Armut in Essen steigt weiter

Als bedrückend empfindet CDU-Fraktionschef Thomas Kufen die Essener Zahlen des aktuellen Armutsberichtes des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Die Quote der Bezieher von Arbeitslosenhilfe hat sich demnach im Jahre 2014 auf 19,2 Prozent erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von 0,3 Prozentpunkten gegenüber 2013, was vor dem Hintergrund einer bundesweit guten Wirtschaftsentwicklung kein gutes Licht auf die Essener Situation wirft. Steigend ist auch die Zahl Essener Kinder unter 15 Jahren, die von Armut gefährdet sind. 32,1 Prozent von ihnen lebten 2014 in Haushalten, in denen die Eltern Sozialleistungen bezogen, im Vorjahr lag die Quote noch bei 31,4 Prozent. Damit liege Essen in dieser Statistik bundesweit auf Platz 9.

Die Zahlen zeigten erheblichen Handlungsbedarf, so Kufen. „Wir brauchen mehr zukunftsfeste Arbeitsplätze in Essen, um von dem hohen Anteil an Langzeitarbeitslosen runter zu kommen.“ Nötig seien mehr Arbeitsplätze im Industriesektor. Die Wirtschaftsförderung müsse Chefsache werden. „Ich halte eine enge und systematische Verzahnung der Essener Wirtschaftsförderung mit der Stadtentwicklung und der Flächenplanung für überfällig“, so Kufen. Dies müsse kombiniert werden mit den Erkenntnissen der Jugendhilfe- und Bildungsplanung, sowie der Essener Arbeits-, Qualifizierungs- und Beschäftigungsförderung. Der Zugang zu Bildungsangeboten sei das Wichtigste überhaupt.