Alter Steinbruch unter dem A40-Tunnel

5. Februar 1965..  Knapp 20 Meter unter dem Ruhrschnellweg (heute A40)stießen Arbeiter beim Ausschachten des Innenstadttunnels zwischen Freiheit und Bismarckstraße auf einen längst verschollenen 200 Jahre alten Steinbruch. Links und rechts zweigen zwei schmale Gänge ab, die wahrscheinlich als Entwässerungskanäle gedient haben. Das Wasser, so die Vermutung, wurde in einen alten Zechenstollen geleitet, der zur ehemaligen Schachtanlage „Neue Hoffnung“ führt, die bereits 1895 stillgelegt wurde.

Für den Fund aus der Geschichte des Ruhrbergbaus interessiert sich auch das Bergbau-Laboratorium in Essen: Es wird den Stollen in den nächsten Tagen gründlich untersuchen. Dann werden die Reste jahrhundertealter Bergbautätigkeit für immer zugeschüttet. Der „Brunnen 28“, so die Bezeichnung der Baustelle, der zufällig mitten auf den Stollen traf, wird später mit Beton verfüllt; der so entstehende Pfeiler hat ein Gewicht von 700 Tonnen zu tragen.