Alleinerziehende entlastet

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) NRW zieht für sein Essener Modellprojekt „Sonne, Mond und Sterne“ nach einem Jahr Laufzeit eine positive Zwischenbilanz. Bei dem Projekt geht es darum, Alleinerziehende bei der Betreuung ihrer Kinder zu unterstützen, damit Eltern weiter arbeiten und für ein ausreichendes Einkommen sorgen können.

Die Ergebnisse können sich laut VAMV sehen lassen: „80 Prozent unserer Teilnehmer sind durch die Betreuung aus Hartz IV heraus- beziehungsweise gar nicht erst hinein gekommen, oder konnten den Bezug verringern“, so Projektleiterin und Vorstand Antje Beierling. Insgesamt nahmen an dem Projekt 26 Alleinerziehende mit zusammen 28 Kindern teil.

Geschulte „Kinderfeen“ betreuen die Kinder in Randzeiten im Haushalt der Eltern, damit diese arbeiten gehen können. 90 Prozent aller Alleinerziehenden sind dabei Frauen. Sie seien überdurchschnittlich oft im Einzelhandel, in der Pflege, in Krankenhäusern oder in der Gastronomie tätig. Früh- und Spätdienste oder Nachtschichten würden es den Frauen aber nahezu unmöglich machen, Beruf und Familie zu vereinbaren. „Wir hatten bis jetzt fast 1000 Einsätze unserer Kinderfeen, überwiegend nach 18 Uhr und vor 6 Uhr. Unser Anspruch war es, dass die Kinder nicht in aller Herrgottsfrühe aufstehen müssen, und auch in ihrem eigenen Bett einschlafen können“, so Beierling.

Wichtig sei auch die Beteiligung der Unternehmen. Es gehe darum, mit den Arbeitgebern nach Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu suchen.