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Bau der neuen A40-Anschlussstelle in Essen startet im Sommer

18.02.2013 | 19:22 Uhr
Bau der neuen A40-Anschlussstelle in Essen startet im Sommer
Die A40 bei Frillendorf: Im Sommer rücken die Bagger an für eine neue Anschlussstelle.Foto: Hans Blossey

Essen.  Im Sommer soll eines der größten Straßenbauprojekte realisiert werden: eine neue Anschlussstelle der A 40 bei Frillendorf. Diese soll den Essener Osten mit dem Ruhrschnellweg verbinden. Das Projekt kostet 24,2 Millionen Euro. Die Stadt muss 35 Prozent übernehmen.

Essens Verkehrsplaner im Deutschlandhaus hatten das Aus kommen sehen: Gut 6,5 Millionen Euro sollten aus dem schwindsüchtigen Haushalt des NRW-Verkehrsministers für die marode Kampmannbrücke in Kupferdreh fließen, für einen zugegeben filigranen Neubau auf einer Nebenstrecke im lauschigen Ruhrtal. Dies alles erschien spätestens nach den Sparbeschlüssen der rot-grünen Koalition für die Förderprogramme mehr als fraglich.

48 Millionen Euro muss NRW-Verkehrsminister Michael Groschek sparen, um 19 auf 24 Millionen Euro wurden die Mittel für die Kommunen im Regionalverband Ruhr schmerzhaft zusammengestrichen. Die Hoffnung der lokalen Politik, es werde sich vielleicht noch Geld finden lassen, dürfte sich spätestens nach einem Blick auf die maroden Autobahnbrücken im Lande verflüchtigen: Nach der A 1-Rheinbrücke ist nun auch die nahe A 3-Brücke bei Leverkusen in die Knie gegangen. Tempo 60 auf einer der meistbefahrenen deutschen Autobahnen. Wie es kurz vor Köln weitergehen soll, dazu will sich Michael Groschek am Mittwoch äußern. Sicher nicht einspurig, wie auf der ebenfalls baufälligen Ruhrbrücke bei Kupferdreh.

„Wir hätten damit nicht später kommen dürfen“

Das alles ist aus Essener Sicht mehr als ärgerlich, sollte aber nach Düsseldorfer Auffassung nicht den Blick auf eines der größten Straßenbauprojekte versperren, das endlich in trockenen Tüchern ist und im Sommer in Frillendorf realisiert wird. Nein, davon sind Essens Straßenplaner überzeugt, „wir hätten damit nicht später kommen dürfen. Wer weiß, ob wir die neue A 40 -Anschlussstelle finanziert bekommen hätten“. Es geht immerhin um 24,2 Millionen Euro, die in den nächsten dreieinhalb Jahren eine komplett neue Anbindung des Essener Ostens an den Ruhrschnellweg schaffen sollen. „Wir sind in der europaweiten Ausschreibung, und ich gehe davon aus, dass wir im Sommer starten können“, sagt Dieter Schmitz, Leiter des zuständigen Amtes für Straßen und Verkehr.

Spätestens im Sommer 2015 sollen die Auffahrten Süd an der Schönscheidtstraße und Nord an der Nünningstraße für den Verkehr freigegeben werden. Parallel dazu will der Landesbetrieb Straßen.NRW das Dreieck Essen-Ost in beide Richtungen auf zwei Abfahrt-Spuren umstellen. Die Rückstaus auf der A 52 sowie der Unfallbrennpunkt auf der A 40 zwischen der alten Auffahrt Frillendorf und der Abfahrt zur A 52 Richtung Düsseldorf dürften dann der Vergangenheit angehören.

