Anbieter von E-Zigaretten sauer auf NRW-Gesundheitsministerin Steffens
21.12.2011 | 08:02 Uhr 2011-12-21T08:02:00+0100
Essen. Tabakhändler sind verärgert über NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens, die den Verkauf nikotinhaltiger E-Zigaretten verbieten möchte. Vor allem die Art und Weise des geplanten Verbots stößt auf Unverständnis. Die Behörden warten erstmal ab.
Viel Rauch um nichts? Eigentlich ist es eher Dampf, der einige Gemüter derzeit zwischen Kettwig und Karnap – wie auch andernorts in NRW – erhitzt: Tabakhändler vor Ort sind schockiert über das Vorgehen der NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne).
Die Ministerin hatte angekündigt, den freien Verkauf nikotinhaltiger E-Zigaretten verbieten zu lassen. Laut ihrer Einschätzung fallen die für den Konsum der E-Zigaretten nötigen nikotinhaltigen Flüssigkeiten, auch „Liquids“ genannt, unter das Bundesarzneimittelgesetz und seien damit zulassungspflichtig. Während Verkäufer von „Humbug“ sprechen und ihre Existenz bedroht sehen, verfolgen die lokalen Ordnungsbehörden noch abwartend das Geschehen.
Wut über Vorstoß
„Das wird derzeit alles sehr hochgekocht“, sagt ein Händler, der sich auf den Vertrieb der E-Zigaretten spezialisiert hat und davon seinen Lebensunterhalt bestreitet. Seinen Namen und den seines Geschäftes möchte er, ebenso wie die anderen von der NRZ befragten Läden, nicht in der Zeitung lesen: Er habe Angst vor rechtlichen Konsequenzen. Zunächst einmal will er schauen, was veranlasst wird. „Ich sehe aber keine rechtliche Grundlage für ein Verbot“, betont der Verkäufer. Vor allem die Art und Weise regt ihn auf: Keine Übergangsfrist, keine Anhörung.
„Ich habe nichts gegen eine gesetzliche Regelung, um den vielen illegalen, nicht zertifizierten Produkten, etwa aus China, entgegenzuwirken“, verweist er auf den Boom der Branche, an dem auch schwarze Schafe mitverdienen möchten. Ein anderer Händler, der bisher nur über persönliche Beratungen und das Internet verkauft hat, ist ebenso verärgert über die Wirkung des Vorstoßes: „Die Kunden sind total verunsichert“. Und: „Wir wollten im nächsten Jahr eigentlich ein Ladenlokal aufmachen, das überlegen wir uns jetzt.“ Er zweifelt an der Wirksamkeit eines Verbotes: „Die Konsumenten können sich doch übers Internet oder in anderen Bundesländern versorgen.“
Im Ordnungsamt schaut man aus einem anderen Blickwinkel auf das Thema: „Die E-Zigarette fällt auch unter das Nichtraucherschutzgesetz, denn ihre Unbedenklichkeit ist noch nicht nachgewiesen“, sagt Guido Krekeler, zuständiger Mitarbeiter für Gewerbe und Gaststätten. Wer also in einem Nichtraucher-Bereich mit ihr erwischt wird, bekommt genauso seine Strafe, wie derjenige mit der herkömmlichen Fluppe. „Ansonsten ist das nicht unser Zuständigkeitsbereich“, erklärt er. Er habe schon zig Anrufe von verunsicherten Händlern bekommen, er habe stets an die Amtsapothekerin verwiesen.
Staatsanwaltschaften brauchen erst Rechtssicherheit
„Wir sind da am Ball, wir warten jedoch noch auf die Ausführungsbestimmung vom Land“, sagt dagegen Dr. Rainer Kundt, Leiter des Essener Gesundheitsamtes. Bisher halte man sich zurück. Die Staatsanwaltschaften brauchten erst Rechtssicherheit. Klar ist für ihn jedoch eines: „Apothekenpflichtiges darf nicht außerhalb von Apotheken verkauft werden.“ E-Zigaretten hin oder her, sie seien gefährlich für die Gesundheit. Der Grundstoff Nikotin bleibe derselbe und der schädige das Herz- und Gefäßsystem des menschlichen Körpers.
02:48
wer lust hat einem selbstherrlichen ministerium ,welches mit blindem aktivismus und unter missachtung von eu-recht und eu-entscheidungen gegen freie bürger vorgeht und händler in ihrer existenz bedoht,vorzugehen sollte sich diese petition durchlesen und unterzeichnen.
http://www.openpetition.de/petition/online/e-zigaretten-duerfen-nicht-verboten-werden
wer nur darauf wartet das von alleine was passiert,der muß sich halt mit dem zufrieden geben was andere entscheiden;)
also so einfach am politischen geschehen teilzunehmen wie das hier...so einfach war es noch nie...so schön vom sessel aus;)
ohne mehr Klarheit. Und bisher sind uns beide Seiten dies schuldig geblieben. Zu viele Fragen, die noch offen sind. So lasse ich mich nicht instrumentalisieren.
