Architekten debattieren über Beitz-Villa

Ist das ehemalige Wohnhaus von Berthold Beitz und seiner Familie im Essener Stadtteil Bredeney denkmalwürdig? Der BDA Essen ist dieser Meinung und widerspricht damit der Auffassung der Denkmalbehörden der Stadt und des Landes, die eine Unterschutzstellung abgelehnt haben, da sie einen baugeschichtlichen Wert des 50er-Jahres-Gebäude nicht erkennen können.

Der BDA hält dagegen, dass es sich bei dem Wohnhaus des äußerst bedeutenden und verdienstvollen Essener Bürgers um ein zeit- und stadtgeschichtlich wichtiges Dokument handle. Über die Stadt hinaus repräsentiere es zudem den Typus der „modernen“ Industriellen-Villa, die sich nicht mehr an historischen Ausdrucksformen orientiert.

Unter dem Titel „Denk mal! und seine Pflege“ lädt der BDA Essen am Dienstag, 21. April, im Forum Kunst & Architektur am Kopstadtplatz zu einer Podiumsdiskussion zum Thema ein. Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer geplanten Reihe mit dem Thema „Identität der Stadt Essen und der Region“. Unter anderem werden die Leiterin der Essener Denkmalbehörde, Petra Beckers, sowie ein Vertreter von Thyssen-Krupp – der Firma gehört die Villa – auf dem Podium vertreten sein. Beginn 19 Uhr, Eintritt ist frei.