Auch Kennedyplatz soll Fußgängerzone werden

12. Februar 1975..  Manche Essener erinnern sich noch: Vor 40 Jahren konnte mit dem Auto den Kennedyplatz umrunden. Doch gab es damals bereits unterschiedliche Vorschläge, wie der zentrale Platz, der etwa von 1953 bis 1964 Gildenplatz hieß, besser genutzt werden könnte. So soll er nach einem Vorschlag der SPD-Kandidaten für die Altstadt, Alfred Lindeken und Otto Reschke, mit seinen Zufahrtsstraßen in die Fußgängerzone miteinbezogen werden. Beide wenden sich damit gegen die Pläne der CDU. Die würde den Platz gerne mit einer Tiefgarage versehen.

Die SPD-Politiker wünschen sich auf dem Kennedyplatz einen Spielbereich für jung und alt, sehen aber auch Möglichkeiten für Wochenmärkte, Kirmes oder Straßentheater. Zu diesem Zweck soll das „kleine Rathaus“, das bis zum Bau des „höchsten Rathauses der Bundesrepublik“ provisorisch im Amerikahaus untergebracht war, ausgebaut werden und u.a. ein Café, ein Informationszentrum, eine Galerie, Leseräume und kleine Geschäfte erhalten. Übrigens: Anders als der Viehofer Platz oder der Kopstadtplatzk war der Kennedyplatz vor dem Zweiten Weltkrieg bebaut, er ist also nicht stadtgeschichtlich gewachsen.