Ausgrabungen an der Ruhr

Kettwig..  Vor einigen hundert Jahren führte eine alte Holzbrücke – ungefähr auf der Höhe der Bachstraße, nahe der Eisenbahnbrücke – in Kettwig über die Ruhr. „Von dieser blieb wahrscheinlich nur ein vor einigen Jahren entdeckter, so genannter Pfahlschuh aus Eisen, der an der Spitze eines ihrer Holzpfähle saß, erhalten“, sagt Essens Stadtarchäologe Detlef Hopp. Seit einiger Zeit begleiten er und sein Team die Bauarbeiten an der Seepromenade und am neuen Kettwiger Ruhrbogen. Sogar 400 Jahre alte Kanonenkugeln wurden hier gefunden. Und hier lagen auch der Hof Aldebrück und die alte Holzbrücke.

Bereits bei den Abteieinkünften des 14. Jahrhunderts wird ein Hof am südlichen Ruhrufer, unweit der Brücke erwähnt. Der Hof, später u.a. Montebroik genannt, war ein abteiliches Lehen. Für 1589/90 heißt es: …Muntenbroick…wo eyne holtzen brugge aver der Ruyre gestanden“. An den Hof Montebruch erinnert noch die Montebruchstraße auf der südlichen Ruhrseite.

Eine Auswahl der Fundstücke , die ab 1. Oktober im Kettwiger Rathaus zu sehen sein wird, könnte mit dem auf der Nordseite der Ruhr gelegenen Hof Aldebrück in Zusammenhang stehen.