Altenessen erinnert mit Festakt an Eingemeindung

Altenessen..  „Oh Happy Day!“ Mit diesem Gospel, gesungen vom Essener Madrigalchor, beginnt am Sonntag, 19. April, der Festakt zur Eingemeindung Altenessens zur Stadt Essen vor 100 Jahren. Es soll tatsächlich ein fröhlicher Tag in der Zeche Carl werden. Dafür legt sich die IG Altenessen unter Federführung von Peter-Arndt Wülfing und Friedel Frentrop ins Zeug. „Happy“ werden allerdings zuerst nur die etwa 250 geladenen Gäste, die ab 10.30 Uhr zum Sektempfang zusammenkommen.

Nach der Begrüßung durch Bezirksbürgermeister Hans-Wilhelm Zwiehoff und Oberbürgermeister Reinhard Paß hält Klaus Wisotzky den Festvortrag. Der Leiter des Stadtarchivs gibt dabei einen ausführlichen Rückblick auf die vergangenen 100 Jahre des Stadtteils.

Dass Altenessen anfangs von der Eingemeindung profitiert hat, ist nach Peter-Arndt Wülfings Ansicht eine Tatsache. „Altenessen wollte zwei Mal die Stadtrechte erlangen, hatte aber keinen Erfolg. Deshalb blieb die Eingemeindung als letzer Ausweg“, erinnerte er gestern bei der Vorstellung des Jahresprogramms (das wir in den nächsten Tagen ausführlich vorstellen). Dass die Stadt Essen ihren Norden heute nicht mehr so gezielt im Blickfeld habe, sei allerdings auch wahr.

Wie schön und interessant es vor einem Jahrhundert in Altenessen war, zeigt die Ausstellung von Johannes und Liesel Hundacker. Ob ein originales Altenessener Telefonbuch von 1905 oder gar ein Brief aus dem Jahr 1814 an den Bürgermeister, ob zahlreiche Briefe mit originalen Briefmarkenstempeln des kaiserlichen Postamts 1. Klasse oder alte Ansichtskarten: Auf die Besucher warten zahlreiche Überraschungen. „Denn was die Geschichte angeht, haben wir in Altenessen etwas zu verkaufen“, sagt Johannes Hund-acker (85) nicht ohne Stolz.

Auf seine Exponate dürfen sich dann auch alle Altenessener freuen, denn nach dem Festakt sind sie nachmittags ebenfalls in der Zeche Carl willkommen. Erstmals wird auch die Jubiläums-Festschrift zur Eingemeindung für 6 Euro verkauft.

Die Hundacker-Schau ist auch am 21. und 22. April jeweils von 15 bis 16.30 Uhr geöffnet. Dann führt Johannes Hundacker die Besucher durch seine Ausstellung.