Einfach mal Googlen ,das wird doch wohl nicht so schwer sein,oder??
Ich weiß nicht ob es Sinn macht, dass jetzt jeder seine eigene Petition hier anfängt :-S
Praktikabel wäre, bereits vorhandene Petitionen zu nutzen um da möglichst viele Befürworter zu haben..und nicht 500 Petitionen mit jeweils 100 "Mitgliedern"
ein leider recht überflüssiger Kommentar. Aber vielleicht muss man auch noch etwas warten. Vor allem weil Langzeitstudien eben lange Zeit brauchen.
15:46
Danke für Ihren Hinweis..
Das ist natürlich die Lösung.
Was halten Sie davon, wenn Sie sich einfach heraushalten?
Es ist ja offensichtlich eine Diskussion, die sie überhaupt nicht betrifft.
schließlich ist Jeder Passivraucher/-dampfer. Und ich weiß auch noch nicht genau, wie ich das Ganze bewerten soll? Zuerst war ich begeistert - endlich etwas, was auf dem Weg weg von der Droge helfen könnte. Aber dann diese Informationen und Diskussionen. Und Jeder will natürlich Recht behalten.
Und so ganz ungefährlich ist die Benutzung dann wohl auch nicht ganz: http://bit.ly/ulBuT1
Genau das gleiche wurde damals bei dem extrem kostengünstigen "Diätmittel" Ephedrin
gestreut,jemand ist daran gestorben, obwohl er lt. Warnung es trotz Herzleidens genommen hatte.War eben ein kostengünstiges Mittel ,was nicht überteuert und dauerhaft genommen werden mußte.Und jetzt ,nur per Rezept in der Apotheke erhältlich.
Und noch etwas anderes, von gerauchten Tabakwaren sterben jährlich Tausende.
Und sind Zigaretten verboten oder nur in der Apotheke erhältlich?
15:02
Warum überhaupt E-Zigaretten rauchen?
Wenn ihr gesund leben wollt, hört doch ganz auf! = Kein Problem mehr.
Darum geht es doch gar nicht. Als passionierter Nichtraucher kann man so einen Mist leicht schreiben. Aber die Realität sieht anders aus: So einfach ist Aufhören für die Meisten nicht - und für jene ist diese e-Zigarette eine echte Chance, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Rauchens zu verringern und vielleicht im zweiten Schritt sogar später einmal gänzlich aufzuhören.
07:54
"Stellungnahme des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm)
Immer wieder hören wir von der Einrede, dass Nikotin grundsätzlich als Arzneimittel eingestuft werden müsse. Für diese Einstufung ist jedoch unter anderem die Art der Verwendung sowie der sogenannte "bestimmungsmäßige Gebrauch" zwingend zu berücksichtigen. Werden E-Zigaretten also nicht als Rauchentwöhnungsprodukt, sondern als Genussmittel angeboten (was in Deutschland fast ausnahmslos der Fall ist) und benutzt, scheidet eine Zuordnung zur Arzneimittelregelung aus.
Uns liegt eine Stellungnahme des BfArm vom 27. Mai 2009 vor, in der eindeutig festgestellt wird, dass Nikotin allein noch kein Arzneimittel darstellt."
Download der PDF: http://www.smok-e.de/BfArm-Stellungnahme-2009-05.pdf
Quelle: http://www.smok-e.de/index.php?option=com_content&view=article&id=181&Itemid=138
....und nun!? ;-)
Ist Ihnen beim "Copy and pasten" nicht der dicke Hinweis auf das Urheberrecht aufgefallen?
Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass alle (!) Inhalte unserer Website dem Urheberrecht unterliegen. Das Kopieren und Weiterverwenden, auch mit Quellenangabe, ist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis durch uns gestattet.
21:56
zum Glück gibt es Dank der Politik und Wirtschaft die tolle Globalisierung.Mir doch egal ob irgendeine Flachzange von Politiker etwas verbietet, dann bestelle ich es eben im Ausland. Zum Thema "Die Grünen" fällt mir Joschka Fischer ein, vom Steinwerfer bei Demos zum Unternehmungsberater beim Energieversorger sagt doch wohl alles.
oooh..das ist aber sehr klug. Zoll und sowas gibts ja nich, ne? Oder kann man vielleicht Cannabis und kokain auch ohne weiteres im Ausland bestellen? :-S
Ganz so einfach wird das leider nicht werden.
18:57
Was machen wir eigentlich, wenn nach dem Rauchverbot auch noch das Nichtrauchen verboten wird?
