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ARD dreht im Juli Film über Ex-Bayern-Präsidenten Landauer in Altenessen

19.06.2013 | 16:00 Uhr
ARD dreht im Juli Film über Ex-Bayern-Präsidenten Landauer in Altenessen
Die Bezirkssportanlage Bäuminghauserstraße in Altenessen wird umgebaut. Vorher dreht hier die ARD einen Film.Foto: Anne Wohland

Essen.   Die Sportanlage Bäuminghausstraße dient im Juli als Kulisse für einen ARD-Streifen über den früheren Präsidenten des FC Bayern München, Kurt Landauer. Anschließend sollen die Sanierungsarbeiten an der maroden und baufälligen Stätte beginnen.

Nur gut, dass hier noch alles von gestern ist: baufällig, marode und so richtig schön heruntergekommen. „Sowohl die Außenanlagen, als auch die Gebäude sind in einem irreparablen Zustand und können nur im Rahmen einer Gesamtsanierung ersetzt werden“, so schreibt die Sportverwaltung seufzend über die Bezirkssportanlage Bäuminghausstraße, aber vermutlich sind genau dies die Formulierungen, die „Drehort“-Scouts von Filmproduzenten erst richtig aufhorchen lassen.

Denn Kunstrasen und blitzblank gewienerte Treppenläufe könnte die ARD nicht brauchen, wenn sie in der zweiten Juli-Hälfte Teile eines Fernsehfilms über den einstigen FC Bayern-Präsidenten Kurt Landauer an der Bäuminghausstraße in Altenessen dreht. Der Streifen erzählt die Geschichte des erfolgreichen Kaufmanns und Fußballfunktionärs, der in den 1920ern den Grundstein für den Vereins-Erfolg legte, mit seinen Münchner Bayern 1932 die erste Deutsche Meisterschaft feiern konnte und im Jahr drauf, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, Job und Präsidentenamt verlor – weil er Jude war.

Dreharbeiten sind Ende Juli angepeilt

Schon in der kommenden Woche beginnt auf der Anlage unweit des Bahnhofs Altenessen der Kulissenbau, die Dreharbeiten sind für den 16. bis 29. Juli angepeilt. Den Sport- und Bäderbetrieben kommt das filmische Intermezzo durchaus gelegen, schließlich kassieren sie für die kurzzeitige Verpachtung des Platzes nicht nur eine kleinere fünfstellige Summe, sondern dürfen sich darauf freuen, dass die Filmleute ihnen noch einiges an Arbeit abnehmen – indem manche „störenden“ Teile der Anlage für den Fernsehfilm kurzerhand entfernt werden: „Dann müssen wir das nicht mehr tun“, heißt es augenzwinkernd.

Wenn die Dreharbeiten abgeschlossen sind, beginnt ab 1. August der seit längerem geplante Um- und Ausbau der Bezirkssportanlage Bäuminghausstraße für nicht weniger als knapp 3,3 Millionen Euro: zwei Kunstrasenplätze, leichtathletische Nebenanlagen mit Kunststoffbelägen, der Neubau eines Umkleidegebäudes und die Sanierung der Haupttribüne inklusive. Im ollen Zustand wird man sie nur noch mal im Film sehen. Wann, ist noch offen.

Wolfgang Kintscher



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