Das aktuelle Wetter Essen 18°C
Revierpark Nienhausen

„Bald endlich wieder Normalbetrieb im Revierpark“

10.08.2011 | 10:59 Uhr
„Bald endlich wieder Normalbetrieb im Revierpark“
Immer noch eine Baustelle: Der neue Haupteingang zum Revierpark Nienhausen. Foto: Alexandra Umbach

Essen.Der Umbau zum Gesundheitspark im Revierpark Nienhausen geht in die Schlussetappe. Die Maßnahmen dauerten gut ein halbes Jahr länger als geplant und waren eine halbe Million Euro teurer. Dafür kann man sich jetzt aber auch mit Schokolade massieren lassen.

Der Umbau des Revierparks Nienhausen hat ein halbes Jahr länger gedauert und ist eine halbe Million Euro teurer geworden als geplant. Jetzt sind die Bauarbeiter fast fertig mit dem Herzstück der Anlage, dem neuen Haupteingang. Park-Geschäftsführer Manfred Beck seufzt sehnsüchtig: „Dann haben wir endlich wieder Normalbetrieb.“

Der Generalplan des Umbaus zum Gesundheitspark sah und sieht aus wie folgt. Um den boomenden Fitness- und Reha-Kursen mehr Platz zu bieten, sollte dieser „Actifit“ genannte Bereich aus dem Activarium in das ehemalige Freizeithaus auf die Fläche des geschlossenen Restaurants „Windrad“. Der Sport- und Gesundheitsbereich läuft inzwischen ebenso wie nebenan der Tagungsbetrieb. Und läuft so gut, dass der Essener Sportbund als Veranstalter der Kurse schon angefragt hat, ob er vielleicht noch ein paar Räume mehr, vielleicht in der ehemaligen Verwaltung...?

„Die 20-Minuten-Massagen für 15 Euro sind der Renner“

Kosmetikerin Zeliha Deval im neuen Wellness-Bereich des Gesundheitsparks. Foto: Alexandra Umbach

„Darüber denken wir später nach“, sagt Geschäftsführer Beck. „Jetzt bauen wir erst mal fertig.“ Fertig gebaut ist auch der neue Wellness-Bereich. Er hat einen eigenen Eingang, aber auch eine Verbindung zur Saunalandschaft. Hier werden neben Kosmetik oder Hand- und Fußpflege verschiedene Massagen angeboten, die im alten Activarium nur mühsam zu bekommen waren.

„Die 20-Minuten-Massagen für 15 Euro sind der Renner“, sagt Nienhausens Marketing-Expertin Julia Trippler, die den Wellness-Bereich derzeit leitet. Da ist es ganz praktisch, dass sie dort auch ihr Büro aufgeschlagen hat, weil der Verwaltungsbau noch nicht fertig ist. Nicht nur Massagen für kleines Geld werden hier angeboten. Für die „Hot Chocolate“-Massage (70 Minuten, 85 Euro) ist eine Voranmeldung notwendig, weil die Schokolade (kein Witz!) vorgewärmt werden muss.

Was jetzt gerade an der Feldmarkstraße entsteht, aber eigentlich schon fertig sein sollte, ist der neue Haupteingang, der als zentraler Verteiler zu allen Angeboten funktionieren soll. Hier können die Besucher ab Herbst alle Angebote des Gesundheitsparks zentral buchen; Fitness und Wellness ebenso wie die diversen Saunen, Solarien und das Solebecken und die neu angebotene Physiotherapie.

„Mal-Eben-Baustellen“ verursachen höhere Kosten

Info
Kurse und Kontakt

Mehr als 70 Kurse bietet der Espo nach den Sommerferien im Sport- und Gesundheitszentrum an der Feldmarkstraße an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen an, darunter elfmal Aquafitness, fünfmal Wassergymnastik und siebenmal den Trend-Tanz Zumba. Die Kursgebühren liegen zwischen 60 (Pilates, zwölf Termine) und 84 Euro (Zumba Fitness, 14 Termine). Information und Anmeldung: (0209) 9442124. Mail: info@sgz-nienhausen.de Internet: www.sgz-nienhausen.de

Wenn alles fertig ist, werden 3,3 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes II verbaut sein statt wie geplant 2,8 Millionen. „Das ist schon heftig“, kommentiert Geschäftsführer Beck die Kostensteigerungen. Hier räche sich, dass die Betreiber Regionalverband Ruhr sowie die Städte Essen und Gelsenkirchen in den vergangenen Jahren an Sanierungskosten gespart hätten. „So haben wir immer wieder Ecken entdeckt, wo uns die Experten gesagt haben: Hier müssten wir demnächst auch mal was machen. Und dann haben wir das mal eben gemacht.“ Mehrere solcher Mal-Eben-Baustellen haben die Baukosten um eine halbe Million Euro nach oben getrieben.

Auch nach beendetem Umbau bleiben Nutzerkonflikte. Die Activariumsbenutzer mussten den Umbau der Sammelumkleiden erdulden und werden damit leben müssen, dass wegen den Kurs-Booms das Hallenbad abends immer öfter durch Wasserfitness blockiert ist. Bei gutem Wetter nutzen deshalb mehr Besucher ohne Aufpreis das benachbarte Freibad, sagt Beck. Im Winter bleibt den Sauna-Besuchern dagegen nur noch das Sole-Außenbecken.

Nach dem Umbau will Beck den 32 Hektar großen Park weiter verschönern. Kneipp-Becken und Minigolf-Anlage sind schon wieder belebt, die sieben Kilometer lange Strecke für Nordic Walking wird gerade angelegt, „grüne Übungsräume“ für Fitness- und Rehakurse im Park sind angelegt. Beck denkt an Flächen für meditatives Bogenschießen und auf lange Sicht an eine Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft bei der Renaturierung des Schwarzbaches. Vorerst soll der Besucher-Rückgang während des Umbaus aufgeholt werden. Das Ziel setzt Beck so: 200 000 pro Jahr plus x.

Kai Süselbeck

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4949098/create

Aktuelle Fotos und Videos
Remis gegen Vizemeister
Bildgalerie
Frauenfußball
Mini Europameisterschaft
Bildgalerie
Fußball
Der FC Kray ist Meister
Bildgalerie
Fußball
30. Pfingst Open Air
Bildgalerie
Festivals
Aus dem Ressort
Jäger und Landwirte retten Rehkitze in Essen vor Heuernte
Rehkitz-Rettung
Für Kitze wird die Heuernte zur Lebensgefahr, wenn die Ricke sie im Gras abgelegt hat. Die tierschutzgerechte Frühmahd, wie Jäger die Kitz-Rettung nennen, ist im Laufe der Jahre mit ständig größer werdenden Landmaschinen und schneller fahrenden Traktoren immer wichtiger geworden.
Ruhrmuseum und Kinemathek zeigen alte Krupp-Filme
Krupp
Im Rahmen der Ausstellung „200 Jahre Krupp“ haben Ruhrmuseum und Kinemathek im Ruhrgebiet sieben Kinoabende auf Zollverein und in der Lichtburg mit Filmen von und über Krupp zusammen gestellt. „In dieser Fülle hat es das bisher nicht mal im Ansatz gegeben“, sagt Museumschef Heinrich Theodor Grütter.
Foto Text