Anreise von RWE-Fans zum Stadion an der Hafenstraße soll verbessert werden
24.10.2012 | 19:06 Uhr 2012-10-24T19:06:00+0200
Essen. Die SPD will die Fanströme rund um das RWE-Stadion an der Hafenstraße neu sortieren, die Wohnquartiere besser schützen und den Öffentlichen Nahverkehr besser anbinden. Alles nicht so einfach. Immerhin in einem Punkt kommt es zu einer schnellen Lösung: 125 Fans können demnächst auch mit dem Rad zum Spiel kommen, weil eine ausreichend große Abstellanlage geplant ist.
Nicht alles ist neu rund ums Stadion Essen : Die Verkehrsprobleme sind der Hafenstraße so treu geblieben wie die Fans. Höchste Zeit daran etwas zu ändern, findet die SPD-Ratsfraktion, die dazu einen Antrag im Bauausschuss einbringen will. „Eigentlich müssten wir ein komplett neues Verkehrskonzept für die Hafenstraße einfordern“, sagt SPD-Ratsherr Thomas Rotter. Aber davon habe die Fraktion angesichts des unvollendeten Stadion-Baus abgesehen und sich auf eine Reihe von Fragen beschränkt.
So will die SPD geklärt wissen, wie den Anwohnern und Besuchern der Krablerstraße, der Hafenstraße , der Vogelheimer und der Haus-Berge-Straße „in einem ausreichendem Zeitraum vor, während und nach Veranstaltungen im Stadion ermöglicht werden kann, ihre Wohnungen und Häuser zu erreichen“. Es sei schon befremdlich, findet Rotter, dass der Stadt der verkehrliche Schutz der Wohnquartiere bei Messeveranstaltungen in Rüttenscheid gelingt, nicht jedoch bei Fußballspielen in Bergeborbeck: „Da reicht es mir auch nicht, darauf zu verweisen, dass es an der Hafenstraße seit den 50er Jahren schon immer so gewesen ist. Es wird endlich Zeit, dass sich an der Situation etwas ändert.“
"Da werden sich die Autofahrer wohl gedulden müssen"
Zumal die Stadt nach dem Bau der Westtribüne und der vorgelagerten Parkplätze spätestens zur nächsten Saison mit deutlich mehr Pkw-Verkehr auf der Hafenstraße rechnen muss: „Die Verwaltung soll uns darlegen, wie bei Spielen die geordnete An- und Abfahrt erfolgen soll.“ Das dürfte in der Tat schwierig werden: Vor der Westtribüne werden 710 Parkplätze für VIP-Gäste entstehen, dazu kommen die 130 Parkplätze hinter der Haupttribüne – kein Vergleich mit der Situation zu alten Stadion-Zeiten, als es nur den alten, viel zu kleinen Park-Käfig an der Hafenstraße gab. Wie der Pkw-Verkehr in den Fanströmen abfließen soll, darauf gibt es zurzeit nur die lapidare Antwort: „Da werden sich die Autofahrer wohl gedulden müssen, bis die Fans abgezogen sind.“
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20:27
Essen ist gut beraten weiter an dem Image zu arbeiten "Weg von einer Fahrrad-unfreundlichen Stadt". Dazu sollte die geplante Trasse "Kruppsche Ringbahn" so schnell wie möglich gebaut werden. Diese geht direkt am Stadion vorbei und landet dann auf Höhe von Kröger auf der Rheinischen Bahn und bietet somit direkten Anschluss von der Uni, Altendorf, Frohnhausen und alle am Grugaradweg anschliessenden Stadtteile. Nicht wenige würden dieses Angebot gerne annehmen. So braucht man weniger Parkplätze, der Einsatz von Sonderbussen kann auf Dauer leicht minimiert werden und die Bevölkerung wird nicht so fett.
18:34
Eigentlich denkt man ja vor dem Bau eines Stadions darüber nach, wie die Leute dort hingelangen. Aber das ist für die Politiker hier in Essen wohl eine Nummer zu groß.
17:20
Die Bahntrasse ist leider durch das Univiertel nicht mehr zu rektivieren.
Aber man könnte die Straßenbahn ab Bergeborbeck Schleife bis zum Stadion führen. Rund um den neuen Parkplatz am Stadion dürfte genug Platz für eine Wendeschleife sein. Die Bahnen könnten dann ja ohne Halt vom HbF zum Stadion fahren.
14:24
Reaktiviert endlich die alte Bahntrasse.