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Nach der Landtagswahl

Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren

12.05.2010 | 10:49 Uhr
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren

Essen.NRW hat gewählt - und das Ergebnis der Abstimmung könnte die Abschaffung der Studiengebühren zur Folge haben. Bis 2012 will Hannelore Kraft die Gebühren auf Null herunterfahren - und sorgt damit natürlich auch an der Uni Duisburg-Essen für Gesprächsstoff.

Noch läuft der Koalitionspoker. Welche Regierung wird künftig das Land regieren? Fest steht, Schwarz-Gelb ist passé, denn künftig wird die SPD im Land ein Wörtchen mitreden, wenn nicht gar die Diskussion bestimmen. Für die NRW-Studenten stellt sich die Frage: „Halten die Genossen ihr Versprechen, die Studiengebühren abzuschaffen?“

Hannelore Kraft (SPD), die potenzielle NRW-Ministerpräsidentin, sagte: „Im Falle eines Sieges bei der Landtagswahl werden wir die Gebühren bis 2012 auf Null runterfahren.“ Doch welche Auswirkung hätte die Umsetzung dieses Versprechens an der Universität Duisburg-Essen (UDE)?

„Spürbare Auswirkungen an der UDE“

„Sollte es zu einem Wegfall der Einnahmen aus Studienbeiträgen kommen, hätte dies an der Uni Duisburg-Essen spürbare Auswirkungen“, sagt Thomas Winck, beim Dezernat Wirtschaft und Finanzen zuständig für die Verteilung der Gebühren. Winck hofft im Falle einer Abschaffung der Gebühren auf ein vernünftiges Modell zur Kompensation der dadurch entstehenden Ausfälle. Sonst bestünde die Gefahr, dass rund 160 Mitarbeiter der UDE, deren Stellen durch Gebühren finanziert werden, nicht länger beschäftigt werden könnten.

Für Studenten ist die finanzielle Mehrbelastung ein Fluch, für die Hochschule ein Segen: Seit der Einführung von „Studienbeiträgen“, wie die Gebühren an der UDE verniedlichend genannt werden, im Jahr 2007, kassierte die Hochschule über 70 Millionen Euro. In den ersten zwei Jahren zahlten Studenten, die nicht in den Genuss einer Gebührenbefreiung kamen, 500 Euro pro Semester. Seit dem vergangenen Jahr beträgt der Satz 480 Euro. Die Einnahmen, etwa ein Achtel des jährlichen Haushalts, sollen „der Verbesserung von Forschung und Lehre dienen und zeitnah eingesetzt werden.“

Mit den Studiengebühren konnten beispielsweise bislang zusätzliche Lehrkräfte eingestellt werden, die Bibliothek neue Bücher kaufen und ihre ihre Öffnungszeiten ausweiten, zudem konnten zusätzliche Lernflächen eingerichtet werden.

Beim AStA der UDE steht die Hoffnung auf finanzielle Entlastung der Studenten im Vordergrund: „Wir begrüßen alle politischen Bestrebungen, die eine Abschaffung der Studienbeiträge zur Folge haben.“

Tobias Appelt

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Kommentare
14.05.2010
16:22
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von Henriette | #20

Interessant bei der vorliegenden Diskussion: schwarz-gelb führte die Studiengebühren nur ein, die rot-grüne Regierung schuf die rechtliche Grundlage! Dies scheinen viele zu verdrängen oder haben nicht aufgepasst. Ebenso sollte endlich mal die Politik aus der Diskussion herausgehalten werden: die Unis haben aufgrund der gesetzlichen Regelung die Möglichkeit (!!!) Studiengebühren zu erheben. Die max. Höhe liegt bei 500 €. Keine Uni ist gezwungen Studiengebühren in der Höhe zu erheben!!!
Und ich kann nicht annähernd diese Elitediskussion verstehen: wo ist das Problem, dass ein Student umgerechnet auf den Monat etwas mehr als 80 € in seine Bildung investiert? Die kann man sich verdienen.
Und gehören Akademiker nicht nach dem Studium in der Regel zur gut verdienenden Elite oder zumindest zum gut situierten Mittelstand?
Nur um Angriffen entgegenzuwirken: ich selbst habe studiert und habe nebenbei gearbeitet.

14.05.2010
09:07
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von amkopppacker | #19

Irgendwann wird auch die SPD merken, dass unser Land Geld braucht. Und dann wird die Abschaffung der Studiengebühren ein ebenso trautiges Ende nehmen wie die vorsprochenen Steuersenkungen der FDP.
Ich rufe alle Poloitiker auf! Erwacht aus eurer Traumwelt und blickt endlich mal ins richtige Leben!

13.05.2010
10:21
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von Banjoboy10 | #18

@ 17 kerchak,
wie üblich schreiben Sie bei jedem Ihrer Kommentare den gleichen Satz.
Kopieren und einfügen ist ja auch nicht schwer.
Nachts nichts besseres zu tun?

13.05.2010
00:19
Blockierter Kommentar.
von kerchak | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.05.2010
23:20
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von dongiovanni | #16

Meiner Meinung nach dürften vom Kindergarten bis zur Uni einschließlich keine Gebühren erhoben werden. Diese Angebote sind die Investitionen in die Zukunft der künftigen Steuerzahler, deren Steuern in der Regel höher ausfallen als bei nicht Studierten.

