Berater soll „Via“ beim Sparen helfen

Das für Essen, Duisburg und Mülheim gegründete Nahverkehrsbündnis „Via“ bekommt auf seinem Sparkurs demnächst Schützenhilfe von externen Beratern. Darauf haben sich die Oberbürgermeister und Fraktionsspitzen von SPD und CDU aus allen drei Städten bei einem Treffen am vergangenen Freitag geeinigt.

Erst vor wenigen Wochen hatte Regierungspräsidentin Anne Lütkes den beteiligten Städten in einem geharnischten Brief vorgeworfen, nach wie vor zu teuer zu sein: „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“

Jetzt räumen die so Gescholtenen Fehler ein, wollen sich wieder auf das besinnen, was sie einst zusammenbrachte: der Wunsch, wirtschaftlicher zu arbeiten, den Nahverkehr städteübergreifend zu optimieren und gemeinsame Strukturen zu erarbeiten.

„Leider ist dieses Ziel ein wenig aus dem Blick geraten“ stellen Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (Mülheim), Oberbürgermeister Reinhard Paß (Essen) und Oberbürgermeister Sören Link (Duisburg) fest. Ein Grund: Die verschiedenen Akteure hätten „vielleicht nicht zu jeder Zeit an dem gleichen Bild gezeichnet.“

Das soll jetzt anders werden, und helfen wird dabei ein unabhängiger externer Berater, der nicht nur inhaltliche Hilfestellung geben, sondern auch den anstehenden Prozess begleiten und moderieren kann. Ausdrücklich geht es „nicht um die Erstellung eines weiteren Gutachtens für den Schrank“, heißt es.

Da liegen wohl schon genug.