Stadt muss 35 Prozent der Kosten übernehmen

Auf städtischer Seite richtet sich das Augenmerk auf die Zubringer-Straßen: Die großen Gewerbegebiete Ernestine und Hubert werden endlich an die A 40 angeschlossen. Dazu wird die Nünningstraße ausgebaut, in einer neuen Brücke über die Eisenbahn und anschließend in einem großen Bogen um das Gewerbegebiet Hubert herumgeführt. Hinter dem Verkehrsübungsplatz geht es zur Anschlussstelle Nord in Fahrtrichtung Duisburg. Wer nach Dortmund möchte, folgt der neuen Straße entlang des Technologieparks bis zur Schönscheidtstraße, zur Anschlussstelle Süd.

Die Planung greift aber weiter aus: Um von Stoppenberg die Anbindung an die neuen A 40-Anschlussstellen zu verbessern, soll die Kreuzung Langemarck-/Ernestinenstraße umgebaut werden. Ebenso wird Straßen.NRW die alte Anschlussstelle Frillendorf zurück- und die Lärmschutzwand weiterbauen. Von den Gesamtkosten von rund 24,2 Millionen Euro wird die Stadt 35 Prozent übernehmen müssen. Gut investiertes Geld, findet Dieter Schmitz. Aber dass die Kampmannbrücke durchgefallen ist, das bleibt einfach ein Ärgernis.

Die A40-Sperrung in Essen

Hans-Karl Reintjens

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Kommentare
19.02.2013
12:49
Bau der neuen A-40-Anschlussstelle startet im Sommer
von Formeleins | #8

Also man sieht bereits den Baufortschritt der Auf-Abfahrt Richtung DO, darum frage ich mich, warum der Eröffung in dieser Richtung erst 2015 stattfinden soll? Werden dort keine Arbeitskräfte eingesetzt oder nur Hilfsarbeiter oder ist der Artikel nicht genau geschrieben worden, denn die Auffahrt Richtung DO sollte doch früher eröffnet werden, da die Kreuzung Zehnhof/Schönschidstr. und die neue Brücke Richtung Steele fertig sind. Das das Ganze in Richtung Frillendorf länger dauert ist ersichtlich, da dort mehr zusätzlich umgebaut wird. Vieleicht sollte der Autor noch mal bei den Daten nachhaken, denn wenn ich den Bauverlauf so sehe, würde die Baustelle Ri. DO somit die nächsten zwei Jahr brachliegen.

19.02.2013
10:35
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von drasos | #7

#6
Ist das ein Problem um das sich der Strassenbau zu kümmern hat?
Oder für das er zu bluten hat?
Die Strassen rotten nicht erst seit der "Bankenrettung" vor sich hin sondern seit Jahrzehnten,EBEN WEIL die KFZ-Steuern illegalerweise zur Haushaltskonsolidierung verwendet werden satt,wie gedacht,für den Strassenbau...
Die "Woher soll das Geld kommen" Frage ist also einfach zu beantworten : Von dort wo es über Jahrzehnte hingeflossen ist....
Und wo in Zunkunft nichts mehr hinfliessen darf...in den allgemeinen Haushalt...
Der Autofahrer ist nicht für die Bankenrettung zuständig...l

19.02.2013
10:23
#5 bleibt die Frage woher kommt das Geld
von meigustu | #6

um die Staatsdefizite die durch die Sozialisierung der Bankschulden explodiert sind zu tilgen. Ab 2016 ist Schuldenaufnahme ganz verboten, dann haben die internationalen Finanzhaie unser Land endlich soweit, dass jedes größere Projekt nur noch durch Private erledigt werden kann. Dann fallen zu den eigentlichen Kosten auch noch einmal mindestens 10 % bis 25 % Gewinnabführung an. Ist das nicht durch Gesetze gedeckt nennt man so etwas Schutzgeld.

