An der A 52 wurden 400 Autofahrer in vier Stunden geblitzt

Links Tempo 50, rechts freie Fahrt: die A52-Auffahrt Rüttenscheid in Richtung Düsseldorf.
Links Tempo 50, rechts freie Fahrt: die A52-Auffahrt Rüttenscheid in Richtung Düsseldorf.
Foto: Stefan Arend/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Hubert Ritter ist einer von 400 Autofahrern, die in vier Stunden an der A 52 geblitzt wurden. Er wünscht sich ein Tempo-50-Hinweisschild an der A52-Auffahrt Rüttenscheid.

Essen.. Wünsche für das neue Jahr kann man bekanntlich ganz unterschiedliche haben. Leser Hubert Ritter hat einen ziemlich ungewöhnlichen: Er will endlich ein Tempo 50-Schild auf der Zufahrt zur Rüttenscheider A52-Auffahrt in Richtung Düsseldorf.

Denn die ist eine heikle Ecke, wie diese Zeitung bereits mehrfach berichtete: Von der Norbertstraße kommend, biegt man hinter dem Grugabad scharf nach rechts ab. Danach fährt man rund 150 Meter auf der Norbertstraße parallel zur Autobahn, bis man auf die eigentliche Auffahrt nach links schwenkt. Ohne Randbebauung, schon die Autobahn im Blick, wähnt man sich auf einem Zubringer – ist man aber nicht, es gilt Tempo 50.

„Auf der Strecke liegen zahlreiche Führerscheine“, bemerkte im Oktober Fahrlehrer Dirk Skubsch. Der von Leser Hubert Ritter glücklicherweise nicht. Obwohl der Haarzopfer fast jeden Tag die Strecke fährt, hat es ihn erst ein Mal erwischt. Wie am selben Tag im vergangenen August innerhalb von vier Stunden 439 weitere Autofahrer – dies weiß er von seinem Anwalt. Ritter hatte Einspruch gegen die Knolle für Tempo 70 eingelegt.

Stadt und Polizei lehnen Schild ab

Und hatte Glück, denn an besagtem Großkampftag funktionierte die Blitzeranlage nicht, wie sie sollte. „Die zweite Aufnahme, die das Auto von der Seite zeigt und sicherstellen soll, dass bei mehreren Fahrzeugen hintereinander nicht das falsche geblitzt wird, wies Fehler auf“, berichtet Hubert Ritter.

Auch wenn ihm in den vergangenen Wochen keine weiteren Aktionen der Polizei aufgefallen sind, wünscht er sich ein Hinweisschild für das Tempolimit. „Das schadet nicht. Wir sind doch alle nur Menschen.“ So denken auch die Vertreter von EBB und FDP in der Bezirksvertretung II und beantragten das begehrte Schild. Zustimmung gab es von allen Parteien im Gremium. Eine Antwort steht noch aus, zu erwarten ist allerdings eine Absage. Stadt und Polizei lehnten bislang derartige Ansinnen ab.