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Bankräuber aus Essen schweigen nach wüster Verfolgungsjagd durch das Ruhrgebiet

09.10.2012 | 13:08 Uhr
Mit etlichen Zivil- und Einsatzfahrzeugen setzte die Polizei dem Flucht-Pick Up der Bankräuber auf den Autobahnen im Ruhrgebiet hinterher. Die Verfolgungsjagd am Montag dauerte rund anderthalb Stunden.Foto: ANC-NEWS

Essen/Gelsenkirchen.   Einen Tag nach einem Banküberfall im Gelsenkirchener Stadtteil Beckhausen und einer anschließenden spektakulären Verfolgungsjagd quer durch das Ruhrgebiet hat ein Haftrichter die beiden Täter in Untersuchungshaft geschickt. Die zwei Essener (54 und 58 Jahre alt) schweigen bislang zur Tat gegenüber den Ermittlern.

Sie sagen nichts Konkretes - vorerst: Gegenüber den Ermittlern haben sich ein 54-jähriger und ein 58-jähriger Essener, die Spezialkräfte der Polizei nach einem Banküberfall im Gelsenkirchener Stadtteil Beckhausen am Montag Vormittag in Essen-Haarzopf überwältigt und festgenommen haben , nicht zur Tat oder zu ihrem Motiv geäußert. Lediglich der Ältere habe ausgesagt, dass „die Sache doch klar ist“.

Ein Haftrichter schickte die beiden Männer am Dienstag wegen  des Vorwurfs schwerer räuberischer Erpressung und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz in Untersuchungshaft. Sie sitzen nun in einer Justizvollzugsanstalt. Nach ersten Erkenntnissen sind sie der Polizei zwar bekannt, aber alles andere als Serientäter oder Berufskriminelle. In ihren Vernehmungen sollen sie angedeutet haben, eine Menge Schulden zu haben. Beide Männer kündigten an, sich einen Anwalt nehmen zu wollen.

„Das Risiko gegen Null minimieren“

Am Tag nach dem Überfall mit anschließender spektakulärer Verfolgung des Pick-Ups der beiden Männer durch die Polizei auf den Autobahnen quer durch das Ruhrgebiet ist die Erleichterung bei den Ermittlern über den vergleichsweise „glimpflichen Verlauf“ weiter groß . Weder bei dem Überfall, bei dem die Täter die scharfe Schusswaffen dabei hatten, noch bei der anschließenden Verfolgung oder bei ihrer Festnahme in Haarzopf sind Menschen verletzt worden.

SEK fasst Bankräuber in Essen

Dabei überfuhren die Männer auf ihrer Flucht im Stadtgebiet mehrere rote Ampeln, auf den Autobahnen dagegen waren sie mit ihrem schweren Wagen vergleichsweise moderat unterwegs. Für die Polizei ist der erfolgreiche Zugriff in Haarzopf keine Überraschung: Die Spezialkräfte seien schließlich „eigens dafür ausgebildet und geschult, das Risiko gegen Null zu minimieren“.

„Selbst die Beute ist noch da“

Der 54-jährige und der 58-jährige Essener hatten die Filiale der Gelsenkirchener Sparkasse kurz nach der Öffnung überfallen und vier Angestellte und eine Kundin bedroht und gefesselt. Ein Zeuge sah die Täter aus der Bank fliehen und alarmierte die Polizei, die die Täter in Essen stellen konnte. In und am Fluchtfahrzeug fand die Polizei drei scharfe und geladene Schusswaffen. In der Wohnung des 54-Jährigen wurden zwei weitere Schusswaffen sichergestellt.

Video
Am Montagmorgen gegen 08:40 Uhr ereignete sich ein Raubüberfall auf die Sparkassenfiliale im Gelsenkirchener Ortsteil Beckhausen. Eine wilde Verfolgungsjagd durch die Stadtteile begann.

Am Ende der Flucht der Bankräuber ist die Polizei mit dem Ergebnis vollends zufrieden: „Selbst die Beute ist noch da.“ Über die Höhe des geraubten Betrags gibt es keine offiziellen Angaben. Das Geld wurde der Bank inzwischen zurückgegeben. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.

Stefan Kober

Kommentare
10.10.2012
12:15
"die Sache doch klar ist"
von Erbeck1 | #3

Hoffentlich sieht das die Justiz ebenso und handelt das ganz schnell mit entsprechender (ich meine der Straftat entsprechend ) Haftstrafe ab . Man...
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Bankräuber aus Essen schweigen nach wüster Verfolgungsjagd durch das Ruhrgebiet
Bankräuber aus Essen schweigen nach wüster Verfolgungsjagd durch das Ruhrgebiet
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2012-10-09 13:08
Bankraub, Ruhrgebiet, Essen, Gelsenkirchen, Beckhausen, Sparkasse, SEK, Rhein-Ruhr-Zentrum
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