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Akute Schmerzen sind ein Warnsignal

03.08.2010 | 14:59 Uhr

Jeder kennt das Gefühl des Schmerzes. Wenn’s nur gelegentlich zwackt oder drückt, so nimmt man’s hin. Aber wenn Schmerzen zur Dauerqual werden, können sie die Lebensqualität sehr einschränken. Insofern ist der akute Schmerz als Warnsignal für eine Ursache - beispielsweise eine Verletzung - die behandelt werden muss, vom chronischen Schmerz zu unterscheiden. „Mitunter kann man die Ursachen dann überhaupt nicht mehr erkennen“, erklärt Psychologe Dr. Günther Fritsche. „Der Schmerz verselbstständigt sich und stellt dann eine eigene Krankheit dar.“

Da chronischer Schmerz ein Zusammenspiel aus körperlichen und psychischen Faktoren ist, muss auch die Behandlung sehr differenziert erfolgen. „Bei der Medikation ist der Mediziner oft in einer Zwickmühle, denn es gilt auch Abhängigkeiten vorzubeugen“, erläutert Schmerztherapeut Dr. Gunther Riest. „Daher muss das Ziel sein, die Therapie möglichst breit aufzustellen und neben Medikamenten beispielsweise auch autogenes Training, Muskelentspannung oder Akupunktur einzubeziehen.“

Andrea Kleemann

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