Auch die Streuwagen blieben stecken

Der Schnee fiel gestern zur falschen Zeit – genau zur Rushhour. Als elf Streu- und Räumfahrzeuge von EBE ausrückten, blieben einige gleich im Berufsverkehr stecken. Es dauerte bis zu einer Stunde, bis sie ihr Ziele in den Stadtteilen erreichten. „Wir hatten das Problem, überhaupt dorthin zu kommen“, sagte EBE-Sprecherin Bettina Hellenkamp. Wenn schon die Streuwagen im Stau stecken bleiben, dann ist „Schnee unter“ in Essen.

Kurz vor sieben Uhr rückte der EBE-Winterdienst aus, um insgesamt tausend Straßenkilometer zu kontrollieren und zu räumen. Besonders glatt war es wieder auf den steilen Straßen im Süden, in Kupferdreh, Kettwig, Werden, Bredeney und Heisingen. Einigen Busfahrern der Evag blieb nichts anderes übrig, als am Straßenrand zu stoppen und auf den Winterdienst zu warten. Bis zu 30 minütige Verspätungen gab es auf den Buslinien 141, 142, 145, 146, 180, 190 und 192. Nicht weiter ging es teilweise auf der Hammer Straße, auf dem Linienweg zur Ruhrlandklinik, auf dem Pastorsacker, in Byfang, Heisingen und Stadtwald.

Die Panne vom Freitag, als zwei Kinder einen Bus verlassen wollten, weil er wegen Glatteis nicht weiterfahren konnte, sollte sich diesmal nicht wiederholen. „Wer sitzen bleiben will, darf sitzen bleiben“, sagten Busfahrer durch, die nicht weiter kamen. „Schüler unter 14 Jahren dürfen im Bus bleiben und darauf warten, dass er weiter fährt“, betont Evag-Sprecher Olaf Frei, der von einem Einzelfall sprach. „Wir verweisen keine Kinder.“

Der EBE-Räumdienst war gestern den ganzen Tag im Einsatz, zuletzt auf Kontrollfahrt, weil weitere Schneeschauer vorausgesagt wurden. Das Essener Polizeipräsidium registrierte lediglich 15 Unfälle am Morgen. Verletzte gab es nicht.

Rund um Essen war die Lage deutlich angespannter. Vor allem auf den verstopften Autobahnen kam der Verkehr immer wieder zum Erliegen. Ein Unfall auf der A40 mit vier Fahrzeugen Richtung Dortmund verursachte am Vormittag sogar einen Rückstau bis nach Essen-Kray. Die A40 musste teilweise gesperrt werden.

Die gute Nachricht für die Pendler: In den nächsten Tagen ist es mit dem Schnee erstmal vorbei, wenngleich der Winter keine Pause einlegt. Die Temperaturen werden ins Minus rutschen.