl von Hülsmann den Titel „Stadtdirektor“ erben, aber nicht Teile seiner Aufgaben übernehmen.
Dafür soll ein neuer Dezernent gesucht werden - für Herbst 2011. Der Zuschnitt des Dezernates ist jedoch noch völlig unklar - darüber will die Verwaltungsspitze mit den Fraktionsführungen in den nächsten Monaten verhandeln. Denn nach der NRW-Gemeindeordnung entscheidet nicht der Oberbürgermeister, sondern der Rat der Stadt mehrheitlich über Zuschnitt und Personen der weiteren Verwaltungsspitze. Damit spielt wohl wieder CDU-Fraktionschef Thomas Kufen, Führer des informellen Mehrheitsbündnisses aus CDU, FDP, Grünen und EBB, eine entscheidende Rolle.
21:32
Nein, bitte nicht. Was tut ihr euch da an in Essen ! Schlimmer gehts nimmer ! Nach dem neuen OB ist das fast der Todesstoß
19:25
pfosten geht,pfosten kommt.
18:52
pro Hubertus als Nachfolger!
13:59
... und es müßte feines Tuch heißen ist aber eh egal.
13:56
Die recht rustikalen Fans von Rot-Weiß Essen, die lautstarken Kinder im gefährdeten Freibad Dellwig, die in feinen Tüchern gehüllten Gäste des Aalto-Opernhauses - zwischen sehr unterschiedlichen Polen muss sich künftig der bisher für Kultur und Integration zuständige Dezernent Andreas Bomheuer bewähren.
Wie einfach strukturiert muss ein Schreiber sein, um solche Schubladen zu bedienen?