Bauantrag für neues RWE-Stadion ist gestellt
24.11.2009 | 15:58 Uhr 2009-11-24T15:58:00+0100
Essen. Dem Bauordnungsamt der Stadt liegt der Bauantrag für das neue Fußballstadion an der Hafenstraße vor. Noch aber stehen Fragezeichen hinter dem Projekt. Klar ist, dass Essen die Finanzierung aus Haushaltsmitteln stemmen will - und andere Investitionen zurückgestellt werden müssen.
Wichtig ist auf dem Platz, heißt es im Fußball. Aber von kurzfristigen Erfolgserlebnissen wollen sich die politischen Entscheidungsträger im Rathaus nicht drängen lassen. Daran hat auch der 2:0-Sieg von Rot-Weiss Essen gegen Waldhof Mannheim am vergangenen Freitagabend nichts geändert.
Der Bau des neuen Stadions an der Hafenstraße geht somit allenfalls seinen sozialistischen Gang. Ein Treffen zwischen Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) und Fraktionsvertretern kam gestern über Lippenbekenntnisse nicht weit hinaus. „Alle wollen das Stadion”, so ein Teilnehmer. Doch über das vorliegende Finanzierungsmodell wird der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch nicht entscheiden; ein Beschlussvorschlag der Verwaltung soll nach NRZ-Informationen zurückgezogen werden.
Baugenehmigung in drei Monaten
Gleichwohl drehen sich hinter den Kulissen die Räder weiter. Dem Bauordnungsamt liegt inzwischen ein Bauantrag für die 31 Millionen Euro teure Arena vor. Eine Baugenehmigung dürfte in spätestens drei Monaten erteilt werden. Dem Bauherrn blieben dann drei Jahre Zeit, den Neubau anzugehen. Die nächste Überprüfung der maroden Haupttribüne durch die Bauaufsicht steht Mitte 2010 an...
Es sind also derzeit nur Mosaiksteinchen, die sich in Sachen Stadion zu einem Bild zusammenfügen. Der Bauantrag ist so eines; ein weiteres wird der Rat am morgigen Mittwoch hinzufügen, wenn er dem Verkauf des Baugrundstücks an die städtische Grundstücksverwaltung GVE zustimmt. Noch ist das Areal im Wert von knapp drei Millionen Euro im Besitz der Sport- und Bäderbetriebe. Für die Stadt läuft der Verkauf also praktisch auf ein Nullsummenspiel hinaus.
Andere Investitionen werden zurückgestellt
Fragezeichen stehen nach wie vor hinter der Finanzierung des Gesamtprojektes. Vom Plan, den Erlös aus dem Verkauf des Handelshofes in das Stadion einzubringen, ist die Stadt längst abgerückt. Das Hotel soll zwar nach wie vor veräußert werden, das Stadion will die Stadt aber aus Haushaltsmitteln stemmen – insgesamt 24 Millionen Euro verteilt auf vier Jahre. 2,5 Millionen Euro sollten bereits in den laufenden Haushalt eingestellt werden. Andere Investitionen müssten dafür zurückgestellt werden – so 2,3 Millionen, die für die Sanierung des Kulissenhauses am Grillo-Theater eingeplant sind.
Nach der Runde am Montagabend beim OB liegt der Vorschlag auf Eis. Noch scheint nicht klar, wie die Stadt verfährt, sollte die drohende Überschuldung früher eintreten als erwartet und schon 2011 eine Kreditsperre durch die Kommunalaufsicht drohen. Nicht auszuschließen, dass dann eine Tochtergesellschaft in die Bresche springen muss. Und noch einen Grund gibt es für die Zurückhaltung: Rot-Weiss müsse darlegen, wie der Verein künftig mit weniger Geld erfolgreicher kickt.
20:25
Keinen Cent öffentliches Geld mehr für diesen Proletenverein!
17:55
Das einzige zu schließende Millionengrab ist die Philharmonie Essen mit einer jährlichen Unterdeckung von fast 50 Mio. Zusätzlich noch die monatliche Rate von 225.000 € über 22,5 Jahre für die Finanzierung der Baukosten von 60 Mio. €.
Dies alles unter dem Deckmantel Kultur.
