Auch Argentinier mögen Punk und Reggae

Steele..  Ein musikalisches Wochenende kommt auf uns zu: Und das beginnt bereits heute Abend im Grend mit der traditionellen Irish Session, die ab 20 Uhr im Grend Kulturzentrum, Westfalenstraße 311, steigt. In der dortigen Kneipe greift nämlich Kevin Sheahan, seinerseits Sänger der Stokes, zur Klampfe und spielt – ohne Verstärker und Beschallungsanlagen – Musik aus seiner Heimat. Und da zusammen musizieren mehr Spaß macht, hat er sich dazu wieder ein paar Freunde geladen. Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen, sein Instrument oder seine Stimme mitzubringen, um sich einzubringen. Doch auch nur zuhören ist erlaubt. Los geht’s um 20 Uhr und der Eintritt ist frei,

Vorband der Toten Hosen

Von Irland nach Argentinien sind es manchmal nur ein paar Schritte – zum Beispiel heute Abend, denn wenige Meter vom Grend entfernt, treten in der Freak Show, Grendplatz 2a „Argies” auf. Seit über 30 Jahren würzt die argentinische Band ihren an britischen Punk mit Einflüssen von Ska und Reggae erinnernden Sound mit klarer politischer Massage. Sie ist eine der umtriebigsten Bands ihres Landes: Über 1000 Shows hat sie in 41 Ländern gespielt – hierzulande wurde sie u. a. auch als Vorband der Toten Hosen berühmt. Und wie die Toten Hosen kommen auch die Punker „The Myers” aus Düsseldorf, die ihrerseits nun als Vorband von „Argies” fungieren. Ab 20 Uhr ist Beginn, an der Abendkasse sind 6 Euro zu entrichten.

Frei dagegen ist der Eintritt bei der Ska-Rocksteady-Early-Reggae-2Tone-Party am Freitagabend ab 22 Uhr in der Freak Show. Dafür kommt die Musik „nur” aus der Konserve: DJ Yardshaker & Uli Watusi legen auf.

Live und Eintritt frei: Das leistet am Samstag René Rebell. Der Essener Polit-Popper & Poetry-Rapper präsentiert im Grend Kulturzentrum sein neues Album: „Teil vom System“. Der Nachfolger seines Debüts „Renaissance” bietet noch mehr „Risiko-Rap” aus dem Ruhrgebiet; Politisch, zynisch, ironisch, einfühlsam und humorvoll will der Essener den Sound für alle anspruchsvollen Geister zwischen Ghetto-Ding und Elektro-Swing liefern. Komplexe Texte, schöne Melodien und dicke Beats, Haltung und Selbstreflexion – so wie es sich für einen studierten Philosophen und verantwortungsvollen Vater gehört.

Neben der Premiere der zwölf LP-Songs, kündigt Rebell „hochkarätige Überraschungsgäste” an, die mit ihrer Performance das Programm bereichern sollen. Zuletzt hat René Rebell übrigens in Berlin auf dem Platz der Republik zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls live gespielt und u.a. als Support für „Schafe & Wölfe“ die Clubs im Pott gerockt.

Und wer sich im Anschluss dieses Events zum Selbstsingen motiviert fühlt, kann in der Freak Show abchecken, ob die Karaoke-Party noch läuft. Die startet zwar ebenfalls um 20 Uhr, aber Jay J. Rockett hat genügend Material aus den Bereichen Punk, Rock, Metal, Rock`n`Roll und anderes verrücktes zeig dabei, dass es eine lange Nacht werden könnte... genügend Mutige, die zum Mikro greifen, vorausgesetzt! Der Eintritt ist frei.