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Arbeitslosenquote auf neuem Rekordhoch

17.01.2013 | 19:54 Uhr
Arbeitslosenquote auf neuem Rekordhoch
Foto: Meike Allekotte

Essen.  Die Agentur für Arbeit in Essen zieht Bilanz für 2012 – dieQuote liegt bei12,5 Prozent, der höchste Stand seit fünf Jahren.

Thorsten Withake und Klaus Peters haben eigentlich keinen Grund, sich zu freuen, denn die Arbeitslosenquote ist mit 12,5 Prozent in Essen vergangenes Jahr auf den höchsten Stand seit fünf Jahren geklettert; 2008 lag sie bei 12,3 Prozent. Beide Geschäftsführer der Agentur für Ar­beit in Essen zählten im Jahresdurchschnitt 35.641 Erwerbslose. Das sind umgerechnet 4,8 Prozent oder 1647 mehr als im Vorjahr. „Dennoch sind wir eigentlich ganz zufrieden“, sagte Withake, als er die Bilanz fürs Jahr 2012 vorstellte. „Die Quote ist sehr hoch, was uns täglich anspornt, noch besser zu werden“, sagt Thorsten Withake optimistisch. Anders als in vielen Nachbarstädten sei der lokale Arbeitsmarkt sehr dynamisch gewesen. So habe es ungefähr 20.000 Arbeitslosmeldungen, aber auch viele Abmeldungen gegeben.

Peters: „Der leichte Anstieg der Erwerbslosigkeit konzentrierte sich vor im Wesentlichen auf Langzeitar­beitslose.“ Dass in diesem Bereich das Jobcenter seit einem Jahr führt, könne ein Grund dafür sein. Withake: „Wir müssen uns abstimmen, was uns aber zunehmend besser gelingt. Langzeitar­beitslosigkeit in der eigenen Verantwortung zu übernehmen, ist eine große Aufgabe.“ Man müsse den Akteuren daher noch etwas Zeit geben, sich mit der neuen Konstellation zu Recht zu finden. „Ich glaube, dass es auch in diesem Jahr immer wieder Schnittstellen geben wird, bei denen wir merken werden: Da können wir noch besser werden“, so Withake.

Bei der Erziehung und Pflege seien Arbeitskräfte noch immer nachgefragt. Withake: „Ich kann jedem, der sich beruflich neu orientieren will, nur empfehlen, in diesen Bereichen einzusteigen. Da eröffnen sich perspektivisch hervorragende Beschäftigungsmöglichkeiten.“ Aber auch in einigen Teilen des lokalen Handwerks seien gut ausgebildete Fachkräfte sehr nachgefragt.

Pascal Hesse

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