1 Antwort
Bau der neuen A-40-Anschlussstelle startet im Sommer
von keinereiner | #6-1

Die ewige Mär von der Tilgnung von irgendwelchen Schulden kann ich nicht mehr hören.
Dieser Staat hat primär ein Wohlfahrtsproblem, weit über 50% des Gesamthaushalts gehen für "Soziales" drauf. Seid die Bundesrepublik massive Schulden aufbaut hat sie von diesen Schulden noch keinen einzigen Cent getilgt, lediglich Kredite umgeschuldet und immer nur für Zinsen bezahlt. Bisher sind noch keine Bankschulden direkt sozialisiert worden, es sind von Staatswegen "nur" Garantien dafür gegeben worden.
Was schlimmer ist ist daß wir unser Kapital in Fässern ohne Boden, wie Griechenland versenken, denn auch wenn das zZ nur Barkredite sind, das ist Geld das wir tatsächlich "ausleihen" aber nie weider sehen werden. Wären einige Prozesse die derzeit der Staat handhabt privat, würden die Betreiber locker 25% Gewinn machen, und wären trotzdem noch preisgünstiger und schneller als dieser aufgeblehte Verwaltungsapparat.

19.02.2013
10:16
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von drasos | #5

Tja..wenn die KFZ Steuern ausschliesslich dafür verwendet würden wofür sie gedacht sind(Strassenbau,Sanierung) dann könnten der Strassenrand vergoldet werden und das Problem gäbe es nicht.

Stattdessen fliesst sie in den Haushalt ein und nur ein Taschengeld zurück....

Wieso ist es also verwunderlich das die Straßen vor unseren Augen zu Schlaglochpisten werden und Brücken verrotten?

Gebt dem Strassenbau endlich ALLES Geld der KFZ-Steuer und lasst die Leute ihren Job machen.
Im Moment ist es doch so als ob man jemanden in einen luftdichten Raum einschliesst,fast alle luft herauspumpt und sich anschliessend lauthals darüber beschwert das er so schnell atmet....

19.02.2013
09:21
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von sancho85 | #4

Den Baufortschritt (zumindest an der Schönscheidtstr.) sieht man auch nicht von der Autobahn aus, sondern nur wenn man sich mal wieder zu Fuß bewegt...soll gesund sein ;-)
Mittlerweile sieht man schon den späteren Straßenverlauf.

Zum Thema "ewig neue Autobahn, warum nicht Bahn, Öffis blablabla?": Einfach mal hinsetzen und ein -bezahlbares- Konzept entwickeln, wie man das Aldi-Zentrallager am Luftschacht an eine entsprechend fein verzwigtes Schienennetz anschließen kann. Budget berechnen und dann an den Planungsausschuss schicken...denke die werden sich freuen wenn sich da ein paar Millionen einsparen lassen.

19.02.2013
09:07
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von keinereiner | #3

Und die Tatsache daß die Kampmannbrücke wohl nun doch nicht gemacht wird liegt auch alleine wieder an der Großmachtssucht einiger Pappnasen in der Verwaltung.
Warum kann man nicht einfach die alte Brücke nicht einfach mal sanieren? (Inkl der Zubringerstrecke, die eine einzige Katastrophe ist, an Schlaglöchern nur noch vom Charlottenberg in Überruhr zu überbitten.) Warum muss da ein filligraner Neubau hin?
Warum erinnert mich das Modell an die Rheinbrücken in Ddorf. Warum muss eine so kleine Brücke denn als Hängebrücke ausgeführt werden? Nur weils schön aussieht, etwas von "Weltstadt" hat und viel Geld kostet? Also denjenigen die sich den Kramm ausgedacht haben wussten schon vorher, daß weder die Stadt noch das Land Geld scheissen können. Da hat einfach wieder einer seine Träume ausgelebt und die Allgemeinheit darfs wieder ausbaden. Aber Hauptsache der ein oder andere Architekt hat für diese Luftnummer Geld einstecken können.

2 Antworten
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von tom009 | #3-1

weil wahrscheinlich eine sanierung dieser brücke mehr kosten würde als ein neubau.

aber das verstehen sie wahrscheinlich nicht.

Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von schriftsetzer | #3-2

Schon mal was von Rechtschreibung gehört?

19.02.2013
09:01
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von bergerhausener | #2

Die Stadt Essen gibt also 8,3 Millionen aus Ihrem maroden Haushalt für die Zubringer zu einer neuen Autobahnausfahrt aus. Wieder viel Geld, damit der Autoverkehr besser fließen kann. Wenn wundert es eigentlich, dass Pendler nicht auf andere Verkehrsmittel umsteigen, wenn ständig das meiste Geld in die Autoinfrastruktur gepumpt wird. Wenn wundert es, das Unternehmen nicht nach anderen Lösungen suchen, wenn Sie ständig LKW-Zubringer zu Autobahnen bekommen. Statt eine teure LKW-Brücke über eine Bahnlinie wäre ein unmittelbarer Bahnanschluss mal überlegenswert gewesen.
Das Dieter Schmitz 8,3 Millionen EUR als Zubringer zu seinen Autobahnen gut investiert findet, ist ja klar, schließlich heißt seine Behörde ja "Straßen-NRW" und nicht "Mobilität-NRW".

1 Antwort
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von keinereiner | #2-1

Nicht für Ungut, aber hier handelt es sich meist um Industriebetriebe und Gewerbe was keinen massiven Export sauschwerer Güter betreibt, nur da wäre ein Gleisanschluß interessant. Ausserdem befindet sich die Eisenbahnstrecke gut 10m unter dem Nivaeu der Industrieansiedlung, Den Streckenverlauf, und die Bahn die mit dieser Steigung zurechtkäme würde ich gerne sehen. Ausserdem hätten Bund, Land und Kommunen mehr als genug Geld für die Straßeninfrastruktur, wenn die Steuern die aus dem Verkehr kassiert werden (KFZ-Steuer, Mineralöösteuer) nicht für anderen Kramm u.a. für ALG und Renten ausgegeben würden sondern den Verkehr refinanzieren würden. Im Vergleich zum europäischen Ausland sind unsere Straßen in einem Desolaten Zustand...

19.02.2013
08:57
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von keinereiner | #1

Ich weiss nicht ob der Redakteur irgendwelche Zahlen falsch interpretiert hat z.B.die Inbetriebnahme in 2015, anstatt was realistischer wäre 2025 oder gar 2075.
Aber daß die "neue" Anschlußstelle Frillendorf 2015 in Betrieb gehen soll (in beiden Fahrtrichtungen) halte ich für eine Sage aus dem Land der Märchen. So baut Straßen NRW oder sonstwer bereits seit über 2 Jahren an der Auffahrt in Richtung Dortmund von der Schönscheidtstr. aus, ein wirkliches Fortkommen ist da aber kaum zu erkennen. (Gut man kann mit gutem Willen mittlerweile erkennen, daß das mal ne Auffahrt werden könnte.)
Und da wollen die nun also innerhalb von 2 Jahren halb Frillendorf umbauen? Inkl.einer riesen-Eisenbahnüberführung. Umbau der Huberstr, u. Gewerbegb. Ich erinnere nur an die Sanierung und Verbreiterung der Eisenbahnüberführung Schönscheidstr. und den dazugehörigen Umbau der Kreuzung Schönscheidtstr. - Am Zehnthof. Diese im Vergleich zu den oben genannten Mini-Baustelle alleine hat fast 2 Jahre gebraucht.

1 Antwort
Neue Anschlussstelle, aber keine Brücke
von trickflyer | #1-1

keinereiner...recht hast du.das erinnert mich an die 2 ostfriesen,die sich für den bau des eurotunnels unter dem ärmelkanal beworben haben.auf die frage,wie sie das denn machen wollen.die antwort:einer buddelt von frankreich und der andere von england.darauf die frage:und wenn ihr euch in der mitte nicht trefft?kommt die antwort:dann ahbt ihr halt für dasselbe geld 2 röhren.

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