Fazit: Etat der TUP auf 5 Jahre um 50% reduzieren und von den jährliche gesparten 25 Mio. € Schulen und Kindergärten sanieren, Stadion umgehend bauen, Eishalle renovieren, Hallen und Freibäder retten sowie Sportplätze sanieren.
00:04
@42
Sollen sich doch die Sponsoren bei ihrem gemeinsamen Hauptanteilseigner beschweren - der Stadt! Echte Sponsoren hat Rot-Weiss doch kaum, nur verdeckte Zahlungen der Stadtverwaltung durch stadteigene Pseudo-Sponsoren.
Für die Rest-Fans wird wahrscheinlich auch eine Tribüne reichen.
Und die Mitglieder haben es nicht besser verdient, nachdem sie diejenigen viel zu lange im Amt haben schalten und walten lassen, die erst die Kölmel-Millionen verbraten und dann schockiert feststellen, dass eine Gegenleistung erwartet wird, und nach der Stadt schreien.
Zeit, dieses Millionengrab zu schließen!
17:01
Aus meine Sicht rächen sich hier Fehlentscheidungen der Politik und Vereinsegoismen schon seit den 60er-Jahren. Seinerzeit baute die Stadt das Grugastadion, immer eine halbherzige Lösung, da RWE und ETB nie mit ins Boot zu bekommen waren. Dann kaufte die Stadt beiden Vereinen schon nicht mehr zeitgemässe Stadien ab um die Profiabteilungen beider Vereine mal wieder zu sanieren. Irgend wann spielten dann beide Vereine im Grugastadion Bundesliga 1 und 2. Spätestens bei den Auseinandersetzuzgen um das Grugastadion hätte man den Weg anderer Städte gehen sollen/können/müssen. Wieder war aber ein Zentralstadion für viele Sportarten nicht erreichbar, da sowohl der politische als auch der Vereinswille dem entgegen standen. In München teilten sich bis vor ein paar Jahren 2 Bundesligavereine mit Leichtathleten und anderen Sportarten und als Veranstaltungsort für Kultur 1 Stadion und das funktionierte. Der Reichtum der Bayern ist neben ausgezeichnetem betriebswirtschaftlichem Management ein Resultat der Stadioninvestition Olympiastadion. Was im GMS geplant ist hat mit einem städtischen Stadion absolut nichts zu tun, da es andere Sportarten, Kultur und selbst andere Fußballvereine weitgehend ausschließt. Die oben genannten Beispiele für den Neubau des GMS in anderen Städten gehen an der dort praktizierten Wirklichkeit weit vorbei. Fast alle Städte leisten sich zentrale und multifunktional nutzbare Sportstätten (Leipzig, Dresden, Düsseldorf, auch Gelsenkirchen, bei denen die Arena in einem grossen Sportpark liegt). In Essen gibt es nichts vergleichbares - bedingt die sehr schöne Anlage am Hallo. Vielleicht sollten sich einige noch heute aktive Kommunalpolitiker und Vereinsfunktionäre daran erinnern, was man Mitte der 90er Jahre hätte gemeinsam stemmen können.
12:29
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12:21
Es ist ja eigentlich schon eine Frechheit den Fans, Sponsoren und Mitgliedern gegenüber, daß gerade einmal der Bauantrag gestellt wurde, obwohl bei den vollmundig auf den zahlreichen Veranstaltungen in der jüngeren Vergangenheit angekündigten Aussagen einzelner Pseudoentscheidungsträger zu lauschen gewesen ist, daß im Herbst 2010 bereits die Einweihung stattfinden würde...
Ich persönlich gehe davon aus, das sich das Problem nach dieser Saison von alleine lösen wird...
09:22
Was soll ein Viertligist wie RWE mit einem neuen Stadion??? Die sollen erstmal sehen, dass sie sportlich nicht noch weiter abrutschen! Lächerlich dieser Verein und dann noch soviel Wirbel darum machen.
23:06
manche leute hier sollten sich selbst mal hinterfragen welch scheiss sie hier schreiben.
21:58
#37
Den kann bald wohl besser der S04 gebrauchen.
Die Schulden dort sind schon in 3-stelliger Millionenhöhe. Bei RWE nur 2-stellig.
21:55
Nachtrag:
Nicht nur die beiden Mannschaften von RWE werden im neuen Stadion spielen.Auch die Frauenbundesliga Mannschaft aus Schönebeck wird dort ein neues zu Hause finden.
Glück auf!!!