16:53
Glauben Sie auch wirklich alles, was man Ihnen so erzählt? Denken Sie mal bitte darüber nach:
Wir kennen alle genug Nervengifte, die in mehr oder weniger konzentrierter Form frei im Handel erhältlich sind. Alkohol, Coffein, Teein. Wann haben Sie eigentlich das letzte mal eine Batterie oder einen Akku gekauft? Da sind auch genug Stoffe drin, die als Nervengift klassifiziert sind - und das auch noch in einer saftigen Konzentration.
Genau deshalb glauben wir, dass es vollkommen in Ordnung ist, auch die Liquids frei verkäuflich zu belassen. Diese in eine Apotheke zu verbannen, obwohl da draußen noch etliche andere, in ihrer "Darreichungsform" noch viel gefährlichere Stoffe, munter weiter gehandelt werden, ohne dass es jemanden interessiert.
15:59
Konzentriert?
Der Handel bietet Konzentrationen von maximal 2,4 % Nicotin an.
Das ist auch schon sehr hoch gegriffen, ich selbst konsumiere maximal 1,8 %.
Die meisten Dampfer noch geringere Konzentrationen.
Und auf Ihre Frage:
Ja, der Handel bietet regalweise Nervengifte zum freien Verkauf, in tödlichen Dosen.
Gemeint ist natürlich der Alkohol.
da bekanntlich 4 bis 5 Zigaretten reichen - wieviele Liquidfläschchen müsste man schlucken (den Inhalt) um auf 50 mg Nikotin zu kommen?
Ich frage mich gerade, ob man auf einen besonderen Aufbewahrungsort achten muss, wenn Kinder oder Demente im Haushalt sind?
Sind ihre Angaben oben auf den Gehalt des Liquids oder der zu erwartenen Aufnahme beim Dampfen bezogen?
Von dem Liquid, was ich hier stehen habe, müsste man etwas mehr als drei Fläschchen leer trinken, um auf die 50mg zu kommen. Und so blöd kann wirklich niemand sein... da die Liquids jetzt nicht so unglaublich gut schmecken (ja mir ist der Verdampfer schonmal abgesoffen) wird kaum einer auch nur eine Flasche weg kriegen...
Danke für die Antwort. Was schmeckt denn an den Liquids so unangenehm? Nikotin sicher nicht. Und der ausgeatmete Dampf soll ja geruchlos sein. Ist er nicht dann auch geschmacklos?
Ich hoffe mal auf kindersichere Verschlüsse, wenn es sie nicht schon gibt.
Und auf begrenzte "Blödheit" kann man nur bedingt hoffen. Reinigungsmittel verlieren sicher geschmacklich gegen Kinderschokolade, dennoch gibt es genug Unfälle mit Kindern jedes Jahr.
15:57
Das Vertrauen in die Politik habe ich schon lange verloren. Die machen doch eh was sie wollen, egal ob es gut oder schlecht für das Volk ist.
Fakt ist, die wollen die positive Seite der E-Zigarette nicht sehen... die Gründe wissen wir alle selber.
Langsam beschleicht mich auch der Gedanke, dass man gar nicht will das wir "gesünder" leben. Man könnte ja ein paar Jährchen länger leben und das kostet dem Staat ja dann auch wieder unnötig Geld.
Meine Meinung ist, wenn sie die E-Zigarette komplett verbieten... dann bestätigt sich nur mein oben aufgeführter Gedanke. Wird sie allerdings in die Apotheke verbannt, dann MUSS auch die herkömmliche Tabakzigarette in die Apotheke, weil sie neben dem anderen Zeug auch die gleichen Inhaltsstoffe wie die E-Zigarette hat.
15:43
1. Das Rauchverbot bezieht sich auf "Rauch". Physikalisch ist dies ein wesentlicher Unterschied zu Dampf, auch wenn ´Rauch oder Dampf als Träger des Nikotins dienen
2.Chemisch entstehen wesentliche Schadstoffe wie Teer, Ruß, geringste Mengen an Blausäuren nur beim Glimmen, so dass eine durchweg geringere Schädigung der beteiligten Personen eintritt
3. Gepaffter oder inhalierter Dampf kühlt stark ab und bildet Tröpfechen, so dass unbeteiligte Personen nur sehr sehr gering mit Nikotin belastet werden, was im Übrigen auch beim Kochen mancher Nahrungsmittel entweicht.
4. Nikotin ist kein Arzneimittel nach Auskunft veines befreundeten Apothekers
Also, was ist der Sinn dieses Vorstoßes?
Hypothese 1: Die Frau glaubt es handelt sich um eine Verbrennung, ist also schlecht informiert - super als Ministerin
Hypothese 2: Steuereinnahmen schwinden
Hypothese 3: Es gibt Verwandschaft im Apothekerbereich, oder aber beim Tabakanbau
Also, was ist der Grund eines Verbotes ??????
Irgendwo habe ich gelesen, dass das Nikotinpflaster apothekenpflichtig werden soll. Dann wäre es wohl auch ein Arzneimittel?