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Todesfall

Anreise der RWE-Fans nach Aachen von Todesfall überschattet

07.02.2015 | 14:30 Uhr
600 RWE-Fans fuhren mit einem Sonderzug nach Aachen. Ein Passagier brach während der Anreise im Zug zusammen. Der 63-Jährige starb in einem Krankenhaus in Köln.Foto: Knut Vahlensieck

Essen/Aachen.  Die Anreise von 600 RWE-Fans in einem Sonderzug nach Aachen wurde vom Tod eines 63-Jährigen überschattet. Einige Insassen randalierten im Zug.

Zum Regionalliga-Spitzenspiel zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen (1:0, zum Spielbericht) sind am Samstagvormittag 600 von mehr als 5000 mitreisenden RWE-Fans mit einem Sonderzug der Deutschen Bahn nach Aachen gefahren. Ihre Anreise wurde vom Tod eines 63 Jahre alten Passagiers überschattet.

Der Zug, der um 10.47 Uhr im Essener Hauptbahnhof gestartet war, wurde auf der Strecke durch zwei Notbremsungen gestoppt, das erste Mal in Mülheim: "Im Zug ist ein älterer Fahrgast kollabiert. Die Passagiere um ihn herum haben die Notbremse gezogen", berichtet Guido Plum, stellvertretender Leiter der Bundespolizei-Inspektion Aachen. Nach seinen Angaben reanimierten einige Passagiere und ein Fankontaktbeamter der Bundespolizei den 63-Jährigen, bis der Notarzt das Abteil erreichte. Der Mann wurde mit dem Rettungswagen in eine Klinik in Mülheim gebracht. Er hatte anscheinend einen Herzinfarkt erlitten. Für ihn kam jede Hilfe zu spät: Um 13.14 Uhr meldete die Polizei der Einsatzleitung den Tod des Mannes.

Wegen zweiter Notbremsung erst nach Anpfiff im Stadion

Sonderzug für RWE-Fans nach Aachen

Während des etwa 30-minütigen Rettungseinsatzes sicherten zusätzlich herbeigerufene Bundes- und Landespolizisten den Mülheimer Bahnhof. "Der Zug hatte durch den unplanmäßigen Stopp 50 Minuten Verspätung", so Guido Plum. "35 davon konnten wir aber im Anschluss wieder aufholen."

Der nächste Zwischenfall ereignete sich kurz vor dem Zielbahnhof Aachen West. Erneut wurde der Zug ausgebremst. „Nur 500 Meter vor der Ankunft hat ein Unbekannter die Notbremse gezogen“, berichtet der Lokführer am Tag danach.

Rot-Weiss Essen
Lokführer berichtet von demolierten Waggons in RWE-Sonderzug

Kurz vor der Ankunft in Aachen zogen RWE-Fans ein zweites Mal die Notbremse. Als sie ausstiegen und urinierten, musste die Strecke gesperrt werden.

Einige der insgesamt 600 Rot-Weiss-Fans hätten daraufhin die Türen aufgerissen und seien aufs Gleisbett gelaufen, um zu urinieren. Die Folge: Die Strecke musste sicherheitshalber gesperrt werden. Erst als Beamte der Bundespolizei die Fans wieder eingefangen hatten, ging es weiter. „In Schrittgeschwindigkeit fuhr der Zug die letzten 500 Meter zum Bahnhof Aachen West, wo die Fans dann ausstiegen.“ 

RWE verliert Topspiel in Aachen

Am Bahnhof Aachen-West kamen die 600 Anhänger erst um 13.20 Uhr an, also 40 Minuten vor Spielbeginn. Ursprünglich hätte der Entlastungszug dort um 12.28 Uhr einfahren sollen. Mit Shuttle-Bussen wurden die Essener Fans dann zwar wie geplant auf direktem Wege zum Stadion gebracht. Den Tivoli erreichten sie jedoch "erst 15 bis 20 Minuten nach Anpfiff des Spiels", sagte Paul Kemen, Sprecher der Polizei Aachen.

Einige Insassen des Zuges randalierten laut Bundespolizei allerdings während der Fahrt nach Aachen in ihren Abteilen.

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Kommentare
09.02.2015
18:58
Anreise der RWE-Fans nach Aachen von Todesfall überschattet
von bloss-keine-Katsche | #9

wenn mal einer einen vernünftiger Fan sieht,
fragen und dann Foto machen,
und mir schicken,
der würd mich interessieren!!

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Anreise der RWE-Fans nach Aachen von Todesfall überschattet
Anreise der RWE-Fans nach Aachen von Todesfall überschattet
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/anreise-der-rwe-fans-nach-aachen-von-todesfall-ueberschattet-id10320615.html
2015-02-07 14:30
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