12.05.2010
18:17
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von Ferdi234 | #15

Ist das die Mutter von Hannelörchen auf dem Bild oben? Auf den Wahlplakaten war doch eine andere oder nicht?

12.05.2010
16:01
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von stefan112 | #14

@1 4712: HARRHARRHARR!!! Sauber auf die Wahllüge von *********** reingefallen. Ich empfehle ihnen, sich noch schnell ein Foto von der SPD-Wahlwerbung zu machen, auf der ein Dummchen sich auf ein NRW ohne Studiengebühren freut. Langsam mach ich mir Sorgen um die Denkfähigkeit unserer Studenten...
@2le maestro: Was verstößt gegen diesen Artikel???? NIX!!!

12.05.2010
15:32
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von Der Parteilose | #13

Hannelore Kraft hat die Zeiten wohl nicht erkannt.
Hat sie vor der Wahl wieder einmal den Mund zu voll genommen oder hat sie gar bewusst gelogen?
Die eingeführten Studiengebühren kann und soll man nicht mehr abschaffen.
Im Gegenteil die Studiengebühren müssen auf die volle Kosten der Universitäten,
in ganz Deutschland, ca. 10.000 €/Jahr angehoben werden.
Denn jedes Unternehmen bezahlt die Berufsausbildung der Lehrlinge selbst.
Berufsausbildung kann und darf nicht vom Steuerzahler bezahlt werden.
Wo sind die Parteien die dieses einmal klar darlegen?
Man bedenke, dass ca. 35% der Studierenden vorzeitig ihr Studium abbrechen.
Das ca. 10-20% der Ärzte und ca. 10-20% der Ingenieure, Physiker, Chemiker usw. ins Ausland abwandern, also bezahlt der Bürger/Steuerzahler/Wähler für über ca. 35% Abbrecher und ca. 30-40% der Absolventen unnütz, damit ist das Geld vom Bürger/Steuerzahler/Wähler sozusagen aus dem Fenster geworfen.
Daher die vollen Kosten der Hochschulen auf die Studierenden verteilen und diese müssen dann diesen Betrag bezahlen.
Bei voller Mitbestimmung der Studierenden.
Vorher muss die gesamte Bildung auf den Bund übergehen.
Dann müssen die Hochschulen eine komplette Selbstverwaltung installieren (Unternehmen)
und Kostenneutral arbeiten.
Der Bund zahlt nur, als Vorschuss, die durch eine eingerichtete Sozialregelung nicht bezahlten Studiengebühren.
Dadurch kann jeder, der dazu in der Lage ist studieren, also auch Hartz IV Empfänger und Mittellose.
Allerdings alle Studenten ab 30 Jahre und Auswandere (Ausland) müssen sofort die Studiengebühren in voller Höhe bezahlen.

Hierzu gibt es schon seit ca. 20 Jahren,
ein ausführlicheres Konzept einer Reform.

12.05.2010
15:29
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von Kajovo | #12

Und nach dem Studium gehören dann Steuern, Krankenkassenbeiträge, Pflichtversicherungen usw. abgeschafft, denn sie verhindern ja dann auch die freie Entfaltung der Persönlichkeit, oder?

12.05.2010
15:10
Asta hofft auf Abschaffung der Studiengebühren
von Lord Schelmchen | #11

^^ O_o

Ich etwa? FDP? Nö^^ Mitnichten^^ Ich gehöre zu den Menschen, die ihren Wahlzettel ungültig machen, weil ich mit den etablierten Parteien nicht einverstanden bin, meine Stimme aber immerhin unter den ungültigen Stimmen auftaucht und nicht ganz verloren geht. Und nicht in die Schar der Nichtwähler die in NRW fast 40 % der wahlberechtigen Bevölkerung ausmachen!!!

Richtig ist aber, was Sie schreiben:
Die Studienbeiträge werden erhoben, um etwas zu fördern, was sich, im HFG diffus formuliert, Qualität der Lehre nennt. Also zu allem was dazu dient, Studierenden ein qualitativ hochwertiges, zügiges Studium zu ermöglichen. Dafür werden sie ja auch zur Kasse gebeten.

Und hier sollte der Landesrechnungshof mal genauer hinschauen, wofür die Studierendengelder in den letzten Jahren an den NRW-Unis ausgegeben wurden!

Was dient der Qualität der Lehre? Bücher und EDV-Aussstattung in den Bibliotheken? Sicherlich...aber gehört da auch die Ausstattung der Lehrenden dazu? Renovierungskosten? Kindertagesstätten für Mitarbeiter? Oder, wie an der Uni Dortmund geschehen, Heizkosten? Oder wie DUmichAUCH schreibt, Dienstwagen? Während die Verwaltung z.B. immer noch aus Landesgeldern finanziert werden muß und sie mit Equipment und Büromöbeln arbeiten muß, die in Teilen noch aus den siebziger und achtziger Jahren stammen und mit Studiengebühren keine neuen Mitarbeiter einstellen dürfen, um Wartezeiten zu verkürzen, schnelleren Service zu ermöglichen, während die Fachbereiche z.B. Hundertschaften an studentischen Tutoren einstellen dürfen?

Ich finde, die Mittelverwendung ist ein schwieriges Thema. Verschwendung und Mißbrauch gilt es aber aufzudecken!

Und zu dem Thema kacken: Schon Helmut Kohl hat immer gesagt: Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Das ist leider eine richtige Aussage.... ist meistens Scheisse und stinken tut es auch.

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